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Esra Limbacher will Einzelhandel in St. Ingbert stärken

Erste Rede von Esra Limbacher : St. Ingberter Einzelhandel war Thema im Bundestag

Der Bundestagsabgeordnete Esra Limbacher verhalf den aktuellen Sorgen des Vorsitzenden von Handel und Gewerbe in St. Ingbert, Nico Ganster, zu einer Erwähnung im Deutschen Bundestag.

Der direktgewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Homburg, Esra Limbacher (SPD), hat in seiner ersten Rede im Deutschen Bundestag dem Einzelhandel weiterhin seine Unterstützung zugesichert. In einer am vergangenen Donnerstag kurzfristig angesetzten aktuellen Stunde zum Thema „Umsatzeinbußen durch 2G- Regelungen in Gastronomie und Einzelhandel“ bedankte sich Limbacher bei den Einzelhändlern und Einzelhändlerinnen dafür, die Regeln trotz aller Kurzfristigkeit und zusätzlicher Arbeitsbelastung flächendeckend gut umgesetzt zu haben. Er sei sich im Klaren darüber, wie schwierig die Situation aktuell wieder ist, und wie Umsatzeinbußen insbesondere in der Vorweihnachtszeit das Geschäft vermiesen. Man wolle aber niemanden damit alleine lassen. Limbacher merkte an: „Wir wissen aber auch, wie hart es für den Einzelhandel ist. Deswegen sorgen wir in der Koalition dafür, dass die Überbrückungshilfen weiter fließen. Wir lassen den Einzelhandel nicht im Stich, und wir lassen alle anderen Betroffenen nicht im Stich.“ Insgesamt seien seit Beginn der Pandemie bereits über 59 Milliarden Euro in Deutschland für Hilfen ausgegeben worden. Das sei europaweit spitze, so Limbacher weiter.

Für einen außergewöhnlichen Moment sorgte Limbacher anschließend, als er aus einem Brief von Nico Ganster vom Verein Handel und Gewerbe in St. Ingbert zitierte: „Wir sehen gravierende Veränderungen in den Fußgängerzonen unserer Städte. Den Appell, Kontakte zu vermeiden, spüren wir jeden Tag: weniger Besucher, geringere Frequenz. Die Fußgängerzonen verlieren ihre Bedeutung als soziales und kommunikatives Zentrum.“ Das dürfte nach Einschätzung des Bundestagsabgeordneten wohl das erste Mal gewesen sein, dass ein St. Ingberter Verein im Bundestag zitiert wurde und so Erwähnung gefunden hat. Zum Schluss warb Limbacher dafür, die Weihnachtseinkäufe in den Innenstädten zu erledigen, um so die Gewerbetreibenden vor Ort zu unterstützen. „Gerade jetzt müssen wir feststellen: Immer mehr Menschen machen sich nicht mehr auf den Weg, um im Einzelhandel vor Ort einzukaufen. Auch durch die Infektionsschutz-Maßnahmen während der Covid-19-Pandemie wird immer mehr online bei großen Händlern eingekauft. Die Folgen, auch für die Geschäfte, sind enorm. Das vielfältige gastronomische Angebot macht doch unsere Innenstädte und Ortszentren zu Orten der Begegnung und damit attraktiv für viele Menschen. Es liegt an uns allein, den Charakter unserer Innenstädte und Ortszentren zu erhalten.“ Das Einkaufsverhalten der Bürger könne am Ende wirklich den Unterschied machen, da die Infektionsschutz-Maßnahmen kleine Betriebe deutlich härter treffen. „Umso wichtiger, dass wir unsere Bücher, Lebensmittel und wenn möglich Kleider nicht bei Großkonzernen, sondern in den Geschäften ,nebenan‘ kaufen’“, meinte Limbacher.

Das Video mit der Rede von Esra Limbacher ist hier zu finden: https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7532875#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03NTMyODc1&mod=mediathek