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Fußball-Saarlandliga: Saisonvorschau Spvgg. Quierschied

Fußball-Saarlandliga : Vor ihm zittern alle Torhüter der Saarlandliga

Mirco Zavaglia von der Spvgg Quierschied zählt zu den talentiertesten Torjägern der Saarlandliga – und in der neuen Saison könnte er noch mehr Vorlagen bekommen.

Es könnte „die“ Saarlandliga-Saison für Mirco Zavaglia werden. Der Stürmer der Spvgg Quierschied ist topfit, hat richtig Bock auf den Start an diesem Sonntag – und das Wichtigste: Er ist endlich verletzungsfrei. „Ich habe mir vor acht Wochen die Hand gebrochen, aber davon merke ich fast nichts mehr. Es kann losgehen“, sagt Zavaglia. Quierschied zählt zu den besten Mannschaften der Liga, hat sich noch einmal verstärkt – und Zavaglia hat nun noch bessere Spieler um sich herum, die ihn mit Vorlagen füttern. Gut möglich, dass der 26-Jährige seine bislang beste Saisonbilanz (18 Tore in 27 Spielen) toppen kann.

Letztes Jahr hatte er vor dem Abbruch in fünf Spielen fünf Tore erzielt und war schon auf bestem Weg, den eigenen Rekord zu knacken. „Ganz ehrlich – es ist mir egal. Ich habe mir noch nie vorgenommen, dass ich irgendeine Zahl an Toren schießen muss. Wenn ich nur zehn schieße und 14 vorbereite, ist das auch gut“, sagt der gebürtige Elversberger.

Zavaglia ist in der Jugend von der SVE zur DJK und später zu Hellas Bildstock gewechselt. Seit vier Jahren spielt er in Quierschied in der höchsten Liga des Landes. Dass der talentierte Torjäger nicht noch höherklassig kickt, hat zwei Gründe: Nach einer Knöchelverletzung hat er einen Knorpelschaden; eine höhere Trainingsbelastung könnte Komplikationen bereiten. Aktuell trainiert Mirco Zavaglia dreimal pro Woche auf dem Platz und ist noch dreimal im Fitnessstudio. Und da ist zum Zweiten noch sein Beruf: Industriemechaniker im Schichtdienst. „Höher als Saarlandliga wäre viel zeitintensiver – und ich weiß nicht, ob mir das noch Spaß machen würde. Ich habe mir in Bildstock ein Haus gekauft, und das nimmt auch Zeit in Anspruch“, sagt er.

Zudem fühlt er sich in Quierschied wohl. „Wir gehen zusammen weg. Wir treffen uns eine Stunde vor dem Training und spielen Darts. Wir sind einfach eine coole Truppe“, erzählt der Stürmer. Sollte es mit Quierschied irgendwann in die Oberliga gehen, wäre er natürlich dabei. „In dieser Saison wird das aber wohl nichts. Ich denke, Auersmacher ist zu stark und wird das Rennen machen. Aber wir sind auch richtig gut. Ich bin gespannt, wie der Start verläuft“, so Zava, wie ihn seine Freunde nennen.

Anders als in den beiden vorangegangenen Runden hat Quierschied vor diesem Saisonstart keine Verletzungsprobleme. Alle Mann sind im Kader, wenn an diesem Sonntag, 15.30 Uhr, beim FV Schwalbach das erste Spiel angepfiffen wird. „Das wird direkt ein echter Härtetest für uns. Wir sind den Naturrasen nicht so gewohnt, da wir fast nur auf Kunstrasen trainieren und spielen. Es wird ein Kampfspiel, die Mannschaft mit dem größeren Willen wird am Ende gewinnen“, weiß Zavaglia.

Am Mittwoch empfängt Quierschied den TuS Herrensohr zum Derby. 500 negativ getestete, geimpfte oder genesene Zuschauer dürfen ins Stadion. „Das ist ein Derby, und wir wissen alle, dass das 50:50-Spiele sind. Ich freue mich aber schon, endlich wieder vor vielen Zuschauern zu spielen. Das Gefühl kennen wir ja schon neun Monate nicht mehr.“