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Kolumne "Unsere Woche" St. Ingbert Saarland 2021: Grenzenlos gereist

Kolumne „Unsere Woche“ : Grenzenlos gereist

Zweimal Sankt mit etwas Wasser und Meerwasser ergibt einen Reise-Radius von ungeahnter Weite.

Es ist vollbracht. Fast. Übriges Gerüst zeugt noch vom Umbau der Kirche St. Johannes in Rohrbach. Gut 130 Jahre nach der Grundsteinlegung ist die Kirche wieder durch und durch saniert. Von Sanierung zu Sanierung und von St. Johannes zu St. Josef. Die Kita St. Josef zieht ins Pfarrheim. Die Kita feiert in zwei Jahren zwar erst ihren 30., doch ein Wasserschaden zwingt zum frühen vorübergehenden Umzug und wohl zum Umbau.

Feuchtigkeit? Er ist auf den Meeren unterwegs, war fast überall. Aber er kann auch gemütlich. Georg Michael Klein ist neuer Wirt der Petri-Klause in Niederwürzbach. Aus nah und fern strömen die Besucher ins kleine Lokal. Lokal geht immer, manchmal aber auch nicht. Die Zukunft des St. Ingberter Ratskellers ist ungeklärt, ein Pächter fehlt. Lokal ist es trotzdem. Zunächst Briefwahllokal bei der Bundestagswahl, bei der Landtagswahl womöglich wieder Wahllokal. Die Zukunft ist eben ungewiss.

Gewiss aber ist die Zukunft St. Ingberts als Ort des Cispa-Innovationscampus. Der Forschungscampus soll St. Ingbert zu einem Silicon Valley der Cybersicherheit machen. Silicon Valley? Klar, eigentlich USA. Auch dorthin machen sich saarländische Produkte auf die Reise. In diesem Fall war es ein Saarland-Stollen, den die Bäcker-Brüder Ackermann aus ihrer Backstube in Bliesmengen-Bolchen in die Vereinigten Staaten schickten. Deutschlandstollen gibt es auch, den Namen haben sich die Brüder schützen lassen.

Aus Gründen des Schutzes (vor dem Virus) mussten sie allzu oft frieren – die Schüler. Fenster auf, Fenster zu und alles wieder von vorn. In der Theo-Carlen-Schule im Mandelbachtaler Ortsteil Ormesheim ist das Stoßlüften von gestern. Eine professionelle Lüftungsanlage sorgt für frische Luft. Zeit zum Durchatmen.

Warum nicht in der Umgebung, schließlich ist der Reise-Radius durchs Virus eingeschränkt. Wohin? Na zum Beispiel in die Pfalz. Harald Hartuschs Buch „Pfalz to go“ hilft das passende Ziel zu finden. Und warum nicht gleich den Bus nehmen? „Wir wollen Menschen über den Freizeitbereich nahe bringen, mal Bus und Bahn auszuprobieren“, sagte Maurice Eickhoff, Mobilitätsmanager des Saarpfalz-Kreises, zur angekündigten Marketing-Kampagne im Saarpfalz-Kreis. Attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr wird sie bewerben. Wir alle wissen, was ihn attraktiv macht: Vernetzung. Je besser erschlossen, umso realistischer die Nutzung von Bussen.

In den Krankenhäusern im Kreis setzt man ebenfalls auf Vernetzung. Im Digitalen ist Datenaustausch auch übers Saarland hinaus bis in die Großregion Saar-Lor-Lux vorgesehen. Von Vorsehung können Trekkies das hohe Lied singen. Vorgesehen, dass das Virus noch wüten würde, konnte dennoch niemand. Der Blick in die Zukunft muss so noch warten: Die technischen Finessen der aktuellen Star-Trek-Serien werden erst Thema der Ostervorlesung. Die traditionelle Star-Trek-Weihnachtsvorlesung des aus Niederwürzbach stammenden Captain Hubert Zitt war nur im Internet zu sehen.

Das Web ist grenzenlos. Die Welt ist es auch, sagte Saaronaut Matthias Maurer aus dem Weltall in einer Videobotschaft. Botschaft angekommen. Auch wir Menschen sind grenzenlos und soeben grenzenlos gereist.