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Freizeit-Tipps aus der Redaktion der Saarbrücker Zeitung

Freizeit-Tipps aus der Redaktion : Von leckeren Genüssen und süßem Nichtstun

Wegen der Pandemie fallen viele große und kleine Veranstaltungen derzeit aus. Damit am Wochenende keine Langeweile aufkommt, haben unsere Redakteurinnen und Redakteure einige Tipps zusammengestellt, die auch in Zeiten von Corona für Spaß und Abwechslung sorgen.

Astrid Dörr fragt: Warum nicht mal vegan?

Ich koche leidenschaftlich gerne. Allerdings kommt es immer mal wieder vor, dass ich aus Zeitmangel dieselben Gerichte koche. Die kenne ich, da brauche ich nicht lange zu überlegen und kann sogar noch nebenbei was anderes machen. Spülmaschine ausräumen zum Beispiel.

Dieser Tage ist aber was ganz Tolles passiert: In meiner Post war ein Päckchen mit einem Buch. Na, Sie können es sicher erahnen? Ja, es war ein Kochbuch. Kein klassisches Kochbuch mit Fleischgerichten. Nein, ein veganes Kochbuch. Und obwohl ich kein Veganer bin und auch kein Vegetarier, habe ich mich soooo darüber gefreut.

Sollen ich verraten warum? Das Buch ist mit so vielen Bildern illustriert, die mich direkt angeprochen haben, dass ich sofort Lust bekam, die Rezepte nachzukochen. Einfach erklärt, und super leicht nachzumachen.

Und ich habe mich gerne überraschen lassen, wie denn die vegan zubereiteten Nudeln schmecken. Und die Reaktion „Ach, das ist vegan?“ werden sicher auch Ihre Gäste sagen. Denn so lautet auch der Titel des Buches, mit 50 Wegen, Freunde und Familie mit veganem Essen zu überraschen. Also, ran an den Kochlöffel.

Daniel Bonenberger genießt das Mekka der Langeweile

Sie verspüren Langeweile? Dann genießen Sie sie, denn Zeit zur Langeweile haben nur wenige unter uns. Ich meine nicht die schwer zu ertragende Langeweile, die viele Leute fast an den Rande der Verzweiflung bringen kann und die in unserer Gesellschaft fast zum Unwort verkommen ist.

Ich rede vielmehr von einer positiven Langeweile, die genossen und bis zum letzten ausgekostet werden kann. Einfach mal die Seele baumeln lassen und dabei so rein gar nichts tun. Ohne schlechtes Gewissen stundenlang auf der Couch faulenzen. Für viele ist diese Langeweile unangenehm, ja ein Ausdruck für etwas, gegen das unbedingt angekämpft werden muss. Doch wozu? Langeweile bedeutet doch nur, dass das, was man tut oder gerade passiert, lange andauert. Umso schöner, wenn ein fauler Tag, an dem ich so rein gar nichts mache und mich dabei pudelwohl fühle, „lange weilt“. Mir persönlich hat diese entschleunigte, ja langweilige Corona-Zeit auch viel gegeben. Ja, zugegeben, es waren sehr langweilige und ereignisarme zwei Jahre. Nur gut, dass ich die Langeweile richtig würdigen konnte, denn eins ist sicher: Es kommen wieder andere Zeiten.

 Auch mal schön: einfach auf der Couch liegen. (Symbolfoto)
Auch mal schön: einfach auf der Couch liegen. (Symbolfoto) Foto: dpa/Christoph Schmidt

Barbara Scherer will einfach mal in Ruhe falten

Eigentlich mag ich Bastelarbeiten ganz gerne. Aber meistens fehlen einfach die Zeit oder das Material. Denn wenn eine Anleitung mit allzu absonderlichen Dingen aufwartet, verliere ich leider oft direkt die Lust, bevor ich überhaupt angefangen habe.

Doch es gibt eine Sache, die weder viel Material noch großen zeitlichen Aufwand verlangt: Origami. Ich habe vor einigen Jahren mal einen Workshop in der Kunst des Papierfaltens gemacht und war begeistert. Erstens wird außer ein wenig Papier nichts dafür benötigt, zweitens entstehen mit etwas Übung wirklich schöne Dinge und drittens ist es wahnsinnig entspannend, einfach ein bisschen vor sich hin zu falten. So entstehen (mit etwas Hilfe von Youtube oder Aufzeichnungen aus dem genannten Workshop) allerlei gefaltete Tiere, kleine und größere Herzen, Sterne und noch viele weitere Dinge.

Apropos Sterne: Am kommenden Wochenende gehe ich ein Origami-Großprojekt an. Eine Freundin hat uns eingeladen, uns über Zoom zu zeigen, wie ein mehrteiliger Weihnachtsstern entsteht. Ich bin sehr gespannt auf den gemütlichen Bastelabend. Das Papier liegt schon bereit.