Freizeit und Natur : „Es ist nach wie vor immer was los in Saarwellingen“

Die Corona-Pandemie tat dem Besucherzuspruch im Wildpark keinen Abbruch. 59 Tiere leben hier auf sechs Hektar Fläche.

Der Saarwellinger Wildpark lohnt das ganze Jahr über einen Besuch. Und auch bei Sonne im Sommer findet sich immer ein schattiges Plätzchen für ein Picknick oder eine kurze Rast.Das kommt offenbar an. „Der Saarwellinger Wildpark ist immer gut besucht. Am Wochenende sind alle Parkplätze rund um den Park belegt. Auch während der Corona-Pandemie habe ich keinen Unterschied bemerkt. Es ist nach wie vor immer was los in Saarwellingen“, sagt Förster Thomas Philipps.

Der 64-Jährige berichtet im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung von insgesamt 59 Tieren, die sich auf circa sechs Hektar Fläche des Saarwellinger Wildparks frei bewegen können. „Uns ist eine natürliche Haltung sehr wichtig. Deswegen gibt es genügend Platz für die Tiere, artgerechtes Futter und viele Möglichkeiten zum Ausruhen und Toben. Schwierig ist nur, dass einige Besucher nicht verstehen wollen, dass unsere Tiere keine Haustiere, sondern Wildtiere sind“, erzählt Philipps. Oft werden die Wildtiere von Besuchern gefüttert und das mit den falschen Nahrungsmitteln. Er unterstreicht: „Unsere Tiere dürfen nicht gefüttert werden. Weder mit trockenen Spaghetti noch mit altem Brot. Viele Tiere sind uns daran bereits qualvoll verendet.“ Man habe einige Schilder aufgestellt, auf denen darauf hingewiesen wird, dass das Füttern strengstens verboten ist, erzählt er weiter.

Und er weist auf noch etwas hin: „Genauso ist es wichtig, dass die Frauchen und Herrchen ihre Hunde an einer kurzen Leine führen. Unsere Wildtiere sind schreckhaft. Oft erwischen wir Menschen, die nicht auf ihre Vierbeiner achten. Die Hunde springen am Zaun hoch und erschrecken unsere Wildtiere mit lautem Bellen oder es geht sogar etwas am Zaun kaputt“, sagt der Mann aus Heusweiler.

Auf insgesamt neun Hektar Fläche können die Spaziergänger, Wanderer und Tierliebhaber die Natur genießen. „Wir haben hier einen großen Spielplatz, viele Sitzmöglichkeiten zum Pausieren und wunderschöne Wanderwege. Vor allem für die Sauberkeit unseres Wildparks sind wir bekannt. Wir bekommen sehr viele Komplimente für die Haltung der Tiere und den Umgang.“

Mit Förster Philipps kümmern sich fünf Mitarbeiter um die Instandhaltung des Parks und um die Wildtiere von Bergziegen über Rotwild, Damwild und auch Steinböcke. Egal, ob Jungtier oder Senior-Vierbeiner, hier ist alles vertreten.

 „Oh wie süß“ wird wohl so mancher kleine und große Wildpark-Besucher bei dem Anblick solcher entzückender Jungtiere ausrufen.
„Oh wie süß“ wird wohl so mancher kleine und große Wildpark-Besucher bei dem Anblick solcher entzückender Jungtiere ausrufen. Foto: BeckerBredel
 Förster Thomas Philipps im Saarwellinger Wildpark 
Förster Thomas Philipps im Saarwellinger Wildpark  Foto: BeckerBredel

„Momentan haben wir mehrere Kälber, die bereits aktiv über die Grünflächen springen und die Welt erkunden“, erzählt der Förster. Da der alte Hirsch in diesem Jahr verstarb, wurden nicht mehr alle Tiere gedeckt. Im nächsten Jahr werden erneut mehrere Jungtiere erwartet. „Unsere Ziegen werden erst im Winter gedeckt. Wenn momentan Ziegen trächtig werden würden, könnte es bei der Geburt im Winter sein, dass die Kleinen nicht durch den kalten Winter kommen“, erläutert der Förster. Deswegen lebe der Ziegenbock momentan getrennt. „Im nächsten Sommer oder Frühling erwarten wir dann auch bei den Ziegen Nachwuchs.“