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Kolumne "Unsere Woche" in Saarlouis: Die fetten Jahre sind wohl vorbei

Kolumne „Unsere Woche“ : Die fetten Jahre sind wohl vorbei

Ja, was waren das fette Jahre für den Kreis Saarlouis – und nun sind sie unwiederbringlich vergangen. Zwei Bundesminister stellte die heimliche Hauptstadt Deutschlands, äh des Saarlandes. Unser Heiko als Bundesaußenminister für uns in der Welt unterwegs und unser Peter erst in der Zentrale der Macht am Ohr der Bundeskanzlerin und dann noch oberster Wirtschaftsmann in der Regierung.

Was waren wir wichtig! Und einflussreich! Milch und Honig flossen quasi direkt von Berlin in den Saaraltarm. Förderung über Förderung, wir lebten wie die Maden im Speck und hatten nichts zu befürchten. Adieu, güldene Zeit.

Und nun . . . ? Kummervoll blickt der Kreis Saarlouis in eine düstere Zukunft. Wer mästet uns nun und hilft uns in der Not? Kein Saarlouiser mehr in der Regierung, nicht mal ein Saarländer. Natürlich konnte das nicht ewig so weitergehen, das wussten wir ja. Aber wenigstens zwei Bundestagsabgeordnete aus unserer schönen und weltbedeutenden Stadt? Die uns doch im Wahlkampf fest versprochen hatten, sich auch künftig in Berlin für ihre Heimat einzusetzen, auch ohne Chefsessel im Ministerium?

Nicht mal das. Der Altmaier hat nach 27 Jahren hingeworfen, zack, genug Karriere, genug Berlin. Tja, nun ruht unsere letzte Hoffnung auf dem Maas – der wird ja wohl im Bundestag bleiben für uns, grad jetzt, wo seine SPD so gut im Kurs liegt? Wir haben die doch schließlich nicht gewählt, damit die wieder „dahemm“ sitzen.