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Stephan Otte hört beim FV Bischmisheim in der Fußball-Saarlandliga auf

Fußball-Saarlandliga : Er prägte die beste sportliche Periode in der Vereinsgeschichte

Fußball-Saarlandligist FV Bischmisheim sucht einen Nachfolger für Trainer Stephan Otte, der sagt: „Es ist an der Zeit, dass es jetzt frischen Wind für beide Seiten gibt.“

Stephan Otte hört am Ende der Saison als Trainer beim Fußball-Saarlandligisten FV Bischmisheim auf. „Wir danken Stephan für die hervorragende Arbeit, die geprägt ist von der besten sportlichen Periode in der nun 112-jährigen Vereinsgeschichte. Unter seiner Führung entwickelte sich die Mannschaft sportlich immer weiter und professionalisierten sich die Strukturen. Seine Arbeit konzentrierte sich nicht nur auf die Mannschaft, sondern auch auf den Verein und seine Strukturen“, sagt der Vereinsvorsitzende Gisbert Schmeer.

Gab es einen Zwischenfall, der nun trotz allem das Ende besiegelte? Geht man im Guten oder im Bösen auseinander? „Es hat keiner etwas von einem Auseinandergehen gesagt. Es kann sein, dass Stephan Otte uns in einer anderen Form erhalten bleibt“, erklärt Schmeer.

Das sieht auch der Trainer so. „Der Verein ist mir ans Herz gewachsen. Ich bin nicht jemand, der von Saison zu Saison von einem Verein zum nächsten springt“, sagt Otte. Der 34-jährige Saarbrücker hatte in seiner aktiven Karriere für den 1. FC Saarbrücken, den FC Homburg und den SV Saar 05 Saarbrücken gespielt. 2015 musste er seiner Karriere wegen eines Bandscheibenvorfalls beenden. „Damals war mir schon klar, dass ich dem Fußball erhalten bleiben möchte. Wie es genau weitergehen sollte, wusste ich aber noch nicht“, erklärt Otto. Die Entscheidung nahm ihm der FV Bischmisheim im Jahr 2017 ab. Der Verein spielte damals in der Landesliga Süd. „Ich wurde während der Saison angerufen und habe zugesagt. Ich hatte ein gutes Gefühl – und das sollte sich bewahrheiten“, erzählt Otte.

 Gleich in der ersten Saison schaffte Otte mit den Bischmisheimern über die Relegation den Aufstieg in die Verbandsliga. Dort folgte in der Saison darauf der Durchmarsch in die Saarlandliga. „Es war eine Win-win-Situation. Wir hatten den größten Erfolg der Vereinsgeschichte und Stephan einen perfekten Start in seine Trainerkarriere“, sagt Schmeer.

Doch wieso kommt nun das Ende? „Viereinhalb Jahre sind eine lange Zeit. Es ist an der Zeit, dass es jetzt frischen Wind für beide Seiten gibt. Zudem wurde ich im September zum ersten Mal Papa. Ich habe daher in der vergangenen Woche die Mannschaft informiert, dass ich aufhören werden“, erklärt Otte. Wer sein Nachfolger wird, ist noch offen. „Wir haben schon ein Gespräch geführt, aber entschieden ist noch lange nichts. Wir werden noch weitere Gespräche führen und haben jetzt genug Zeit, die richtige Lösung zu finden“, sagt Schmeer.

Ob Otte nächste Saison wieder als Trainer an der Seitenlinie stehen wird, ist offen. „Darüber mache ich mir derzeit überhaupt keine Gedanken. Ich hätte auch nichts gegen eine Pause. Klar ist aber, dass ich nur dort Trainer werde, wo es auch rundherum passt“, erklärt Otte.

Damit auch das Ende seiner Zeit  in Bischmisheim passt, möchte der Trainer mit der Mannschaft den Klassenverbleib schaffen. Doch das wird noch ein hartes Stück Arbeit. Aktuell liegt der FV Bischmisheim auf dem 15. und drittletzten Tabellenplatz – nur zwei Punkte vor dem Tabellenletzten FV Siersburg.