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Metzer Straße in Saarbrücken: Ampel lässt Autofahrer rot sehen

Baustelle in der Landeshauptstadt : Diese Ampel lässt Autofahrer in Saarbrücken rot sehen

Eine Baustellen-Ampel an der Metzer Straße in Alt-Saarbrücken hat viele Autofahrer erzürnt. Denn es waren an der stark befahrenen Bundesstraße nach Frankreich keine Bauarbeiter zu sehen. Warum dann eine Ampel?

Eine Baustelle ohne Arbeiter und ohne jede sichtbare Beeinträchtigung der Fahrbahn gehört zu den klassischen Ärgernissen für die Teilnehmer am Straßenverkehr. Von Autobahnen kennen das Auto- und Lkw-Fahrer hinlänglich. Am vergangenen Montag gab es etwas ähnliches in der Metzer Straße zwischen der Bellevue und dem Südring, in Höhe des Eingangs zum Deutsch-Französischen-Garten, in Saarbrücken zu erleben. Dort wurde eine Baustelle eingerichtet, eine Ampel eingeschaltet und die Fahrbahn halbseitig gesperrt.

Nur von Bauarbeitern war gar nichts zu sehen. Autos stauten sich in beide Richtungen, ungezählte passierten die Ampel auch noch bei Rot. Offensichtlich fehlte diesen Autofahrern die Einsicht, wegen einer Ampel, die in ihren Augen willkürlich aufgestellt worden war, stehenzubleiben. Wir haben bei der Stadt Saarbrücken angefragt, was es mit dieser Baustelle auf sich hat, die am Montag von der Firma Vass eingerichtet wurde.

Thomas Blug, Pressesprecher von Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU), antwortete: „Es handelt sich um eine Baustelle unserer Stadtwerke. Das von den Stadtwerken beauftragte Unternehmen führt notwendige Arbeiten an den Fernwärmeleitungen durch. Montagnachmittag wurde die Baustelle eingerichtet und die Fahrbahn gesperrt. Im Anschluss fanden Vermessungsarbeiten statt, die aber relativ zügig abgeschlossen werden konnten. Mit den Bauarbeiten wurde Dienstag begonnen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 25. September.“ Verkehrsteilnehmer standen aber am Montag auch schon zur Mittagszeit an der dortigen Ampelanlage.

Die Situation scheint aber auch der Stadt zu missfallen. Blug antwortete: „Auch bei Einrichtung der Baustellen ist darauf zu achten, dass nach Möglichkeit der Verkehrsfluss gewährleistet bleibt. Unnötige Einschränkungen sind zu vermeiden. Wir werden generell die ausführenden Unternehmen für das Thema nochmals sensibilisieren.“