1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Dudweiler

TuS Herrensohr und TBS Saarbrücken starten in die Basketball-Oberliga

TuS Herrensohr : Der Tabellenplatz ist nächste Saison nebensächlich

Der Basketball-Oberligist TuS Herrensohr vollzieht nach dem Abgang von Leistungsträgern einen personellen Umbruch.

() Der TuS Herrensohr hat vor der neuen Saison einen Umbruch im Kader gemacht. Der Basketball-Oberligist hat mit Hamsa Alshawa und Papa Eduoard Diouf zwei Leistungsträger verloren. Beide wechseln zum Ligakonkurrenten TBS Saarbrücken, den die Herrensohrer am Samstag, 31. Oktober, um 17.30 Uhr im Sportzentrum Dudweiler zum Stadtderby erwarten und hinter dem sie in der vergangenen Spielzeit punktgleich auf Rang acht gelandet sind. Diouf war vom TBS nach Herrensohr gekommen.

TuS-Trainer Michael Freis erklärt zu den beiden Abgängen: „Hamsa kann aus privaten Gründen nicht mehr regelmäßig trainieren. Er hat nach einer flexibleren Lösung gesucht. Diouf schafft es nicht mehr, jedes Mal am Mannschaftstraining teilzunehmen. Sein Körper macht einfach nicht mehr mit.“

Diouf musste in der vergangenen Saison aufgrund von Rückenproblemen und Knieschmerzen öfter aussetzen. Bei Michael Klein sieht es nicht anders aus. „Er hat nach jedem Training und Spiel Schmerzen. Wir können mit ihm nicht mehr fest planen“, sagt Freis, betont aber: „Er wird dem Verein erhalten bleiben und ab und zu auflaufen.“

Die Lücken sollen mit zwei jungen Spielern geschlossen werden. Niclas Nermerich wechselt vom Landesligisten TV Kleinblittersdorf fest nach Herrensohr. Er spielte aufgrund einer Doppellizenz bei Kleinblittersdorf und in der Jugend des TuS Herrensohr. „Niklas ist fit. Er wird uns sicherlich verstärken“, sagt Freis. Zudem kommt Konstantin Hrasky vom Oberliga-Absteiger SG Baskets 98 Völklingen/BBC Bous.

Die neue Saison wird sich für den TuS Herrensohr nicht nur wegen dem personellen Umbruch anders anfühlen – auch Corona wird sicherlich dazu beitragen. „Der Tabellenplatz ist in der nächsten Saison nebensächlich. Wir wollen nur nicht absteigen. Und wichtig ist, dass alle gesund bleiben“, betont Basketball-Abteilungsleiter Moritz Winkel. „Jeder Verein muss beim Gesundheitsamt ein Hygienekonzept vorlegen. Der Regionalverband gibt dann die Hallen frei“, erklärt Winkel: „Wir haben ein klares Hygienekonzept. Es wird Abstandsregeln, Begrenzungen, und Markierungen für die Zuschauer geben.“

 Papa Edouard Diouf (links auf dem Foto links) war vom TBS Saarbrücken zum TuS Herrensohr gekommen. Er wechselt wieder zurück zum Stadtrivalen – und hat Herrensohrs Hamsa Alshawa (Foto rechts) im Schlepptau.
Papa Edouard Diouf (links auf dem Foto links) war vom TBS Saarbrücken zum TuS Herrensohr gekommen. Er wechselt wieder zurück zum Stadtrivalen – und hat Herrensohrs Hamsa Alshawa (Foto rechts) im Schlepptau. Foto: Thomas Wieck

Die Anzahl der Zuschauer im Sportzentrum Dudweiler soll auf 50 minimiert werden. Normalerweise ist die Halle bei TuS-Spielen immer rappelvoll – ein großer Einnahmeverlust also. Der Verein sei aber finanziell abgesichert und gut aufgestellt. Die Einhaltung dieses Hygienekonzepts sei jetzt aber sehr wichtig. Winkel ist sich der Verantwortung bewusst und betont: „Wir wollen kein neuer Corona-Hotspot im Saarland werden.“

Trotz Corona läuft die Vorbereitung auf die neue Saison seit Juni auf Hochtouren. „Zunächst haben wir mit Abstand in Kleingruppen trainiert und Grundlagen eingeübt. Nach einigen Wochen durften wir nach den Corona-Lockerungen durch die Landesregierung wieder mit dem Ball trainieren“, berichtet Trainer Freis. Die Mannschaft arbeite intensiv und freue sich auf die kommende Spielzeit: „Das wird wegen Corona und dem Umbruch ein schwieriges Jahr. Wir sind aber alle sehr motiviert und werden bis zum Umfallen kämpfen.“

www.basketball-herrensohr.de