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Trainer Klaus Kunz hört beim FC Bierbach in der Fußball-Landesliga auf

Fußball-Landesliga : Der ewige Klaus hört auf

Bei Fußball-Landesligist FC Bierbach endet eine Ära. Klaus Kunz hört nach der Saison nach zehn Jahren als Trainer auf. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Für den ewigen Klaus Kunz ist nach dieser Saison als Trainer beim Fußball-Landesligisten FC Bierbach nach dann zehn Jahren Schluss. Der 64-jährige gebürtige Bierbacher, der noch im Dorf wohnt, hört auf.

Beim FC begann er bereits in der D-Jugend seine Spielerlaufbahn. „Aus familiären Gründen gab es dann aber recht schnell den Wechsel zur Spvgg. Einöd-Ingweiler, wo ich meine gesamte Jugend- und Aktivenzeit verbracht habe“, erzählt Kunz. Und er ergänzt: „Meine Stammposition war das defensive Mittelfeld.“

Im Alter von 22 Jahren startete er parallel zu seiner Spielerfunktion mit einer Trainertätigkeit im Jugendbereich. „Ich war dann auch später zehn Jahre lang – mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung von einem halben Jahr – in Einöd-Ingweiler Aktiven-Trainer. In den ersten fünf Jahren hatte ich dazu noch parallel im Verein die B- und A-Jugend trainiert“, berichtet der 64-Jährige.

Von 1996 bis 1998 trainierte Kunz dann die A-Junioren des FC Homburg in der Regionalliga. Es folgte eine Pause vom Trainergeschäft, ehe er 2004 als DFB-Stützpunkttrainer in Limbach begann. „Das ist eine sehr schöne und interessante Arbeit, die sehr viel Spaß macht. Wir trainieren mit einem Trainerteam Talente vom älteren Jahrgang der E-Jugend bis zum jüngeren der C-Jugend“, berichtet Kunz. Und er sagt: „Bei diesen wöchentlichen Einheiten kann man gut auf die individuellen Bedürfnisse der Spieler eingehen.“ Die Kinder seien „talentiert und sehr lernwillig“.

Unter seinen Fittichen standen überregional bekannte Akteure wie der frühere Saarbrücker und Homburger Patrick Schmidt (aktuell FC Ingolstadt), Johannes Wurtz (jetzt SV Wehen Wiesbaden), Niklas Holzweißig (früher 1. FC Nürnberg, nun FSV Jägersburg) oder auch Daniel Bohl (aktuell FK Pirmasens, zuvor unter anderem beim FSV Mainz 05).

Seit der C-Jugendzeit trainiert Kunz auch seinen eigenen Sohn Niklas. Der heute 28-Jährige ist seit vielen Jahren beim FC Bierbach ein Leistungsträger. Ob beide in der kommenden Saison irgendwo anders ihr Hobby Fußball gemeinsam ausüben werden, steht noch nicht fest. „Aktuell ist lediglich klar, dass im Sommer meine Zeit in Bierbach endet. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Der Verein FC Bierbach hat keine großen finanziellen Möglichkeiten“, erklärt Kunz. Und er schiebt nach: „Für mich als Trainer stand daher hier von Anfang an fest, alles über das Training, die Motivation der Spieler und ihre Entwicklung zu stemmen.“ Es sei nun aber an der Zeit, etwas Neues zu machen und noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen. Mehr ins Detail zu den Gründen seines Abschieds wollte er nicht gehen. Die Liga, in welcher der künftige Verein spielt, den er trainieren werde, sei „egal“. Entscheidend sei der Wille, kontinuierlich etwas aufzubauen.

Die vom Tabellenplatz her bis zu dieser Saison gute Entwicklung beim FC Bierbach wird aktuell mit Rang zwölf etwas ausgebremst. „Man darf nicht vergessen, dass wir viele Verletzte und oft enge Spiele mit einem nicht glücklichen Ausgang für uns hatten“, betont der langjährige Trainer. Bis zum Saison-Ende will er mit dem FC Bierbach Boden in der Tabelle gutmachen. Der Club liege ihm trotz seiner Entscheidung, im Sommer etwas Neues zu machen, sehr am Herzen.

Kunz hatte den Verein in der Kreisliga A übernommen und bis in die Landesliga geführt. „In der Saison 2019/2020, als die Runde wegen Corona abgebrochen wurde, hätten wir fast über die Quotienten-Regel den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft. Es stieg dann aber der SC Blieskastel-Lautzkirchen auf. Ich hätte mich damals mit meiner Mannschaft auf die Herausforderung in der Verbandsliga gefreut“, sagt Kunz.

Nun gehen der FC Bierbach und sein „ewiger“ Trainer getrennte Wege. „Sollte sich nichts Passendes für die nächste Saison ergeben, lege ich zunächst einmal eine Pause ein“, meint Kunz.