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Schwimmschiff-Rückkehr? Saarbrücken hat "hochwertige" Pläne am Saarufer

Wie geht es am Willi-Graf-Ufer weiter? : Schwimmschiff-Rückkehr? Saarbrücken hat "hochwertige" Pläne am Saarufer

Wie geht es weiter am Willi-Graf-Ufer in Saarbrücken? Der Eigner des Schwimmschiffs Vaterland kämpft um eine Rückkehr an den alten Platz. Was die Stadt dazu sagt.

Am Willi-Graf-Ufer ist ein Liegeplatz frei geworden. Als der Ponton „Vaterland“ besser bekannt als das „Schwimmschiff“ unter dem Namen „Emfina“ dort zuletzt eine Shisha-Bar beherbergte, gab es eine Außenbestuhlung. Die Wasserpfeifen-Bar wurde gut frequentiert, bis der Ponton kenterte. Inzwischen ist er abtransportiert auf das Gelände des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Burbach. Nur noch ein Schiff liegt dauerhaft unterhalb der Berliner Promenade, das der Saarbrücker Personenschifffahrt. Im diesem Sommer hat das Schiff jedoch nicht abgelegt.

Bei der Stadt Saarbrücken beobachtet man die Szenerie ganz genau, denn man weiß, dass es ein Interesse gibt, am und auf dem Wasser Gastronomie zu betreiben. Der frühere Liegeplatz der „Vaterland“ ist nach WSA-Auskunft noch nicht vergeben, an Bewerbern soll es nicht mangeln. Der Platz gilt durch seine Nähe zur Freitreppe als „Filetstück“ am Saarufer. Das sieht auch Ponton-Eigner Lothar Steinacker so, der mit dem „Schwimmschiff“ in die 1A-Lage von Saarbrücken zurück möchte.

Kann das Schwimmschiff zurück nach Saarbrücken?

Das WSA, dass das Wrack gehoben und nach Burbach gebracht hatte, setzte ihm eine Frist zur Abholung bis 30. August. Experten der Versicherung würden die „Vaterland“ am Freitag in Burbach untersuchen, sagt Steinacker. Der freie Liegeplatz am Wlli-Graf-Ufer sei für ihn die Grundlage weiterer Entscheidungen.

Michaela Kakuk von der Pressestelle der Stadt Saarbrücken beobachtet die Entwicklung des Willi-Graf-Ufers genau: „Die Berliner Promenade mit dem Saarufer prägt das Bild der Innenstadt. Im Zuge der Sanierung wurde sie deutlich aufgewertet.“ Der Bereich sei attraktiver geworden, biete mehr Aufenthaltsqualität und öffne die Innenstadt zur Saar hin, betont Kakuk. Der Bereich profitiere gleichermaßen vom innerstädtischen Einzelhandel und vom gastronomischen Angebot. „Dass die Saar verstärkt als Freizeitraum genutzt wird, ist und bleibt ebenfalls ein wichtiger Aspekt in der Gesamtentwicklung“, erklärt die Sprecherin von Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU). Daher unterstütze die Landeshauptstadt grundsätzlich „sämtliche Ansätze zu freizeit- und gastronomiebezogenen Nutzungen, die Saarbrücken als Stadt am Fluss noch attraktiver machen“.

„Hochwertiges Gastronomiekonzept“ statt Shisha-Schwimmschiff an der Saar?

Der Fokus der Landeshauptstadt liege für die Berliner Promenade auf einem Nutzungsmix aus Handel, Gastronomie und Freizeitangeboten am Willi-Graf-Ufer sowie Büros, Dienstleistung und Wohnen in den Obergeschossen. Die Stadt wisse, dass sich neue Nutzungen anbahnen könnten. Daher setze man auf Gespräche: „Über die Kommunikation mit den ansässigen und möglichen künftigen Anbietern sowie über bestehende Steuerungsinstrumente der öffentlichen Hand wollen wir diesen Nutzungsmix erhalten und kontinuierlich weiterentwickeln. Dazu könnte perspektivisch auch die Fortführung der Personenschifffahrt einschließlich hochwertigem Gastronomiekonzept gehören.“

Man stimme sich eng mit dem WSA ab, das über die Liegeplätze entscheide. Ins Detail geht die Specherin von Conradt allerdings nicht.