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Ex-Schiedsrichter Manuel Reichardt wird Trainer beim SV Höchen

Amateurfußball : Vom Unparteiischen zum Übungsleiter

Lange war Manuel Reichardt als Schiedsrichter auf Fußball-Plätzen im Südwesten unterwegs. Nun hat der ehemalige Oberliga-Schiedsrichter die Pfeife zur Seite gelegt. Er wird kommende Saison Trainer beim Kreisligisten SV Höchen.

Vom erfahrenen Fußball-Schiedsrichter zum noch unerfahrenen Aktiven-Trainer. So lässt sich der Werdegang von Manuel Reichardt zusammenfassen. Der 40-Jährige aus Oberbexbach übernimmt kommende Saison das Traineramt beim SV Höchen aus der Kreisliga A Bliestal. Er wird Nachfolger des zu Bezirksligist SV Niederbexbach wechselnden Daniel Collissy.

Bis Oktober war Reichardt noch Obmann der Schiedsrichter-Gruppe Höcherberg, wo nun Fabian Knoll sein Nachfolger ist. „Für mich war es einfach an der Zeit, etwas Neues zu machen. Ich habe 14 Jahre als Schiedsrichter in der Oberliga gepfiffen, außerdem war ich 13 Jahre lang Assistent in der Regionalliga. In dieser Zeit hast du viel erlebt, aber auch sehr viel Zeit im Auto verbracht. Nun pfeife ich gar nicht mehr und sehe meine Zukunft als Trainer“, erklärt Reichardt

Der langjährige Unparteiische Manuel Reichardt wird Trainer beim TuS Höchen.
Der langjährige Unparteiische Manuel Reichardt wird Trainer beim TuS Höchen. Foto: Stefan Holzhauser

Der 40-Jährige hatte als Spieler mit 22 Jahren die Schuhe an den Nagel gehängt. Er kickte in der Jugend beim FV Oberbexbach, dem SSV Wellesweiler und der SV Elversberg. Bei den Aktiven war er für Oberbexbach, den SV Reiskirchen und den FSV Jägersburg am Ball und spielte in der Landes- und Verbandsliga.

Reichardt hat in Oberbexbach bereits Erfahrungen als Jugendtrainer in den unteren Altersklassen gesammelt. „Auch damit ist seit einigen Wochen Schluss. Ich konzentriere mich voll auf den Erwerb der B-Lizenz“, erklärt er – und ergänzt: „Die Gespräche mit dem SV Höchen waren gut. Ich hatte das Gefühl, dort auf einem guten Niveau arbeiten zu können.“

Zur Winterpause belegt seine zukünftige Mannschaft mit 31 Punkten Platz eins vor den ärgsten Aufstiegskonkurrenten SV Bruchhof-Sanddorf (30 Zähler) sowie dem SSV Wellesweiler (28). Der Meister steigt direkt auf, während der Vize-Meister an einer Aufstiegs-Relegation teilnimmt.

Die Chancen auf einen Bezirksliga-Aufstieg des SV Höchen sind demnach nicht schlecht – allerdings bestreitet die Mannschaft aufgrund der Sanierung des Rasenplatzes bis auf eine Partie, die auf einem neutralen Platz stattfindet, in der Restsaison nur noch Auswärtsspiele. „Daniel Collissy und die Mannschaft werden in der Rückrunde alles versuchen, den Sprung nach oben zu realisieren. Aber natürlich gilt meine Zusage sowohl für die Bezirks- als auch für die Kreisliga“, sagt Reichardt und fügt an: „Steigt Höchen auf, wollen wir uns eine Klasse höher etablieren. Gelingt der Aufstieg nicht, wollen wir dann in der kommenden Saison erneut angreifen.“

In die Gespräche mit den Spielern des SV Höchen, was deren Zukunft betrifft, ist er schon involviert. „Wir wollen diese Spieler in Höchen halten und uns auch noch punktuell verstärken. Denn egal, in welcher Liga es weitergeht, wollen wir gut aufgestellt sein. Ich sehe großes Potenzial in Höchen, ansonsten würde ich diese Aufgabe nicht antreten“, sagt der ehemalige Schiedsrichter. Und Höchens Vorsitzender Petro Epp meint: „Wir hatten gute Gespräche mit Manuel und sind davon überzeugt, zusammen etwas erreichen zu können. Wir fiebern jetzt erst einmal den restlichen Spielen in der aktuellen Runde entgegen. Und dann übernimmt Manuel unsere Aktiven und kann dann seine Ideen einbringen.“

Weiter geht es für den Tabellenführer aus Höchen mit dem ersten Punktspiel des Jahres am Sonntag, 12. März, um 15 Uhr beim Tabellenachten SV Wolfersheim. Das vielleicht schon vorentscheidende Spiel um die Meisterschaft findet am Sonntag, 26. März, um 15 Uhr beim Tabellenzweiten SV Bruchhof-Sanddorf statt.