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Saarbrücken-Brebach: Edeka investiert Millionen in Supermarkt – verändertes Angebot

Familienbetrieb Hammes : Saarbrücken-Brebach: Edeka investiert Millionen in Neubau und ändert Angebot

Kaufleute investieren mit der Edeka-Gruppe in einen deutlich größeren Nachfolgebau für den Markt im Brebacher Zentrum.

Der Edeka-Markt der Familie Hammes in der Brebacher Ortsmitte wird einem Neubau Platz machen. Dazu investiert die Edeka-Gruppe mit der Kaufmannsfamilie einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in den kommenden zwei Jahren. Das Ortsbild wird sich etwas verändern, denn der neue Markt wird im hinteren Teil des aktuellen Edeka Parkplatzes stehen. „Wir feiern im kommenden Jahr das 20-jährige Bestehen“, sagt Mitinhaber Florian May. Seine Frau Jessica stammt aus der Kaufmannsfamilie Hammes und arbeitet im Unternehmen, genau wie die Schwiegermutter und die Schwägerin – ein Familienbetrieb eben mit einer 42-köpfigen Belegschaft. May, ein gelernter Banker, führt mit seiner Frau den Markt. „Im ersten Quartal 2022 werden wir den Grundstein legen. In eineinhalb Jahren Bauzeit wird der neue Markt entstehen. 2023 wird der jetzige Markt abgerissen. Da werden wir eine Schließzeit haben, die wir so kurz wie möglich halten wollen. Die neue Parkplatzfläche, wo jetzt noch der Markt steht, muss asphaltiert werden. Und der Umzug geht auch nicht über Nacht“, sagt May. Mit dem Neubau gewinne der Markt 500 Quadratmeter Verkaufsfläche und erweitere sein Angebot.

„Herzstück wird die Marktbäckerei, die wir dann selbst betreiben. Außerdem verhandeln wir mit einem Anbieter für Sushi, und es wird im gesamten Sortiment eine breitere Auswahl geben. Dabei haben wir schon jetzt eine Partnerschaft mit dem Wintringer Hof in Kleinblittersdorf, dessen Hofladen in der Gärtnerei Storb durch deren Schließung weggefallen ist“, erklärt May.

Auch mit dem Erlenbacher Hof in Ensheim habe man eine enge Beziehung. Von dort kämen jetzt erstmals Kürbisse aus Ensheim. Mit weiteren Lieferanten aus der Biosphäre oder der lokalen Metzgerei Petermann gebe es ebenfalls Kooperationen. Auch personell werde das Unternehmen aufstocken. „Wir werden neue Mitarbeiter einstellen und sicher die Zahl 50 überschreiten.“ Der Neubau sei notwendig geworden, weil man bereits angebaut habe, der Markt aber jetzt schon aus allen Nähten platze. Die Kassenzeile sei zu eng, das Lager zu klein. Hier werde man sich deutlich verbessern.

Der neue Edeka-Markt soll auch beim Energieverbrauch in einer anderen Klasse spielen, wie die Betreiberfamilie ankündigt. Sie setze auf Wärmerückgewinnung, wünsche sich eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach und werde Ladesäulen für Elektroautos anbieten.