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Umbau der Turnhalle Einöd für Grundschule zu Klassenzimmer und Aula

Raumnot an der Grundschule Einöd : 890 000 Euro für Umbau der Turnhalle

Die Schulturnhalle in Einöd soll umgebaut werden, um mehr Platz für den Unterricht zu schaffen. Bei den Planungen geht es voran. Jetzt gibt es auch eine grobe Schätzung, wann die Bauarbeiten beginnen.

An der Einöder Grundschule gibt es zu wenig Platz – das ist ein altes Problem, das vielleicht durch Corona und den verheerenden Einfluss der Pandemie auf die Schulen vordergründig etwas verdrängt wurde. Doch ausreichend Raum zu haben, spielt ja auch in der Corona-Krise eine wichtige Rolle. Die Schwierigkeiten bleiben also, die Raumnot damit auch. Etliche Ansätze wie ein An- oder ein Aufbau, um hier Abhilfe zu schaffen, gab es – sie wurden allerdings immer wieder verworfen. Seit längerem ist aber auch eine Lösung im Gespräch, die nun in die Umsetzung geht – wenn auch noch keine sichtbaren Arbeiten laufen, noch steckt man in der Planungsphase, allerdings wird diese immer konkreter: Grundlegend soll die Schulturnhalle so umgebaut werden, dass hier Räume entstehen, die schulisch genutzt werden können. Das war am vergangenen Mittwoch auch Thema im ständigen Vergabeausschuss.

Der hatte in einem nicht-öffentlich behandelten Punkt über die Konkretisierung der Planungen für den Umbau und die Umnutzung der Schulturnhalle zu befinden, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Man war sich im Ausschuss einig, die weiterführenden Planungsleistungen zu beauftragen.

Zur Zeitachse lasse sich noch wenig sagen, hieß es von der Stadt. Zunächst werde die jetzt zu beauftragende Planung einige Monate dauern, dann seien die Anträge sowie die Ausschreibungen erforderlich.

Derzeit sei die Halle noch in den Schulbetrieb eingebunden, sodass eventuell einige vorbereitende Arbeiten im nächsten Frühjahr denkbar seien. Die eigentliche Bauphase im Gebäude könnte vermutlich in den Sommerferien 2022 beginnen, so eine erste vorsichtige Prognose.

Der Umbau sei bereits früher so beschlossen worden. Im März 2020 habe die Verwaltung einen Antrag im Förderprogramm „Kommunal-
investitionsförderungsgesetz – KInv-
FG“ gestellt. Dieser sei im Juni 2020 genehmigt worden. Die Turnhalle samt Umkleiden, Duschen und Toiletten soll so umgebaut und saniert werden, dass hier Schulfach-, Förder- und Funktionsräume sowie eine Aula entstehen. Letztere soll dabei so gestaltet werden, das diese im laufenden Schulbetrieb für Projektarbeit und Lerngruppen oder als Pausen-Aufenthaltsbereich bei schlechtem Wetter genutzt werden könne.

Konkret sind neben der Aula mit Trennvorhang zur Raumteilung und Doppelnutzung sowie Abstellraum ein Klassenzimmer, ein Förderraum, ein Büro sowie ein Putzmittel- und Archivraum geplant.

Gut 890 000 Euro brutto sind dafür veranschlagt. Man könne mit rund 715 000 Euro vom Land rechnen. Der Eigenanteil belaufe sich damit auf um die 176 000 Euro. Möglich wurde dies auch, da der Sportunterricht nun in der nahe gelegenen Saarpfalzhalle ablaufen kann, die seit einiger Zeit fertig umgebaut ist.

Weniger gute Nachrichten gibt es für die Aufstockung der freiwilligen Nachbetreuung (FGTS) um ein Stockwerk. Diese hatte verschoben werden müssen, weil das Geld an anderer Stelle gebraucht wurde, was für viel Verärgerung sorgte (wir berichteten). Die Stadt hatte eine Art Rahmenbudget genehmigt bekommen, aus dem Maßnahmen zu finanzieren waren und sind. Hier sei mehr Geld für die Sonnenfeldschule benötigt worden, sodass es für das Vorhaben in Einöd nicht mehr gereicht habe, erläuterte die Stadt. Daher werde sich die Aufstockung in Einöd noch hinziehen. Hier sei ein neuer Antrag gestellt worden. Insofern laufe dieses Verfahren quasi nochmals neu an.

Der Ausschuss hatte noch über weitere Punkte zu befinden, einer davon: Die Feuerwehr Homburg braucht ein neues wasserführendes Fahrzeug. 2015 hatte man für rund 17 000 Euro ein gebrauchtes angeschafft – und zwar zusammen mit dem Baubetriebshof. Denn es wird von beiden genutzt. Die Feuerwehr braucht es, wenn sie zu Einsätzen bei landwirtschaftlichen Gebäuden außerhalb von Städten ausrücken muss, in Waldgebiete oder auch zu Windrädern, benötigt wird es zudem für Objekte mit erhöhtem Gefahrenpotenzial wie die Ammoniakanlage der Brauerei oder das Sprengstofflager der SSE. Das schreibe auch der Brandbedarfschutzplan vor.

Allerdings wurde es auch an ganz anderer Stelle eingesetzt: Um Bäume, Büsche, Beete und Grünflächen in der Stadt zu gießen. Der BBH habe dafür zwar auch zwei eigene Fahrzeuge mit Wassertanks, brauche aber ein weiteres. Das wiederum wäre dann, wenn nicht mehr so viel gegossen werden muss, nicht ausgelastet. So kommt es also zur „Doppelaufgabe“ des Feuerwehrfahrzeugs.

 Den Ausbau der Grundschule Einöd nannte Ortsvorsteher Karl Schuberth schon vor Jahren als eines der dringlichen Themen.
Den Ausbau der Grundschule Einöd nannte Ortsvorsteher Karl Schuberth schon vor Jahren als eines der dringlichen Themen. Foto: Thorsten Wolf

Der Ausschuss habe nun einstimmig beschlossen, dass ein solches wasserführendes Fahrzeug angeschafft wird, das von der Feuerwehr und in den Sommermonaten auch zum Bewässern von Pflanzen und Grünanlagen genutzt wird. Es soll dann das alte ersetzen. Gedacht sei an ein Gebrauchtfahrzeug, bei dem es sich eventuell auch um ein ehemaliges Milchfahrzeug aus der Landwirtschaft handelt könnte. Gerechnet wird mit Kosten von 80 000 Euro.