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Verbraucherzentrale des Saarlandes berät bei energetischer Sanierung

Heizungscheck, Wärmepumpe, Dämmung : Für nur 30 Euro bekommen Hausbesitzer im Saarland Hilfe bei Sanierungen

Brauche ich schon eine neue Heizungsanlage oder tut es die alte noch? Lohnt sich der Einsatz einer Wärmepumpe? Wenn Hausbesitzer über Sanierungen nachdenken, fehlt ihnen oft das Fachwissen. Wo Sie im Saarland Hilfe finden – für maximal 30 Euro.

 Irgendwann ein eigenes Häuschen besitzen – davon träumen viele. Im Saarland ist genau das für die Mehrheit sogar schon gelebte Realität: In keinem anderen Bundesland ist die „Eigenheim-Quote“ so hoch. Wer dieses Ziel bereits erreicht hat, weiß allerdings, dass es damit nicht getan ist. Um den Wert des Hauses zu erhalten und gleichzeitig kein Vermögen an Heiz- und Energiekosten zu bezahlen, sind gerade bei älteren Häusern teils aufwendige Sanierungen fällig.

Ein Schritt, den viele so weit hinauszögern wie möglich. Zu umfangreich die technischen Möglichkeiten, zu undurchdringlich das Dickicht an gesetzlichen Verordnungen und Vorgaben. Die mögliche Kostenersparnis durch vergleichsweise einfache Maßnahmen wie eine verbesserte Wärmedämmung ist dagegen vielen nicht klar – und die Höhe der Förderungen auch nicht.

Um genau solche Fragen kümmert sich Helmut Pertz. Bereits seit 30 Jahren ist er Energieberater bei der Verbraucherzentrale des Saarlandes, die ihren Sitz in Saarbrücken hat. Als solcher besucht er Hausbesitzer direkt vor Ort: „Wir sehen uns dort an, was möglich ist“, erzählt er.

Die Maßnahmen, die er empfiehlt, sind so individuell auf die betreffende Immobilie zugeschnitten.

„Wir führen Heizungschecks durch, überprüfen, ob sich der Einsatz einer Wärmepumpe lohnt oder einer thermischen Anlage zur Warmwasserbereitung“, zählt der Berater auf. Auch Möglichkeiten zur besseren Dämmung, welche die Energieeffizienz der bestehenden Heizungsanlage erhöhen, werden genau erklärt. Allein das kann die Heizkosten bereits um einiges senken – sollte aber unbedingt vor dem Tausch gegen eine neue Heizungsanlage gemacht werden, erklärt der Experte. „Sonst hat man am Ende eine Heizung, die viel mehr Leistung bringt, als man eigentlich bräuchte.“

Bei den Kosten für einen solchen Besuch handelt es sich um nicht viel mehr als eine Aufwandsentschädigung: Zwischen fünf und 30 Euro werden dafür fällig. Dabei sei die Verbraucherzentrale selbst unabhängig, betont Pertz: „Wir wollen hier niemanden etwas aufschwatzen.“

Auch wer sich bereits für eine Sanierung entschieden hat, könnte durch eine Beratung profitieren. Was die verschiedenen Förderungen angeht, welche beispielsweise durch das Bundeswirtschaftsministerium zur Verfügung gestellt werden, haben Pertz und seine Kollegen einen genauen Überblick. Allein der Austausch einer alten Ölheizung gegen eine moderne Wärmepumpe können Hausbesitzer mit 45 Prozent durch den Bund fördern lassen.

Immer mehr nehmen von dieser Möglichkeit Gebrauch. „Der Bedarf an einer Energieberatung ist definitiv gestiegen“, sagt Pertz. Der Wunsch, auf diese Weise zu mehr Klimaschutz beizutragen, spiele dabei für immer mehr Kunden eine Rolle.

Als einzige Großstadt nimmt die Landeshauptstadt allerdings noch eine Sonderstellung ein: Hier wohnen mehr Menschen zur Miete als im Landesschnitt. Das begrenzt deren Möglichkeiten leider. Pertz rät in diesem Fall dennoch: „Einfach mit dem Vermieter reden.“ Denn fragen kostet schließlich nichts – könnte aber am Ende sowohl die Besitzer, als auch die von ihm abhängigen Mieter viel Geld sparen.

www.verbraucherzentrale-saarland.de