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Schule in St. Ingbert-Rohrbach: Neue Haltestelle mit offenem Namen

Bauarbeiten vor Gemeinschaftsschule Rohrbach : Neue Haltestelle wartet auf ihren Namen

In den Sommerferien ließ der Saarpfalz-Kreis an der Gemeinschaftsschule in Rohrbach eine neue Bushaltestelle bauen. Komplett fertig sein wird sie aber erst in einigen Wochen. Ob Busse an der „Johannesschule“ halten werden, ist noch eine offene Frage.

Mit Beginn der Sommerferien hatte der Bau einer neuen Bushaltestelle an der Gemeinschaftsschule in Rohrbach begonnen. Inzwischen sieht der Haltepunkt, an dem zwei Busse hintereinander passen, schon ziemlich fix und fertig aus. Der Bussteig ist angelegt, die Straße asphaltiert, die Beschilderung steht. Doch noch trügt der Schein, wie der Saarpfalz-Kreis auf Nachfrage mitteilt. „Die Arbeiten müssen bis Ende der Herbstferien ausgeführt sein“, heißt aus dem Landratsamt. Derzeit fehlten noch die zwei Überdachungen für die Haltestelle, die voraussichtlich Ende September geliefert werden und eine Bepflanzung, unter anderem mit Bäumen.

Was den Rohrbacher an dem neugebauten Haltepunkt sofort auffällt, ist der Name der Haltestelle. „Johannesschule“ ist an der Haltestelle zu lesen. Das hat auf den ersten Blick vor allem die Rohrbacher gefreut, die sich vor einiger Zeit noch über eine handstreichartig vorgenommene Umbenennung der Schule auf den innerörtlichen Schildern beschwert hatten (wir berichteten). So ganz überzeugt ist der Kreis aber von dem Namen „Johannesschule“ noch immer nicht. Jetzt sollte nämlich der Rohrbacher Ortsrat entscheiden, ob der Haltestellen-Name „zur besseren Erkennbarkeit der von außerhalb kommender Schüler doch in Gemeinschaftsschule St. Ingbert/Rohrbach“ geändert werden kann.

 Die Bushaltestelle in Rohrbach trägt derzeit den Namen „Johannesschule“. Ob das so bleibt, entscheidet der Ortsrat.
Die Bushaltestelle in Rohrbach trägt derzeit den Namen „Johannesschule“. Ob das so bleibt, entscheidet der Ortsrat. Foto: Peter Gaschott

Derweil hat der Kreis weitere bauliche Details zu der Haltestelle parat, die eine Tiefbaufirma aus Schmelz errichtet und ein Planungsbüro aus Saarbrücken projektiert hat. Beides im Übrigen unter der planerischen Aufsicht des technischen Immobilienmanagements des Saarpfalz-Kreises. Die Kosten für die neue Haltestelle werden mit rund 180 000 Euro beziffert. Die bleiben allerdings nicht komplett am Kreis als Bauherr hängen. Im Gegenteil. Weil die neue Haltestelle barrierefrei ist, gibt es einen 90-prozentige Zuschuss vom saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr. Aus dem Programm zur „Förderung der nachhaltigen Mobilität im Saarland (NMOB) – Barrierefreiheit“.

An der Gemeinschaftsschule in Rohrbach sei die Verkehrssituation zu Schulbeginn und zum Schulende als schwierig einzustufen, befindet die Kreisverwaltung. „In den vorgenannten Zeiten kommt es im Bereich vor der Schule durch parkende Autos, wartende Eltern, fahrende Fahrzeuge sowie herumspringende Schüler, die die Fahrbahn queren, zu gefährlichen Situationen“, heißt es weiter. Bei einem gemeinsamen Ortstermin mit der Schulleitung, der Stadt St. Ingbert und dem Ortsrat Rohrbach hätten sich die Vertreter des Kreises die Verkehrssituation angesehen. „Allen Beteiligten war klar, dass diese Situation gefährlich für die Schulkinder ist und dringender Handlungsbedarf besteht.“

In Abstimmung mit der Stadt St. Ingbert soll bis Ende des Jahres auch ein Fahrradabstellplatz an der Gemeinschaftsschule in Rohrbach eingerichtet werden. Zwei weitere sollen im Zuge der Neubaumaßnahme entstehen, die an der Schule geplant sind (wir berichteten).

Zur Erinnerung: An der Johannesschule sind ein Ersatzneubau für die Sporthalle, die als Drei-Feld-Halle konzipiert sein wird, sowie ein neues Gebäude für die Gebundene Ganztagsschule. Die Entwürfe zeigen für die beiden Neubauten zwei ineinander übergehende Kuben, die über den Altbau der Schule erschlossen werden. Der Kreis rechnet für beide Gebäude mit einer Bauzeit von etwa zwei bis zweieinhalb Jahren ab Spatenstich, der aber noch nicht terminiert ist.

Auf den ersten Blick erschließt es sich aber derzeit noch nicht, dass irgendetwas an der alten Schulturnhalle und dem ehemaligen Rohrbacher Hallenbad passiert wäre, die beide vor geplanten Neubauten abgerissen werden sollen. Der Kreis verweist allerdings darauf, dass der Rückbau im Prinzip mit Stilllegung der kompletten ehemaligen Versorgungstechnik begonnen habe. Für den eigentlichen Abriss laufe die Ausschreibung, die Anfang Oktober endet. Im November sollen dann die Bagger rollen. Die Kosten des Rückbaus von Halle und Bad belaufen sich nach Angaben des Kreises auf etwa eine halbe Million Euro.