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Grundschulen in Homburg, Bexbach, Kirkel sollen Luftfilter bekommen

Bauarbeiten in Grundschulen in Homburg, Bexbach, Kirkel : Luftfilter für Grundschulen geplant

Um den Unterricht in der Corona-Pandemie sicherer zu machen, sollen auch im Saarpfalz-Kreis technische Anlagen angeschafft werden. Wie weit sind da die Vorbereitungen?

Die Schüler denken derzeit vermutlich weniger an Klassenzimmer, Unterricht und den Schulstart, sondern beschäftigen sich mehr damit, wann draußen endlich wieder mal Freibadwetter ist. Doch Eltern und anderen macht der Gedanke ans neue Schuljahr Sorgen angesichts steigernder Coronazahlen. Ein großes Thema sind mobile Luftreinigungsgeräte, die nun doch in möglichst vielen Klassenzimmern stehen sollen, wenn es wieder losgeht.

Die Verantwortlichen in den Kommunen tüfteln daran, wie sie ihre Grundschulen ausstatten können. Erst kürzlich hat Saar-Innenminister Klaus Bouillon (CDU) die Richtlinien seines Förderprogramms für Kommunen überarbeitet.

Am weitesten ist man da schon in Bexbach. Die Stadtverwaltung habe vom Innenministerium ein Schreiben mit einer Bedarfszuweisung über 44 626,93 Euro erhalten. Da diese Summe jedoch bei weitem nicht ausreichend sei, um alle Klassenräume in allen Schulen mit Luftfilteranlagen auszustatten, werde die Stadt Bexbach aus ihrem Haushalt weitere Mittel bereitstellen, sodass alle Schulräume und zusätzlich alle Kindergartenräume mit Luftfilteranlagen ausgestattet werden können, hieß es dazu von der Verwaltung.

In Homburg ist man noch in der Abstimmung. Es seien mehrere Gespräche angesetzt – intern wie auch extern –, bei denen über das Thema generell und im Detail gesprochen werden soll, hieß es von der Stadt.

In Kirkel ist man ebenfalls dabei, die Luftfilter zu beschaffen. Den Fixbetrag, den jede Kommunen erhalte – er richte sich nach der Einwohnerzahl –, werde man dafür einsetzen, Geräte zu besorgen, hieß es von der Gemeinde. Allerdings würden die 25 000 Euro nicht ausreichen, um alle Klassensäle und zum Teil auch Kindergärten zu bestücken. Daher bemühe man sich um eine weitere Finanzierung, um alle ausstatten zu können.

Luftfilter sind aber nur ein Thema. Denn in den Sommerferien wird traditionell in den Schulen gearbeitet. Der Saarpfalz-Kreis verbaut in diesem Sommer insgesamt etwa 2,2 Millionen Euro bei den weiterführenden Schulen – und das jenseits der Großprojekte. Auch hier wird zusätzlich in mobile Luftfilter investiert (wir berichteten).

Und wie sieht es mit baulichen Verbesserungen in den Grundschulen aus, für die ja die Kommunen verantwortlich sind?

In Kirkel hat man bereits vorgearbeitet in Sachen Umsetzung des Digitalpaktes Schule, etwa bei der Einrichtung von W-Lan oder der Ausstattung. Ansonsten werde noch ein Klassenraum so hergerichtet, dass hier im Zuge der Inklusion ein hörgeschädigtes Kind unterrichtet werden könne.

In Homburg steht etliches auf dem Ferienbauplan. So geht es an der Sonnenfeldschule um die Brandschutzsanierung. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 1,6 Millionen Euro. Die Arbeiten werden voraussichtlich über die Sommerferien hinaus dauern, teilte die Stadt mit.

Für die Luitpoldschule und die Grundschule in Bruchhof werden jeweils Containeranlagen aufgebaut. Diese bieten Platz für je zwei Klassenräume und einen WC-Bereich. Ausgelegt ist dies für zwei Jahre für beide Standorte, die Mietkosten liegen hier bei insgesamt etwa 156 000 Euro, die Kosten für das Herstellen der Infrastruktur und den Aufbau können nicht genau beziffert werden, sie sollen jedoch vorrangig mit eigenem Personal, etwa vom Baubetriebshof, ausgeführt werden und daher nicht so hoch ausfallen. Die Container werden wegen weiterem dringenden Klassensaalbedarf notwendig. Das habe aber nichts zu tun mit dem neuen Klassenteiler für die ersten Schuljahre, hatte es bereits zuvor geheißen. Zum Hintergrund: Dieser wurde vom Kultusministerium von bislang 29 auf 25 verringert.

Vielmehr gebe es sowohl in der Luitpoldschule als auch in der Grundschule Bruchhof starke erste Klassen, daher werden eben die Container angeschafft werden, die auch als Förderräume genutzt werden sollen. Auch gebe es ein paar Sitzenbleiber, deswegen erhöhe sich die Klassenstärke nochmals. Da bereits absehbar sei, dass auch folgende Jahrgänge stark vertreten sein werden, müsse hier dauerhaft eine andere Lösung gefunden werden. Während der Übergangslösung mit den Containern, zwei Jahre sind hierfür angesetzt, werde geplant, wie es an beiden Standorten weitergeht.

 Unter anderem an der Luitpoldschule in Erbach werden fürs neue Schuljahr Containeranlagen aufgebaut.
Unter anderem an der Luitpoldschule in Erbach werden fürs neue Schuljahr Containeranlagen aufgebaut. Foto: Stefan Holzhauser

Die Stadtverwaltung Bexbach wird in den Sommerferien die Toilettenanlage in der Goetheschule sanieren, deren Kosten sich auf etwa 10 000 Euro belaufen werden. Des Weiteren erfolgt eine Prüfung, ob die Beschattung in der Schillerschule in Frankenholz erfolgen kann und in welchem Umfang diese installiert werden soll. Weitere Maßnahmen würden in Bexbach durch den neuen Klassenteiler nötig (wir berichteten).