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A620 Saarbrücken: Verkehrschaos am Daarler Kreisel ab nächster Woche?

Umbau in Saarbrücken : A620 Saarbrücken: Verkehrschaos am Daarler Kreisel ab nächster Woche?

Es könnte ein Verkehrschaos bevorstehen: Der Kreisel über der A620 wird bald gesperrt, die Verkehrsführung neu geregelt. So sehen die Umleitungen im Detail aus.

Droht in Saarbrücken im September ein Verkehrschaos mit langen, nervigen Staus im Berufsverkehr? Eine der Schlüsselstellen des Saarbrücker Straßennetzes – der Kreisel über der Autobahn A 620 bei St. Arnual – wird von Montag, 6. September, bis Anfang November gesperrt und umgebaut.

Mehrere Umleitungen sollen den Verkehr an der Baustelle vorbei und in die Stadt bzw. aus ihr herausführen. Das gab die Autobahn GmbH auf ihrer Internetseite bekannt und stellte dort auch die Umleitungen auf Karten vor.

Ziel des Umbaus ist laut Autobahn GmbH die „verkehrs- und sicherheitstechnische Optimierung des Kreisverkehrs St. Arnual“, der als Unfallschwerpunkt gilt. Viele Autofahrer hatten dort die Übersicht verloren und die Spuren gewechselt, ohne sich an die Vorgaben der weißen Linien auf der Straße zu halten. Die Folge waren zahlreiche Unfälle – die in der Mehrzahl mit Blechschäden abgingen. Jetzt soll der Kreisel so umgestaltet werden, dass sich diese Unfälle nicht mehr wiederholen.

Deshalb will die Autobahn GmbH die alten weißen Linien entfernen, die Fahrbahnen sanieren und darauf ganz neue Markierungen anbringen. Die sollen den Verkehr nach einer neuen Systematik leiten. Erklärt wird die neue Systematik mittels Pfeilen auf großen Schildern über den Einfahrten zum Kreisel.

In diese Schilder werden Ampeln integriert, die regeln, wer wann in den Kreisel einfahren darf. Gesteuert werden die Ampeln von einem Verkehrsrechner. Der wiederum ist mit Kameras verbunden, die ebenfalls auf den Schildern sitzen und von dort den ankommenden Verkehr beobachten. Diese Kameras versorgen den Rechner mit den nötigen Daten über das Verkehrsaufkommen.

Federführend bei diesem Projekt ist die Niederlassung West der Autobahn GmbH in Neunkirchen, ehemals Landesbetrieb für Straßenbau (LfS).

Die Autobahn GmbH kündigt an, dass sie während des Kreisel-Umbaus „erhebliche Verkehrsbeschränkungen“ verhängen muss. Am Donnerstag, 2. September, soll der „Aufbau der Verkehrssicherung“ beginnen. Am Samstag, 4. September, „nach Ladenschluss wird die Sperrung eingerichtet“. Am Montagmorgen, 6. September, sollen die Arbeiten am ersten Bauabschnitt beginnen – und bis Anfang Oktober dauern.

Der erste Bauabschnitt liegt auf der St. Arnualer Seite des Kreisels. So lange dort gearbeitet wird, können Autos weiterhin aus dem Saarbrücker Industriegebiet Ost auf die A 620 in Richtung Saarlouis fahren und von der A 620 aus Richtung Mannheim zum Industriegebiet Ost. Alle anderen Verbindungen durch den Kreisel werden während des ersten Bauabschnittes gesperrt.

Laut Autobahn GmbH sind dann folgende Umleitungen beschildert: Wer auf der Autobahn aus Richtung Saarlouis kommt und nach St. Arnual will, der muss an der Bismarckbrücke abfahren.

Wer aus Richtung Saarlouis ins Industriegebiet Ost will, muss bis zur Autobahnausfahrt Fechingen und von dort auf der Autobahn zurück zum Kreisel St. Arnual, von wo er ja dann Richtung Industriegebiet Ost abbiegen kann.

Wer aus dem Industriegebiet Ost auf die Autobahn nach Mannheim will, muss über die Brebacher Landstraße (B 51) zur Anschlussstelle (AS) Güdingen. Wer aus dem Industriegebiet Ost nach St. Arnual will, muss über die B 51 und die B 406.

Wer aus St. Arnual ins Industriegebiet Ost oder von dort weiter auf die A 620 Richtung Saarlouis will, fährt in umgekehrter Richtung über B 406 und B 51. Wer aus Richtung Mannheim nach St. Arnual oder zum Winterberg-Klinikum will, muss bis zur Bismarckbrücke und dann dort von der Autobahn abfahren.

Anfang Oktober soll der Umbau des Kreisels auf der St. Arnualer Seite fertig sein. Dann werden die Autobahnausfahrt und die Autobahnzufahrt auf dieser Seite des Kreisels wieder für den Verkehr freigegeben.

Und der zweite Bauabschnitt beginnt – auf der Seite der Ostspangen-Brücke. Der soll bis Anfang November dauern. So lange werden die Zufahrt vom Industriefgebiet Ost zur A 620 Richtung Saarlouis und die Autobahnausfahrt von der A 620 aus Richtung Mannheim zum Industriegebiet Ost gesperrt.

Dann sind laut Autobahn GmbH folgende Umleitungen beschildert: Wer von der A 620 aus Richtung Mannheim kommt und ins Industriegebiet Ost will, der muss an der AS Güdingen von der A 620 abfahren und dann die B 51 nehmen. Wer auf der A 620 aus Richtung Saarlouis kommt und ins Industriegebiet Ost will, der muss bis zur AS Fechingen weiterfahren, dort umdrehen, zur AS Güdingen fahren und dann die B 51 nehmen.

Wer auf der A 620 aus Richtung Mannheim nach St. Arnual will, kann die Autobahn erst an der Bismarckbrücke verlassen. Wer aus dem Industriegebiet Ost auf die A 620 oder nach St. Arnual will, muss über die B 51 zur AS Güdingen  bzw. über die B 51 und die B 406 nach St. Arnual. Wer aus St. Arnual ins Industriegebiet Ost will, fährt über B 406 und B 51 in umgekehrter Richtung.

Rettungsdienste und Feuerwehr dürfen auch während der Arbeiten durch die Baustellen fahren – außer während der Asphaltierung.

Die Autobahn GmbH erklärt, sie habe den Ablauf des Projektes mit der Saarbrücker Stadtverwaltung abgestimmt. Und die Stadt versichert: „Wir stehen in engem und konstruktivem Austausch und begrüßen, dass dieser Bereich verkehrs- und sicherheitstechnisch verbessert werden soll.“

 Laut Autobahn GmbH werden die Bauarbeiten „an Wochen- und Samstagen jeweils von 6 bis maximal 22 Uhr“ laufen. „Lärmintensive Sonntags- und Nachtarbeit“ komme „mit Rücksicht auf die Anlieger nicht in Betracht.“

Dennoch müsse „während der Bauzeit mit Behinderungen gerechnet werden“. Die Autobahn GmbH empfiehlt den Autofahrern, „auf die Meldungen im Rundfunk zu achten, Störungen zu berücksichtigen und angemessene Fahrzeit für die Umleitungen einzuplanen“.

Außerdem bittet die Autobahn GmbH um Rücksichtnahme auf den Umleitungsstrecken – und um „Verständnis für die Beeinträchtigungen“.