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St. Ingbert: Bienen sterben durch ein Unglück

Deshalb verklebten die Bienen der Kahlenbergfreunde : Bienen in Rohrbach sterben durch ein Unglück

Der vermeintliche Anschlag auf einen Bienenstock, der am Montagabend in Rohrbach entdeckt worden war, hat sich als Unglück entpuppt. Wie die Kahlenbergfreunde am Dienstagmorgen, 21. Juli, unserer Zeitung mitteilten, war der Imker aus Saarbrücken, der den Bienenstock auf dem Vereinsgelände der Kahlenbergfreunde bewirtschaftet, Verursacher des Unglücks.

Damit war auch die Sorge verstoben, dass es im Saarland womöglich einen weiteren Anschlag eines Bienenhassers gegeben habe. Mitte Mai hatten unbekannte Täter in Saarwelligen 45 Bienenvölker umgebracht, indem einen giftigen Schaum vorsätzlich in die Bienenstöcke gesprüht haben. Die Tat hatte landesweit für Aufsehen gesorgt.

Die St. Ingberter Polizei hatte am Dienstagmorgen zunächst von einer Sachbeschädigung berichtet, die sich über das Wochenende in der Blücherstraße in Rohrbach, genauer auf dem Vereinsgelände der Kahlenbergfreunde nahe der Detzelstraße (hinter den angrenzenden Gärten der Anwesen Am Pfeifferwald). ereignet hatte. Als die Tat am Montagabend gegen 19.30 Uhr entdeckt wurde, war ein auf dem Gelände angesiedelter Bienenstock offenbar zerstört. Als Tatwerkzeuge wurden ein Plastikkanister sowie zwei Einmachgläser beschrieben. In dem Kanister hätte sich eine dickflüssige ölige, klebrige Substanz befunden, die von einem Unbekannten auf den Bienenstock gegossen worden war. Die Polizei begann Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.

 Einige Bienen kostete die „Zuckerlösung“ des Imkers das Leben.
Einige Bienen kostete die „Zuckerlösung“ des Imkers das Leben. Foto: Jörg Schuh

Wie sich dann herausstellte, handelte es sich bei der ursprünglich angezeigten „dickflüssigen, öligen, klebrigen“ Substanz, aber tatsächlich um eine Zuckerlösung, die aber dennoch einigen Bienen schlecht bekommen sei. Das Bienenvolk im Stock selbst blieb zum Glück aber noch einigermaßen intakt, wie die Kahlenbergfreunde berichteten.