1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Dillingen

Schüler der Gemeinschaftsschule am Römerkastell in Dillingen machen mit Figur auf Plastikflut aufmerksam

Aktion an Gemeinschaftsschule am Römerkastell : Skulptur macht auf Plastikmüll aufmerksam

Dillinger Schüler machen mit zwei Meter großen Figur auf Plastik-Problem aufmerksam. Was genau dahinter steckt, verrraten sie hier.

„Stopp! Hört auf, so viel Plastik zu verwenden! Plastik ist gefährlich!“ Mit dieser eindringlichen Botschaft weihten vor kurzem die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule am Römerkastell in Dillingen eine zwei Meter große Plastikfigur samt Infotafel ein, mit der sie auf die Problematik des zunehmenden Plastikmülls aufmerksam machen wollen.

Zuvor hatten sich die Schülerinnen und Schüler ein Schuljahr lang mit dem Thema beschäftigt. Marija und Nicole, Schülerinnen der Projekt-Gruppe, waren zu Beginn sichtlich geschockt über die Plastikmüllmenge, die in den Meeren treibt. „Wir waren vor allem darüber überrascht, dass in Plastik verpackte Lebensmittel uns Menschen schaden können!“ staunt Dilai. Die Schülerin Amine erklärt, dass ihr gar nicht bewusst war, dass es einen Plastikkreislauf gibt, in dem das zersetzte Mikroplastik im Meer von den Fischen mit Nahrung verwechselt wird „und die Fische dann letztendlich auf unseren Tellern landen und wir das Mikroplastik konsumieren…“.

Während des Projekts haben sie sich auch mit einer Nabu-Studie von 2020 beschäftigt, die ergab, dass zwischen 1995 und 2019 die Menge an Verpackungsmüll in Deutschland um 105 Prozent zugenommen hat. Alleine 2019 fielen demnach 3,2 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an, die aus Kunststoff produziert wurden.

Genau aus diesem Grund haben sich es die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 B zur Aufgabe gemacht, die Menschen über diese enorme Plastikmüll-Problematik aufzuklären, wie Katja Bresser, die projektleitende Lehrerin der Gemeinschaftsschule am Römerkastel, berichtet. Die nun eingeweihte Skulptur aus Plastikabfällen solle durch ihre abwehrende Körperhaltung den Menschen signalisieren: „Stoppt die Plastikmüllflut!“. Das Projekt, welches sich hinter der Skulptur verbirgt, wurde PIG (Plastik ist gefährlich) genannt. Die Skulptur wurde vor einigen Tagen feierlich mit Bürgermeister Franz-Josef Berg, Natalie Sadik vom Landkreis Saarlouis, Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler der Schule eingeweiht. In erster Linie soll die Figur jedoch Aufmerksamkeit auf die Infotafel lenken, die vor der Skulptur aufgestellt wurde. Diese Tafel leitet über einen QR-Code zu den selbsterstellten Aufklärungsvideos, die die Jugendlichen auf der Youtube-Seite ihrer Schule veröffentlicht haben. Abgerundet wurde das Projekt mit der Herstellung von plastikfreien Produkten wie Seifen und Wachstüchern.

Katja Bresser, projektleitende Lehrerin der Gemeinschaftsschule am Römerkastell, zeigte sich sichtbar stolz: „Während dieses Schuljahres wurden die Schülerinnen und Schüler deutlich sensibler, was den Umgang mit Plastik betrifft. Zu Beginn war kaum jemandem die Tragweite dieser Problematik bewusst. Mein persönliches Ziel ist es, sie weiterhin für die Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Dilai, Nicole, Marija, Darine, Amine, Alex, Tobias und Andreas: Ihr könnt stolz auf euer Projekt und das tolle Ergebnis sein“, erklärt sie.

 Scannen Sie diesen QR-Code einfach mit ihrem Smartphone ein, um die Aufklärungsvideos der Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule am Römerkastell zum Thema Plastikmüll zu sehen.
Scannen Sie diesen QR-Code einfach mit ihrem Smartphone ein, um die Aufklärungsvideos der Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule am Römerkastell zum Thema Plastikmüll zu sehen. Foto: Gemeinschaftsschule am Römerkastell Dillingen

Lob gab es während der Einweihungsfeier der Plastikfigur unter anderem auch vom Dillinger Bürgermeister Franz-Josef Berg, der Bildungsmanagerin des Landkreises Saarlouis Natalie Sadik sowie vom Staatssekretär für Umwelt und Verbraucherschutz Sebastian Thul. „Alle Gäste waren sichtlich beeindruckt von der großen Plastikskulptur und der großartigen Leistung, die die Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr trotz Corona erbrachten“, lobte Staatssekretär Thul Er betonte in seiner Rede, dass es unglaublich wichtig sei, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur im Thema Nachhaltigkeit unterrichtet werden, sondern dieses Thema auch in die Erwachsenenwelt tragen. Und Bürgermeister Berg berichtete, dass auch er darauf achtet, Obst und Gemüse unverpackt zu kaufen. Als Dankeschön für ihren Einsatz gab es für die Teilnehmenden von Bildungsmanagerin Natalie Sadik eine Edelstahlflasche als Geschenk.