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Abwahlverfahren in Homburg gegen OB Schneidewind

Abwahlverfahren gegen Rüdiger Schneidewind : Muss Homburgs OB aus dem Amt ausscheiden oder nicht? Die Bürger haben es in der Hand

Nun ist es also amtlich: Es wird ein Abwahlverfahren gegen Rüdiger Schneidewind geben. So lange wurde darum gerungen, doch wirklich freuen kann sich keiner. Auch das hat die Stadtratssitzung gezeigt. Die Debatte über eine Entscheidung, deren Ergebnis eigentlich ja schon vorher so gut wie feststand, war sehr emotional.

Das Ergebnis war eindeutig, dennoch ist es mit diametral gegensätzlichen Erwartungen verbunden. Der suspendierte OB will sein Amt dadurch zurückbekommen, die anderen wollen, dass er endgültig von der politischen Bühne verschwindet. Obwohl, und darauf hat Bürgermeister Michael Forster deutlich hingewiesen, es am Wahltag selbst einzig darum geht, ob Schneidewind aus dem Amt scheidet, nicht darum, ob er zurückkehrt. Letzteres hänge vom Ausgang der Gerichts- und Disziplinarverfahren ab.

Nun haben es die Homburger in der Hand. Der Termin steht ebenfalls so gut wie fest: der erste Advent. Dass bis dahin noch einige Wochen ins Land gehen, ist vielleicht gar nicht schlecht. So kann sich jeder noch einmal vor Augen führen, was alles passiert ist, woran die Stadt bis heute zu knapsen hat. Immerhin ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Schneidewind weiter in einigen neuen Punkten.

 Kommentarkopf, Foto: Robby Lorenz
Kommentarkopf, Foto: Robby Lorenz Foto: Robby Lorenz
 Homburgs OB Rüdiger Schneidewind
Homburgs OB Rüdiger Schneidewind Foto: Ulrike Stumm

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Chance nutzen und auch dann ihre Kreuzchen machen, wenn der Termin nicht mit einer anderen Wahl zusammenfällt und sie sowieso gerade im Wahllokal stehen. Den Aufwand sollte niemand scheuen. Denn es ist schließlich ihre Stadt, die unter den ganzen Querelen massiv gelitten hat und weiter darunter leidet. Da ist der Imageschaden fast schon das geringste Problem.

Den Scherbenhaufen, den Schneidewind angerichtet hat, werden am Ende sowieso alle gemeinsam aufkehren müssen.