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Freizeit-Tipps aus der Redaktion der Saarbrücker Zeitung

Freizeit-Tipps aus der Redaktion : Von kleinen Teilen und großer Kulinarik

Wegen der Pandemie fallen viele große und kleine Veranstaltungen derzeit aus. Damit am Wochenende keine Langeweile aufkommt, haben unsere Redakteurinnen und Redakteure einige Tipps zusammengestellt, die auch in Zeiten von Corona für Spaß und Abwechslung sorgen.

Nicole Bastong nutzt die Zeit für aufwändige Klassiker

Die Winterzeit schreit geradezu nach Gerichten, die Magen und Seele wärmen: Aber wer hat im Alltag schon Zeit, stundenlang zu schnippeln, zu rühren oder schmoren zu lassen? Da bieten sich die langen, leeren Adventsonntage nun geradezu an: Das Wetter ist mies, Weihnachtsmärkte fallen aus, also ab in die Küche: Mich entspannt es, Gemüse zu schneiden, dabei Musik zu hören, ein Gläschen Wein zu trinken und das Essen beim langsamen Werden zu begleiten.

Jetzt kann man sich an Mahlzeiten wagen, die einen in kulinarischen Erinnerungen schwelgen lassen, etwa die Lieblingsgerichte der Kindheit: Ein schön geschmortes Gulasch, klassische Lasagne, eine echte Hühnerbrühe, Bratäpfel mit Vanillesauce oder buntes Ofengemüse. Und warum nicht mal neue Herausforderungen wagen? Ich persönlich nehme mir nun Rouladen vor – und den perfekten Weihnachtsbraten.

Und wenn dann die Düfte durch das ganze Haus ziehen, dauert es meist nicht lange, bis die ersten „Töpfegucker“ vorbeischauen. Und man muss auch nur ein Mal „Essen ist fertig!“ rufen, bis sich alle um den Tisch scharen – um gemeinsam zu genießen.

Mathias Winters bereitet anderen eine Freude

Weihnachtspost zu bekommen ist wunderbar, oder? Für mich ist es fast genauso schön, sie auf den Weg zu bringen. So geht das: Am besten ist es draußen schon dunkel. Dann sorgen Kerzen neben dem unverzichtbaren Licht auf die Karten oder das Briefpapier für schummrige Beleuchtung.

Die passende Musik ist ganz Geschmackssache. Harter Rock oder Weihnachtsschlager kann man machen, muss aber nicht. Das fast vergessene alte Album der Balladensängerin, das ewig nicht gehörte Klavierkonzert oder klassische Komponisten sind schon eher meine Favoriten.

Viel fehlt dann schon nicht mehr. Räuchermann oder -stäbchen, ein Tee oder ein gutes Glas Wein, Spekulatius oder was ähnlich Feines (nur bitte nichts Fettes, kann Flecken auf dem Schriftstück machen) – schon ist es gemütlich.

Und dann besuche ich liebe Menschen in Gedanken. Das alte Jahr zieht vorüber, das neue kommt in den Sinn. Eine warme Nähe, ja, natürlich auch das gute Gefühl, einer oder einem anderen etwas zu schenken, Freude zu bereiten. Ganz entspannt sind diese Stunden, und die Freude ist ganz meinerseits.

Jennifer Klein genießt Spaß in 1000 Teilen

Der vorweihnachtliche Lockdown 2020 hat mich eine längst vergessene Liebe wieder entdecken lassen: Puzzeln. Es begann mit einem Weihnachtspuzzle, das liebe Freunde aus England schenkten. Bei denen ist es nämlich Brauch, dass in der Weihnachtszeit das traditionelle Christmas Puzzle ausgepackt wird – mindestens 1000 Teile. Diese Tradition habe ich auch heuer wieder aufleben lassen: Auf einem Tisch im Wohnzimmer liegt es nun, eine wunderschöne, etwas nostalgisch anmutende Szene mit Schlittschuhbahn in der Mitte, Weihnachtsmarkt-Buden, Christbaum mit funkelnden Lichtern, Schneegeriesel davor. Auf jeden Fall ist es irgendwie meditativ, beruhigend, und das Erfolgserlebnis, wenn ein oder mehrere Teilchen passen, lässt einen „dranbleiben“.

Man kann alleine puzzeln. Es kann aber auch jeder in der Familie mitmachen, oft findet sich „im Vorübergehen“ eines oder auch mehrere Teile. Gut, über die optimale Methode streiten sich die Geister: Der eine fischt genial-chaotisch im Haufen in der Schachtel, der andere sortiert akribisch nach ein, zwei, drei „Füßchen“ oder nach Farbe. Nur in einem herrscht Einigkeit: Zuerst kommt der Rand!