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SV Schwarzenbach macht Maximilian Murr zum Verbandsliga-Trainer

Fußball-Verbandsliga : Von der Außenlinie aus die Übersicht behalten

Der Fußball-Verbandsligist SV Schwarzenbach befördert den 27-jährigen Maximilian Murr zum Trainer der ersten Mannschaft. 

Maximilian Murr hat beim Fußball-Verbandsligisten SV Schwarzenbach als Trainer einen bis Juni 2023 geltenden Vertrag unterschrieben. Im Fußball fing für Murr alles bei den Minis des SV Beeden an. In der C-Jugend folgte der Wechsel zum FC Homburg, wo er später auch noch ein Jahr lang im Aktiven-Bereich am Ball war.

„Es war damals eine intensive letzte Saison rund ums Waldstadion. Mit der zweiten Mannschaft sind wir von der Landes- in die Verbandsliga aufgestiegen. Und ich durfte auch einmal im Regionalliga-Team der Profis ran“, erinnert sich der Mittelfeldspieler. Es war der 26. Oktober 2013, als die Grün-Weißen beim KSV Hessen Kassel antraten und mit 3:1 gewannen. Drei Minuten vor dem Ende warf ihn Homburgs Trainer Christian Titz für Lutz Radojewski ins kalte Wasser. „Auch wenn es nur ein paar Minuten waren, fühlte sich alles überwältigend und einfach unbeschreiblich an“, erklärt der 27-Jährige, der mit seiner Frau Celina und dem zwei Jahre alten Sohn Matheo in Homburg wohnt und an der Uniklinik im Zentrallager der Verwaltung arbeitet.

Für Murr stand jedoch fest, dass er seinen beruflichen Weg außerhalb des Profi-Fußballs gehen würde. Es folgte daher der Wechsel zum SV Schwarzenbach (damals Landesliga), dem sich die Stationen TuS Steinbach (Saarlandliga), SV Reiskirchen (Landesliga) sowie FSV Jägersburg anschlossen. Für den FSV trug er in der Saison 2017/2018 das Trikot– in der zweiten Mannschaft (Verbandsliga) gab es sieben Einsätze, in der Dritten (Kreisliga A Höcherberg) war Murr mit 33 Treffern in zwölf Partien maßgeblich an der Meisterschaft beteiligt. Dies machte ihn für den Verantwortlichen des SV Schwarzenbach interessant.

Am Wacken gelangen ihm in der Spielzeit 2018/2019 in der Landesliga in 25 Partien elf Tore. Die Schwarzenbacher stiegen als Meister in die Verbandsliga Nordost auf.

Anschließend begann für Murr quasi eine Doppeltätigkeit. Er war seit der Runde 2019/2020 Spielertrainer der zweiten Mannschaft in der Kreisliga A Saarpfalz, stand aber auch immer wieder mal für die Verbandsliga-Elf auf dem Platz. In der aktuellen Saison führte er bis zur Winterpause die Reserve an die Tabellenspitze. Als dann Jan Berger aus zeitlichen Gründen seinen Rückzug als Trainer der Verbandsliga-Mannschaft im Winter verkündete, wurde Murr vom Vorstand befördert. Sein Nachfolger bei der Zweiten ist sein Co-Trainer Mike Neff.

„Es ist so, dass ich auch eine lange Erfahrung als Jugendtrainer habe. Ich war beim FC Homburg in diesem Bereich tätig. Etliche Buben von damals waren nach Schwarzenbach gewechselt. Und ich selbst hatte mitgeholfen, beim SV Schwarzenbach die Jugendarbeit aufzubauen und bin mit den Jungs als Trainer immer Altersstufe für Altersstufe mit nach oben gegangen. Mittlerweile sind sie nun alt genug für den Aktiven-Bereich“, meint Murr und ergänzt: „Ich helfe nun bei der interessanten Aufgabe mit, diese jungen Buben über die zweite an die erste Mannschaft heranzuführen. Wir setzen auf diese Jungs und werden im Aktiven-Bereich den Altersdurchschnitt immer weiter verjüngen.“

Dass er selbst bereits im Alter von 27 Jahren Trainer einer Verbandsliga-Mannschaft wird, sei für ihn „kein Problem“. Er könne auf seine Erfahrungen als Trainer im Jugend- und Aktiven-Bereich und als Spieler in höheren Amateur-Ligen zurückgreifen. „Ich habe auch ein kompetentes Team um mich herum, zu dem künftig auch Jan Berger gehört. Wir arbeiten quasi Büro an Büro zusammen und haben auch privat einen engen Kontakt. Wir standen ja auch bereits zuvor in einem engen Austausch“, sagt Murr.

Er will im Verbandsliga-Team, das Rang neu belegt, nur noch mitspielen, wenn „allerhöchste Not am Mann“ ist. „Es ist wichtig, von der Außenlinie aus die Übersicht zu behalten. Als Spieler konzentriere ich mich auf die zweite Mannschaft, mit der wir versuchen werden, die Meisterschaft zu erringen. Und mit der ersten ist ein einstelliger Tabellenplatz das Ziel.“

Der 27-Jährige C-Lizenz-Inhaber antwortet auf die Frage, was ihm als Trainer wichtig ist: „Disziplin, Selbstreflexion, Einsatzwille, Ehrgeiz und Kameradschaft. Jeder Spieler muss sowohl im Training als auch im Spiel Vollgas geben und sich mit seinen Stärken einbringen.“