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Marc Hümbert und Manuel Schuck trainieren TuS Herrensohr in Saarlandliga

Fußball-Saarlandliga : Warum der TuS nun jünger und defensiver ist

Der TuS Herrensohr feilt in der Saisonvorbereitung am Abwehrverhalten. Denn die Defensive war das Problem des Fußball-Saarlandligisten.

„So weit rücken wir nicht nach innen. Orientiert euch am ersten Pfosten und denkt daran: Die Torverhinderung kommt immer vor irgendwelchen Ideen nach vorne“, ruft Manuel Schuck über den Kunstrasenplatz in Herrensohr. Der Fußball-Saarlandligist TuS Herrensohr ist mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison. Und plötzlich weht ein ganz anderer und frischer Wind auf dem Platz. Nach sechs Jahren als Trainer hat Bernd Eichmann den TuS verlassen und eine Pause eingelegt (wir berichteten). Manuel Schuck und Marc Hümbert haben die Mannschaft als Spielertrainer-Gespann übernommen.

„Es ist natürlich eine große Umstellung. Wenn du nur Spieler bist, kannst du dich voll auf dein Spiel konzentrieren. Jetzt müssen wir beide auf alles aufpassen. Aber es klappt bislang sehr gut“, sagt Hümbert. Der 33-Jährige und der drei Jahre jüngere Schuck gestalten das Trainingsprogramm und trainieren voll mit. In dieser Woche stand Abwehrverhalten auf dem Programm. Abwehrverhalten bei extremem Druck 25 Meter vor dem Tor und Abwehrverhalten bei langen Bällen hinter die Viererabwehrkette.

Schuck eröffnete die Übungsformen aus der zentralen Position heraus und versuchte, mit der Offensive die Abwehr zu knacken. „Das ist sowohl Training für die Offensive als auch für die Defensive. Wenn wir Fehler in der Defensive sehen, unterbrechen wir sofort“, erklärt der 30-Jährige. Gezieltes Abwehrtraining beim offensiv starken TuS Herrensohr. Was ist denn da los? „Wir haben in den vergangenen Saisons einfach zu viele Gegentore bekommen – und das wollen wir ändern. Es nervt, wenn du immer vier oder fünf Tore schießen musst, um ein Spiel zu gewinnen“, erklärt Hümbert.

Nicht nur das ist neu beim TuS. Im Schnitt sind im Training 18 Spieler. Und die jahrelang älteste Mannschaft der Saarlandliga wirkt auf einmal jung. Alle fünf Neuzugänge sind unter 30 Jahre alt und drei davon gerade einmal 20 Jahre. „Wir haben bewusst jüngere Spieler geholt, um altersmäßig einen ordentlichen Mix zu haben“, erklärt Schuck.

Mohamad Basel ist so etwas wie der Königstransfer des TuS. Der 27-jährige Linksfuß kommt vom Ligakonkurrenten SF Köllerbach. „Ich war sechs Jahre dort und wollte einfach mal etwas Neues sehen. In Köllerbach habe ich in einer Saison fast jede Position gespielt. Ich hoffe, dass es in der kommenden Saison nur eine oder zwei Positionen werden“, sagt der Syrer, der vor sechs Jahren nach Deutschland kam.

Immer noch hochmotiviert und ein Vorbild für die jungen Spieler beim TuS ist Torjäger Valentin Solovej. Der 33-Jährige ist seit Jahren einer der besten Stürmer der Liga und möchte auch in der kommenden Saison wieder mindestens 20 Tore schießen. „Vergangene Saison waren es nur sechs Tore, aber wir hatten ja auch nur sieben Spiele“, scherzt Solovej. „Ich fühle mich gut und hab’ immer noch großen Spaß am Fußball. Ich möchte noch ein paar Jahre spielen.“

Einen einstelligen Tabellenplatz möchte der TuS Herrensohr in der kommenden Saison belegen. Und wenn möglich nicht gerade den neunten oder den achten. Was den Meisterschaftsfavoriten angeht, gibt es beim Trainerduo keine zwei Meinungen. „Der SV Auersmacher ist der haushohe Favorit. Eventuell kann der SC Halberg Brebach noch mithalten, aber ich glaube, Auersmacher wird keiner stoppen können“, sagt Schuck.

www.tus-herrensohr.de