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Vereine aus Fußball-Verbandsliga Süd/West tippen auf FC Rastpfuhl

Umfrage in Fußball-Verbandsliga Süd/West : Ist die Meisterschaft schon vergeben?

In der Fußball-Verbandsliga Süd/West sind sich alle einig: Der FC Rastpfuhl ist der Top-Kandidat auf den Titelgewinn.

Wenn es danach geht, wer am Ende der kommenden Saison in der Fußball-Verbandsliga Süd/West die Nase vorn haben wird, dann nennen die befragten Vereine einstimmig den FC Rastpfuhl. Die Mannschaft vom Knappenroth gilt als der Top-Favorit. Aber eines ist bei jedem der befragten Clubs zu spüren: Nämlich die Freude, dass es nach der Corona-Zwangspause wohl bald wieder so richtig mit dem Fußball losgeht.

Bei der SG Perl-Besch hatte Trainer Klaus-Peter Schröder den Trainingsauftakt auf diesen Mittwoch, 16. Juni, gelegt. „Wir machen erstmal sechs Laufeinheiten, um die Knochen zu entrosten, bevor es dann an den Ball geht“, sagte er vor dem Aufgalopp – und lachte. Der Kader bleibt großteils unverändert, einzig der Abgang von Kevin Schmitt, der Trainer beim SCV Orscholz wird, tue weh. „Er hatte bei uns zugesagt, von daher ist der Zeitpunkt seines Wechsels nicht gut gewählt. Ersatz zu kriegen, ist schwer“, meint Schröder. Der SG-Trainer peilt eine einstellige Platzierung an. „Mit Tendenz nach oben“, sagt Schröder, der im FC Rastpfuhl den großen Meisterschafts-Favoriten sieht.

Einer der Überflieger der vergangene und wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison war der Aufsteiger SV Walpershofen, der am Dienstag, 15. Juni, ins Training einstiegen ist. Trainer Peter Oswald, einer der besten Spieler der Liga, kann auf seinen bewährten Kader bauen. „Niemand hat uns verlassen, und mit Moritz Speicher vom VfB Dillingen haben wir einen Torwart dazubekommen“, sagt der ehemalige Oberliga-Spieler der SF Köllerbach. Er sieht seine Mannschaft noch immer als Neuling, „denn gegen mehr als die Hälfte der Teams haben wir noch nicht gespielt“. Oswald strebt einen einstelligen Tabellenplatz an. Klarer Favorit auf den Titel ist auch für ihn der FC Rastpfuhl.

 Trainer Peter Oswald war mit dem Aufsteiger SV Walpershofen in der abgebrochenen vergangenen Saison einer der Überflieger.
Trainer Peter Oswald war mit dem Aufsteiger SV Walpershofen in der abgebrochenen vergangenen Saison einer der Überflieger. Foto: Andreas Schlichter

Ab diesem Freitag, 18. Juni, bittet Trainer Nico Portz seine Spieler beim FC Reimsbach wieder zum Training. Er sagt: „Wir haben uns bislang zum lockeren Training getroffen, ab dem 18. starten wir voll durch.“ Der Trainer kann sich auf einen gefüllten Kader freuen, denn alle Spieler seien verletzungsfrei. „Wir möchten das Wir-Gefühl vermitteln und im Training Spaß haben, denn der Weg zur kompletten Fitness wird nicht leicht. Dazu war die Pause zu lang“, erklärt Portz. Sein Kader sei stark genug, jeden in der Liga zu schlagen. „Aber um den FC Rastpfuhl zu schlagen, dafür braucht es einen absoluten Sahnetag“, relativiert der Reimsbacher Trainer, der mit seiner Mannschaft oben mitspielen will.

Eines der Kellerkinder der abgebrochenen Saison 2020/2021 war die SG Großrosseln-St. Nikolaus. Der Verein präsentiert mit Markus Weber einen neuen Trainer, der die Mannschaft nach vorn bringen soll. Trainings-Auftakt auf der Nachtweide war am Sonntag, 13. Juni. Alessandro Tasca spielt für die Warndt-Spielgemeinschaft und sieht die SG, bedingt durch die Neuzugänge Robin Reutler vom SV Karlsbrunn, Steffen Mahnert vom SV Wehrden, Antonio di Maria vom SV Emmersweiler und Michael Burger vom SC Altenkessel, besser aufgestellt. „Dazu bekommen wir mit Michael Eiloff und Sebastian Rupp zwei Rückkehrer, die den Kader aufwerten. Es wird schwer, doch am Ende stehen wir über dem Strich. Das schaffen wir“, sagt der 22 Jahre alte Offensiv-Spieler. Auch für ihn ist der FC Rastpfuhl klarer Meisterschafts-Favorit.

Wenige Kilometer von Großrosseln entfernt liegt der Püttlinger Stadtteil Ritterstraße. Dort arbeitet Nico Granata als Trainer beim SV. Nachdem es im vergangenen Jahr nicht so rund lief, wurde der Kader aufgepeppt. Mit Dennis Burgardt (FV Schwalbach), Tim Korn (FSG Bous), Alessandro Lauwitz (FV Püttlingen), Giuseppe Scarpello (SV Karlsbrunn), Gianluca Simonetta (1. FC Saarbrücken II), Fabrizio Simonetta (FC Kutzhof) und seinem Sohn Massimo Granata kann er sieben neue Spieler begrüßen. „Wir haben die letzten Tage schon trainiert, die Jungs machen mir viel Spaß. Wir sind besser als letzte Runde“, erklärt Granata, der im Mittelfeld landen will. Für ihn ist ebenfalls der FC Rastpfuhl klarer Meisterschafts-Kandidat.

 Alessandro Tasca von der SG Großrosseln-St. Nikolaus ist sich sicher, dass seine Mannschaft in der Saison 2021/2022 besser aufgestellt ist.
Alessandro Tasca von der SG Großrosseln-St. Nikolaus ist sich sicher, dass seine Mannschaft in der Saison 2021/2022 besser aufgestellt ist. Foto: Heiko Spies

Schon ins geregelte Training eingestiegen ist auch der SC Reisbach. „Alles nach den geltenden Vorschriften“, stellt Alfred Philippi vom Spielausschuss des SC klar. Seine Mannschaft kann mit Emre Akbulut (FC Rastpfuhl), Kim Rolmann (FC Wiesbach) und Leon Klein (Jugend des 1. FC Saarbrücken) drei neue Akteure begrüßen. Trainer ist Christian Kilper. „Er hat das gut gemacht, er hat unser Vertrauen“, sagt Philippi. Und ergänzt: „Unser Kader ist gut genug, um in der Liga eine ordentliche Rolle zu spielen.“ Auch für ihn sind die Rastpfuhler erster Titel-Anwärter.

Ralf Künzer ist der sportliche Leiter des Favoriten aus dem Saarbrücker Stadtteil. Sein FC Rastpfuhl nehme die Favoriten-Rolle an. Künzer meint jedoch: „Im Fußball können immer unvorhergesehene Dinge passieren. Aber es ist richtig, wir wollen in die Saarlandliga. Die ist für uns sportlich attraktiver, wir hätten jede Menge Derbys im Stadtbereich.“ Der ohnehin starke Kader wurde mit Nico Culum von der Spvgg. Quierschied, Sascha Bickelmann vom SV Bliesmengen/Bolchen und Melvin Obert von der SG Harxheim/Gau-Bischofsheim weiter verstärkt. Dazu kommen mit Mirco Becker und Nikita Dukvin zwei Langzeit-Verletzte zurück in den Kader. „Wir gehen es an“, erklärt Künzer zuversichtlich mit Blick auf die Titeljagd in der Saison 2021/2022, die am Samstag, 31. Juli, und Sonntag, 1. August, starten soll.

Seit dem 15. Juni bitten die Trainer des 1. FC Riegelsberg, Almir Delic und Marco Besch, die Mannschaft zum Training. Beim FCR hat sich in Sachen Kader-Zusammenstellung nicht viel getan, wie Besch bekundet: „Unser Team ist zusammengeblieben, denn die letzte Runde hat ja praktisch nicht stattgefunden.“ Nur Said Chouaib hat sich Landesligist SC Altenkessel angeschlossen und ist dort ins Trainerteam eingestiegen. Als Favorit nennt Besch den FC Rastpfuhl. „Wir wollen unter die ersten Sieben“, sagt er zu den eigenen Ansprüchen.

 Gianluca Simonetta wechselt vom 1. FC Saarbrücken II aus der Landesliga Süd zum SV Ritterstraße in die Verbandsliga Süd/West.
Gianluca Simonetta wechselt vom 1. FC Saarbrücken II aus der Landesliga Süd zum SV Ritterstraße in die Verbandsliga Süd/West. Foto: Andreas Schlichter

Beim SV Gersweiler beginnt an diesem Freitag, 18. Juni, um 18 Uhr der Ernst des Fußball-Lebens. Trainer Thorsten Büchel hat ein strammes Programm aufgelegt, bittet in den ersten drei Wochen fast täglich zum Training. Das Team wurde mit Mujo Mehmedovic (reaktiviert), Paul Stock (SF Köllerbach), Philipp Hinze (SV Geislautern), Ertan Yontar (SF Burbach), Marvin Bickendorf (VfB Luisenthal) und Philipp Rath (FCS II) verstärkt. Ein Saisonziel nennt Büchel nicht, sagt aber: „Favorit ist sicher der FC Rastpfuhl.“