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Das saarländische Kinderhosoiz kommt ans Uniklinikum nach Homburg

Hilfe für Kinder in Homburg : Das Kinderhospiz beim Uniklinikum nimmt Gestalt an

Seit über sechs Jahren ist die Einrichtung eines Kinderhospizes auf dem UKS-Gelände in Homburg beschlossen. Jetzt wurde ein wichtiger Schritt getan.

Ein wichtiger Schritt zur Finanzierung des geplanten Kinder- und Erwachsenenhospizes in Homburg ist getan: Ein Kooperationsvertrag sichert zunächst für die kommenden fünf Jahre die Arbeit der Siebenpfeiffer-Hospiz- und Palliativgesellschaft. Der Bouser Förderverein Kinderhospiz Heiligenborn unterstützt Planung, Bau und Betrieb des Kinderhospizes, der Förderverein für altersübergreifende Palliativmedizin Homburg, unterstützt Planung, Bau und Betrieb des Kinder- und des Erwachsenenhospizes. Es sei, so die gemeinnützigen Vereine, „ein dringend notwendiger Schritt“, denn mit Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrags für ein rund 12 000 Quadratmeter großes Grundstück auf dem Gelände des Uniklinikums Mitte Oktober (wir berichteten) habe dieses Projekt den Schritt von der Vision zur Realisierung getan.

 „Wir werden den bestmöglichen Ort für lebensbegrenzend erkrankte Menschen und ihre Angehörigen schaffen“, sagte Rüdiger Schneidewind, Vorsitzender des Fördervereins für altersübergreifende Palliativmedizin. Peter Josef Kiefer, der Vorsitzende des Fördervereins Kinderhospiz Heiligenborn, erklärte: „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Anteil einen Beitrag für Planung, Bau und Unterhalt des stationären Kinderhospizes leisten können. Seit vielen Jahren schon wissen wir, dass die Diagnose einer unheilbaren oder lebenslimitierenden Erkrankung eines Kindes die ganze Familie in eine parallele Welt katapultiert – nichts ist mehr so wie vorher, und die ganze Umgebung scheint sich angesichts des ungeheuren Leids zurückzuziehen. Gerade dann braucht es einen guten Ort und eine stärkende Begleitung für alle Mitglieder der Familie – und zwar ab dem Zeitpunkt der Diagnose bis über den Tod hinaus.“

Ohne finanzielle Hilfe sei Hospizarbeit nicht möglich, betonte Peter Barrois, Geschäftsführer der Siebenpfeiffer Hospiz- und Palliativgesellschaft, „jedes Hospiz ist gesetzlich verpflichtet, fünf Prozent der Kosten über Spenden zu finanzieren. Auch Kosten, die in der Vorlaufphase etwa für die Erstellung des Grundstücks-Gutachtens entstehen, werden nicht von Krankenkassen-Zuschüssen oder Förderungen abgedeckt.“

Bereits seit Juni 2017 haben sich für die Verwirklichung des Projekts engagierte Akteure aus der Region zur Siebenpfeiffer-Hospiz- und Palliativgesellschaft zusammengeschlossen, zu jeweils 50 Prozent die Arbeiterwohlfahrt Saarland und der Förderverein für altersübergreifende Palliativmedizin. Unterstützt werden die gemeinnützigen Organisationen durch das Uniklinikum mit dem Zentrum für Palliativmedizin und dem Team um Chefarzt Professor Sven Gottschling. Man brauche in der Region dringend einen Ort für Familien und ihre erkrankten Angehörigen, die häufig noch viele gemeinsame Jahre haben, aber eben kontinuierlich palliativ begleitet und betreut werden müssen, machte Professor Gottschling deutlich.

 Bei der Vertragsunterzeichnung (von rechts): Peter Josef Kiefer vom Förderverein Kinderhospiz Heiligenborn, Peter Barrois, Professor Sven Gottschling und Rüdiger Schneidewind, Vorsitzender des Fördervereins für altersübergreifende Palliativmedizin.
Bei der Vertragsunterzeichnung (von rechts): Peter Josef Kiefer vom Förderverein Kinderhospiz Heiligenborn, Peter Barrois, Professor Sven Gottschling und Rüdiger Schneidewind, Vorsitzender des Fördervereins für altersübergreifende Palliativmedizin. Foto: Siebenpfeiffer Hospiz- und Palliativgesellschaft/Chris Ehrlich

Wer die Arbeit der gemeinnützigen Gesellschaft unterstützen möchte, kann sich direkt an die Palliativstation des Uniklinikums wenden.