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Trotz Corona-Fällen: Premiere von "Alcina" am Samstag soll stattfinden.

Intendant erklärt : Wie es trotz strenger Regeln zum Corona-Ausbruch am Staatstheater kam

Corona-Ausbruch am Saarländischen Staatstheater: Gleich 25 Mitarbeiter sind aktuell positiv auf Corona getestet. Intendant Busse erklärt, wie es trotz der strengen Regeln für das Ensemble dazu kam.

25 von den rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Saarländischen Staatstheaters (SST) sind aktuell positiv auf Corona getestet. Das hat eine Sprecherin des Theaters am Dienstag mitgeteilt. Die Fälle konzentrierten sich auf den rund 40-köpfigen Chor mit knapp 20 positiven Tests. „Wir haben am Saarländischen Staatstheater das Geschehen, was andere Betriebe zurzeit auch haben“, sagt die Sprecherin weiter. Das liege noch im Rahmen der Normalität in der Pandemie, „wir gehen professionell damit um“. Seit April werde das gesamte Personal des Theaters, das den Publikumseinlass nach der 2G-Regel durchführt, regelmäßig getestet.

 Das Saarländische Staatstheater sei „keine einsame Insel“, sagt Intendant Bodo Busse.
Das Saarländische Staatstheater sei „keine einsame Insel“, sagt Intendant Bodo Busse. Foto: Oliver Dietze

,,Das Saarländische Staatstheater ist keine einsame Insel, wir sind als großes Unternehmen ein Teil des öffentlichen Lebens“, sagt SST-Intendant Bode Busse auf Nachfrage. „Deswegen gibt es bei uns natürlich leider auch Corona-Fälle. Uns ist wichtig, dass niemand auf der Bühne steht, der nicht vorher getestet wurde.“ Das Theater habe ein „sehr engmaschiges PCR-Test-Monitoring“, so könne man „rechtzeitig auf Infektionen reagieren“ und weitere Schutzvorkehrungen treffen. „Was uns zusätzlich extrem zu schaffen macht, ist die grassierende Erkältungs- und Grippewelle.“ Wenn das alles zusammenkäme, dann führe das leider wie bei „Evita“ am vergangenen Samstag dazu, dass man eine Vorstellung absagen müsse. „Da wir sehr engmaschig auch den Publikumsverkehr kontrollieren, kann man sich also im Theater nach wie vor sicher fühlen“, sagt Busse.

Die nächste „Evita“-Aufführung am Mittwoch, 8. Dezember, soll wie geplant stattfinden – ebenso wie die Premiere der Händel-Oper „Alcina“ im Großen Haus des Staatstheaters an diesem Samstag. An diesem Freitag allerdings wird in der Sparte 4 die Aufführung von „Augen ohne Gesicht“ ausfallen – nicht, weil es im Ensemble des Stück Corona-Fälle gebe, betont das Staatstheater, sondern wegen Erkältung.

Infos: www.staatstheater.saarland.de