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Heiko Maas vor Bundestagswahl: "Das Saarland muss Stahl- und Auto-Land bleiben"

Fragebogen zur Bundestagswahl:Heiko Maas (SPD) : „Das Saarland ist ein Stahl- und Automobil-Land – und muss es bleiben“

Vor der Bundestagswahl hat die SZ die Spitzenkandidaten der aussichtsreichen Parteien gebeten, in einem Fragebogen Auskunft über Persönliches und Politisches zu geben. Heute: der SPD-Spitzenkandidat Heiko Maas.

Alter:

54 Jahre

Wohnort:

Berlin/Saarlouis

Beruf:

Jurist

 Heiko Maas 1998 als saarländischer Umweltminister
Heiko Maas 1998 als saarländischer Umweltminister Foto: BECKER&BREDEL/Becker && Bredel

Das habe ich vor meiner politischen Karriere gemacht:

Ein Jahr bei Ford gearbeitet.

Mein Lieblingsort im Saarland:

Mühlenbachtal in Elm, Saarlouiser Altstadt

Mein Vorbild:

Otto Wels

Das Buch, das ich zuletzt gelesen habe:

Was Männer nie gefragt werden – Fränzi Kühne

Meine Charaktereigenschaften:

tolerant, diszipliniert.

Diese Charakterzüge verachte ich:

Narzissmus, Unaufrichtigkeit.

Mein größter politischer Erfolg:

Zu einem Waffenstillstand in Libyen beigetragen zu haben.

Mein größter politischer Fehler:

Früher mal auf Hubert Ulrich gehört zu haben.

Das mag ich am Wahlkampf:

Mit Menschen zu diskutieren, die nicht meiner Meinung sind.

Das stört mich an der eigenen Partei:

In manchen Zeiten führt mangelnder Optimismus dazu, dass wir uns zu sehr mit uns selbst beschäftigen. Das ist aber zum Glück vorbei.

Das will ich in Berlin fürs Saarland erreichen:

Das Saarland ist ein Stahl- und Automobil-Land – und muss es bleiben. Den Unternehmen die Transformation hin zu einer möglichst klimaneutralen Industrie auch finanziell möglich zu machen, ist das wichtigste Industrieprojekt der kommenden Bundesregierung- und die größte Herausforderung für uns im Saarland. Die Industrie an der Saar hat in vielen Bereichen das Potenzial, Vorreiter für eine grüne Industrie zu werden. Ich werde mein Bestes tun, damit es uns gemeinsam gelingt, zukunftssichere Arbeitsplätze im Saarland zu halten und auszubauen.

Der größte Erfolg der aktuellen Bundesregierung:

Wir haben in der Corona-Krise eine Massenarbeitslosigkeit verhindert, höhere Löhne für Pflegekräfte durchgesetzt und die Grundrente eingeführt.

Der größte Fehler der Bundesregierung:

Bei der Bekämpfung der Kinderarmut haben wir leider kaum Fortschritte gemacht. Das SPD- Konzept zur Kindergrundsicherung hat die CDU vehement verhindert. Mit einer SPD-geführten Bundesregierung unter Olaf Scholz gäbe es dagegen künftig auch für die Kinder mehr soziale Politik.

Ein politischer Gegner, den ich mag:

Thomas de Maizière.

So verbringe ich den Wahltag am 26. September:

Ich werde vielleicht über den Tag etwas mit dem Rad unterwegs sein – und auf Wahlausgang um 18 Uhr warten.

Bitte tippen Sie das Ergebnis der Bundestagswahl:

Soziale Politik gewinnt.

Hinweis: Die Fragen wurden vor Beginn der Afghanistan-Diskussion beantwortet.

Die Fragen stellte Daniel Kirch.