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Bous: Vorbereitungen für neuen Gewerbepark gehen in die heiße Phase

Sitzung im Petri-Hof : Bouser Gemeinderat soll grünes Licht für neuen Gewerbepark geben

Auf der kommenden Sitzung des Gemeinderat von Bous geht es neben dem geplanten neuen Gewerbe- und Dienstleistungspark auch um eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit. Zudem darf sich die Gemeinde über einen unverhofften Geldsegen freuen.

Grund zur Freude für den Bouser Bürgermeister Stefan Louis: Denn die Gemeinde hat das Jahr 2020 mit einem deutlichen finanziellen Plus abgeschlossen. Dies geht aus einem Bericht des Wirtschaftsprüfungsunternehmen „ETL“ hervor, der Thema auf der kommenden Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 8. Dezember, um 18 Uhr im Petri-Hof sein wird.

Deutlicher Überschuss in 2020

Demnach beläuft sich der Jahresüberschuss auf rund 1,65 Millionen Euro. Im Haushaltsplan hatte die Verwaltung dagegen noch mit einem Minus von rund 371 000 Euro gerechnet. Die wesentlichen Gründe für den unverhofften Geldsegen sind laut ETL-Bericht vor allem Mehreinnahmen im Bereich der Steuern sowie größere Einsparungen bei Wasser, Strom und Gas und die noch nicht begonnenen Bauarbeiten für die Anbindung des Gewerbegebietes Saarstraße an B 629 neu.

Neue Hallen für Gewerbetreibende

Neben der Jahresabschlussrechnung sollen die Ratsmitglieder auch den Bebauungsplan für den geplanten Gewerbe- und Dienstleistungspark im Bereich des Bahnhofs Bous beschließen. Dieser soll auf einem Gelände parallel zu den Gleisen auf Seiten des Bahnhofs in Richtung Ensdorf bis zur Eisenbahnstraße entstehen. Im Zuge dessen soll auch die schon länger baufällige Bahnhalle saniert werden. Auch mehrere neue Hallen „in modularer Bauweise“ für Gewerbetreibende sind in den Plänen vorgesehen.

Zentrale Vergabstelle und gemeinsame Vollstreckungsstelle geplant

Als dritter großer Punkt steht das Thema „Interkommunale Zusammenarbeit“ auf dem Programm. So soll der Gemeinderat darüber beraten, ob er der Bildung einer zentralen Vergabestelle unter der Federführung des Landkreises Saarlouis, beziehungsweise ob er der Einrichtung einer gemeinsamen Vollstreckungsstelle unter Federführung der Stadt Dillingen zustimmt.

Für die Gemeinde würden dadurch jährliche Kosten in Höhe von insgesamt über 81 000 Euro entstehen. Im Gegenzug werden jedoch auch Kosteneinsparungen bei Fremdvergaben und Personalkosten in vergleichbarer Höhe erwartet, wie es in der entsprechenden Beschlussvorlage heißt.