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H&M schließt in Bahnhofstraße Saarbrücken: Gespräche über Nachmieter laufen

In Bahnhofstraße : H&M-Filiale schließt in Saarbrücken – Gespräche über Nachmieter laufen bereits

Schon Ende Mai ist Schluss. Dann schließt H&M sein Geschäft in der Bahnhofstraße. Doch der Objekteigentümer kümmert sich schon jetzt um die „schnellstmögliche Nachbelegung“ auf der Einkaufstraße.

Das Modeunternehmen H&M hat angekündigt, seine Filiale in der Saarbrücker Bahnhoftstraße zum 31. Mai kommenden Jahres zu schließen (wir haben berichtet). Die Nachricht treffe die Kaufmannschaft nicht überraschend, sagt Michael Genth, der Vorsitzende des Saarbrücker Vereins für Handel und Gewerbe. Dass das Unternehmen, das seine Filiale in der Europa-Galerie offenbar weiter betreiben will, den Standort Bahnhofstraße aufgebe, sei bedauerlich, aber nicht dramatisch.

„Eine Veränderung kann ja auch etwas Gutes sein“, sagt Genth. Man müsse jetzt schauen, was der Vermieter mit dem Gebäude vorhat. „Ich glaube an die Bahnhofstraße“, versichert Genth, der selbst ein Lederwarengeschäft in der Fußgängerzone betreibt.

„Wir bedauern die Entscheidung zur Schließung der H&M-Filiale in der Bahnhofstraße. Im Sinne der betroffenen Mitarbeiter hoffen wir auf bestmögliche Lösungen zur Übernahme innerhalb des Unternehmens“, teilt der städtische Wirtschaftsdezernent Tobias Raab (FDP) auf Anfrage mit.

„Das Thema betrifft Städte auf der ganzen Welt. Das global agierende Unternehmen H&M prüft kontinuierlich sein Standort-Portfolio und hatte im Zuge dessen eine Schließung von weltweit 350 Filialen angekündigt. Für die Kunden der Landeshauptstadt gibt es weiterhin Filialen von H&M innerhalb der Europa-Galerie und im Saarbasar“, sagt Raab.

Die Landeshauptstadt befinde sich „in kontinuierlichem und vertrauensvollem Austausch mit dem Objekteigentümer“. Dieser führe „aktive Verhandlungen zu einer schnellstmöglichen Nachbelegung“. Die Bahnhofstraße stehe auf Platz acht der am stärksten besuchten Einkaufsstraßen Deutschlands. „Die Attraktivität der Saarbrücker City zeigt sich auch daran, dass mehr als 30 neue und innovative Läden und Gastronomiebetriebe trotz Pandemie neu eröffnet haben. Aufgrund der Attraktivität mit einer zentralen Lage, exzellenten Sichtbarkeit und einer hohen Passantenfrequenz im direkten Umfeld sind wir von einer zügigen Lösung für die Nachvermietung überzeugt“, sagt Tobias Raab.