1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Dillingen

Dillinger Schüler werden geimpft

Impfaktion : Dillinger Schüler werden geimpft

Jetzt können sich Schüler direkt an ihrer Schule impfen lassen. Dazu ist landesweit ein Impfbus unterwegs, wie gestern in Dillingen.

Das Saarländische Sozialministerium hat in dieser Woche mit den Corona-Impfungen an den Schulen begonnen. Im Impfbus können sich Schülerinnen und Schüler vor der Schule direkt impfen lassen. Der Startschuss für den Landkreis Saarlouis fiel am Dienstag am Kaufmännischen-Berufsbildungszentrum in Dillingen.

Ralf Müller-Georg, Organisator des Impfzentrums, berichtet über motivierte Schülerinnen und Schüler: „Gestern waren wir vor einer Schule in Merzig, am heutigen Dienstag sind wir in Dillingen. Man merkt, dass einige junge Leute Aufklärungsbedarf haben und dennoch interessiert sind.“ Mit vierzehn Jahren könne man in Begleitung eines Erziehungsberechtigten geimpft werden. Mit sechzehn Jahren benötige man ein von einem Elternteil unterzeichnetes Formular. „Insgesamt 38 Jugendliche und Erwachsene haben wir heute gegen das Corona-Virus geimpft“, sagt Müller-Georg.

Nico Hofmann steht als Erster pünktlich um neun Uhr am Impfbus bereit. Erst wird er aufgeklärt, füllt Formulare aus, bevor es schließlich zur Impfung geht: „Ich wollte mich erst gar nicht impfen lassen. Bevor man bald Gebühren für das Testen zahlt oder ausgeschlossen wird, lasse ich mich dann lieber doch impfen“. Für den Eppelborner ist es wichtig, zügig durchgeimpft zu sein, weswegen er sich für den Impfstoff Johnson & Johnson entschieden hat. Hier genügt ein einziger Nadelstich. „Ich bin im dritten Lehrjahr meiner kaufmännischen Ausbildung und froh, wenn die Pandemie vorbei ist“, erzählt der 24-Jährige.

Danka Tomasvic ist nervös und hat Angst vor der Nadel. „Ich lasse mich hier mit BioNTech impfen und finde es klasse, dass man sich den Impfstoff selbst aussuchen kann, wenn man volljährig ist. Es ist praktisch, vor der Schule geimpft zu werden, da man die Impfzentren nicht so gut mit Bus und Bahn erreichen kann“, erzählt die Schülerin der Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung. Nach der Impfung geht es der 19-jährigen Dillingerin besser: „Es hat gar nicht weh getan. Ich bin froh, dass ich nun geimpft bin. Bald folgt die zweite Impfung“.

Natascha Decker macht eine Umschulung zur Einzelhandelskauffrau. Die 32-Jährige lässt sich nach der ausführlichen Beratung mit BioNTech impfen. „Ich habe meine erste Impfung bei Ikea bekommen und meine zweite nun hier vor der Schule. Ich finde dieses spontane Impfen super. Man ist flexibel und es ist einfach praktisch. Ich habe mich vor allem impfen lassen, weil es auf meiner Arbeit gewünscht ist, ich Restaurants besuchen möchte und in Urlaub fahren möchte. Das ständige Testen ist sehr nervig“, sagt Decker aus Wadgassen.

Schulleiterin Ingrid Hoffmann ist froh, dass sich ein Großteil der Schüler impfen lässt. „In den Berufsschulbereichen sind 80 Prozent der Schüler gegen das Virus geimpft. Auch all unsere Lehrkräfte sind durchgeimpft, bis auf zwei, bei denen dies nicht möglich ist. Wir hoffen, dass das Interesse an den Impfungen gegen das Corona-Virus  steigt“, erzählt die 63-Jährige. Für die Schulleiterin sei dies wichtig, da in letzter Zeit das Ergebnis der Schnelltests häufiger positiv bei Schülerinnen und Schüler ausfiel. „Noch gestern hat sich jemand positiv getestet. Wir wollen dem ein Ende setzen“, sagt Hoffmann.