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Auf Gut Königsbruch in Homburg fand kalligrafischer Adventsmarkt statt

Gut Königsbruch im Advent : Ein kleiner, feiner Weihnachtsmarkt

Wer ein originelles und künstlerisches Weihnachtsgeschenk suchte, war am Samstag auf Gut Königsbruch genau richtig. Der Eintritt zu dem kleinen Weihnachtsmarkt wurde wegen Corona streng kontrolliert.

Wer in dieser Vorweihnachtszeit einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt mit Niveau besuchen möchte, muss schon weit fahren. Und so war es eine schöne Überraschung, dass just am vergangenen Samstag, 11. Dezember, von 11 bis 18 Uhr am Gut Königsbruch im Stadtteil Bruchhof ein solcher stattfand. Entsprechend war der Zuspruch. Kamen im Laufe des Vormittags und des frühen Nachmittags die Besucher noch eher zögerlich, so wurden es gegen Abend immer mehr, als hereinbrechende Dunkelheit für romantische Stimmung sorgte. Doch vor der Romantik kam erst einmal die  Kontrolle, denn die Genehmigung für diesen Weihnachtsmarkt wurde nur unter der Bedingung erteilt, dass alle Besucher geimpft und getestet waren. Das war am Gut Königsbruch kein Problem, denn hier konnte man die Zugänge so anordnen, dass die Besucher erst einmal an einer Teststation vorbei mussten.

Die Abstimmung mit dem Ordnungsamt, Organisation und Bezahlung der Teststation und der Security, Bändchen, Miete und Aufbau der Häuschen, Weihnachtsbaumverkauf, und die Ankuft des  Nikolaus mit Kinderbescherung hatten die Besitzerin von Gut Königsbruch, Margret von Wegner und ihr Team organisiert.

Bei Unbedenklichkeit  bekamen die Besucher ein rotes Bändchen ums Handgelenk geklebt und mussten damit eine weitere Kontrollstelle passieren, bis sie dann endlich in den weihnachtlich geschmückten Innenhof von Gut Königsbruch hinein durften. Es gab dort zwei Holzhütten mit Glühwein und winterlichen Spezialitäten. Wer etwas kaufen wollte, konnte dies in den beiden geöffneten historischen Wirtschaftsgebäuden tun. Es sei ein „kalligrafischer Weihnachtsmarkt“, an dem die Mitglieder des Vereins Stiftung Schriftkultur  und Gründerin Katharina Pieper ihren Anteil hatten, hieß es in der Ankündigung. Und so  wurden künstlerisch gestaltete Karten, kalligrafische Originale, Papierobjekte, Schreibutensilien, Tinten, Kalligrafie- und Buchbindematerialien, handgeschöpfte Papiere, Bücher und vieles mehr angeboten.

Mit von der Partie waren Sascha Bosslet, Helga Freyer, Brigitte Jenner, Karin Karrenbauer-Müller, Volker Köhl (Pen Paradise), Michaela Rayer, Ilse Spies, Christiane Schranz und Bernd Detsch von der Kunstbuchhandlung „Art Book“ Saar in Homburg. Hier fanden so manche Besucher nicht nur wunderschönes Verpackungspapier, sondern auch handgemalte Karten und originell beschriftete Leinenhandtücher.

Aber auch, wer nicht gerade auf der Suche nach Schrift- und Buchkunst war, kam auf seine Kosten, denn im großen Saal des Gutshofes gab es auch einige Stände mit Spezialitäten, zum Beispiel von der Imkerei Stefan Hoffmann aus Saarbrücken. Das Angebot reichte von Honig über Propolis-Tropfen bis zu Blütenpollen. Am Stand von Harald Bäcker von der  Salzmanufaktur in St. Ingbert wurden spezielle Gewürze angeboten. Der Renner war sein Salz mit sizilianischer Zitrone. Es gab Schmuck und Kunsthandwerk, zum Beispiel von Edeltrud Münz aus Kleinblittersdorf. Sie ist Patchwork-Künstlerin und näht lustige Sachen aus alten Stoffresten. Ihr Verkaufsschlager am Samstag waren weiche Stoffkatzen in allen Farben. 

 Harald Bäcker aus St. Ingbert bot im großen Saal von Gut Königsbruch seine verschiedenen Gewürzspezialitäten an.
Harald Bäcker aus St. Ingbert bot im großen Saal von Gut Königsbruch seine verschiedenen Gewürzspezialitäten an. Foto: Christine Maack
 Im Innenhof von Gut Königsbruch war alles weihnachtlich dekoriert, es roch nach Glühwein und Rostwurst, aber auch nach Buchenholzfeuer.
Im Innenhof von Gut Königsbruch war alles weihnachtlich dekoriert, es roch nach Glühwein und Rostwurst, aber auch nach Buchenholzfeuer. Foto: Christine Maack
 Eine Katze von Patchwork-Künstlerin Edeltrud Münz.
Eine Katze von Patchwork-Künstlerin Edeltrud Münz. Foto: Christine Maack

Ein Weihnachtsbaumverkauf rundete den kleinen Weihnachtsmarkt ab, den die meisten Gäste mit einem künstlerisch gestalteten Geschenk wieder verließen.