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TuS Herrensohr startet bei TuS Treis-Karden in die Basketball-Oberliga

Basketball-Oberliga : TuS geht nach anderthalb Jahren wieder auf Korbjagd

Herrensohrer Basketballer starten am Sonntag beim TuS Treis-Karden in die Oberliga-Saison. Im Kader gibt es Veränderungen.

Wenn die Basketballer des TuS Herrensohr an diesem Sonntag, 19. September, um 17.30 Uhr beim TuS Treis-Karden in die Oberliga-Saison 21/22 starten, geht eine schier endlose Zeit des Wartens zu Ende. „Wir waren lange anderthalb Jahre ohne Wettkampf-Basketball – und sind daher entsprechend motiviert und froh, dass es endlich wieder losgeht“, sagt Trainer Michael Freis.

„Die Corona-Zeit war für alle Vereine schwierig“, weiß auch Jan Brinkmann. „Jetzt sind wir richtig heiß, endlich wieder spielen zu können“, freut sich Herrensohrs Kapitän auf die Rückkehr auf die Oberliga-Bühne.

Die Frage, was in der Oberliga diesmal für den TuS möglich ist, ist nach der langen Pause und einigen Veränderungen im Kader nur schwer zu sagen. Vor Corona waren die Herrensohrer in den vergangenen Jahren stets die beste saarländische Mannschaft in der Liga. Nach Rang fünf im Jahr 2017 gelang mit Platz drei 2018 das beste Ergebnis. In der letzten vollständig gespielten Saison belegte der TuS 2019 den vierten Platz. Die Spielzeit 19/20 wurde im März 2020 corona-bedingt abgebrochen, die Saison 20/21 erst gar nicht gestartet.

Das letzte Liga-Spiel absolvierte der TuS Herrensohr daher am 7. März 2020 bei der TSG Heidesheim. Es gab eine 65:73-Niederlage.

Die Unsicherheit vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist nach der langen Pause entsprechend groß. „In anderthalb Jahren ist generell viel passiert. Das sieht man allein an uns. Wir haben viele junge neue Spieler in der Mannschaft und müssen uns als Team erst noch richtig finden“, sagt Brinkmann. Und Trainer Freis betont: „Ich möchte es mir nicht anmaßen, jetzt schon eine konkrete Platzierung als Ziel auszugeben. Dazu ist es nach der langen Pause viel zu früh.“ Ein reizvolles Ziel, da sind sich beide einig, sei es aber, erneut beste saarländische Mannschaft zu werden.

Dabei sollen einige – teils sehr junge – Neuzugänge mithelfen. Die Zwillinge Fred und Georg Illgen zählen zu den größten Talenten im Saarland. Sie kamen bereits vor der zuletzt abgebrochenen Runde vom TV Kleinblittersdorf. Gleiches gilt für Konstantin Hrasky von den Baskets Völklingen, der ebenfalls noch kein Pflichtspiel für den TuS absolviert hat.

Vor der nun beginnenden Saison stießen mit Max Sauer von den Baskets Völklingen, Tim Piayda von der SG Saarlouis-Dillingen, Tim Burkholder von der VT Zweibrücken und Marc Hahnemann, dem ehemaligen Trainer des Damen-Bundesligisten Saarlouis Royals, vier weitere Neuzugänge hinzu, die den Kader des TuS Herrensohr sowohl qualitativ wie quantitativ verstärken.

„Eine Hauptaufgabe wird sein, die Jungen weiter zu integrieren und ein schlagkräftiges Team zu formen“, sagt Freis. Vom alten Stamm kann er neben Kapitän Brinkmann weiter auf Nicolas Braun, Christoph Heyer, Daniel Latz, Niclas Nermerich, Philip Spengler und Benjamin Reinhard zählen. „Eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern“, wie Freis sagt.

Bitter trifft den TuS Herrensohr der Ausfall von Aufbauspieler Maxim Sokolov, der einen Kreuzbandriss erlitt. Wie jeder im Verein hofft Freis mit Blick auf Corona auf eine komplette Spielzeit. Laut Kapitän Brinkmann gilt die Marschroute: „Wir wollen jedes Spiel so angehen, als ob es das letzte wäre.“