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Lockdown-Kolumne aus Saarlouis: Ein Traum von Freiheit durch Corona

Kolumne Lock-Buch : Ein Traum von Freiheit in Corona-Zeiten

Ein lautstarktes Rock-Konzert mit tausenden von Menschen mitten in der Pandemie? Unser Autor hat es erlebt. Und zwar an einem Ort, den er so f?r nicht m?glich gehalten hat.

Ein Rock-Konzert zusammen mit 100 000 weiteren Menschen w?hrend Corona? Und dazu noch in meiner eigenen Wohnung? V?llig unm?glich, h?tte ich vor kurzem noch dazu gesagt und denjenigen, der das behauptet, zudem f?r v?llig ?bergeschnappt gehalten. Doch genau das ist mir jetzt vor wenigen Tagen passiert ? und das nicht trotz, sondern gerade wegen Corona.

Denn die Pandemie bescherte mir das erste Streaming-Konzert meines Lebens. Statt am Eingang in der Schlange zu stehen und sich danach in eine stickige und ?berf?llte Konzerthalle zu zw?ngen, nahm ich auf dem Sofa Platz, in gem?tlicher Jogginghose. Denn das gesamte Konzert fand online auf dem heimischen PC statt. An der Stimmung ?nderte das nur wenig. Und auch an der Lautst?rke. Den alten aber treuen Lautsprechern meiner Lebensgef?hrtin sei es gedankt! Und den offenbar nicht anwesenden Nachbarn.

Und so wurde vor dem Bildschirm mindestens genauso laut mitgesungen und schwei?treibend getanzt, wie auf dem Bildschirm. Nicht nur f?r die Band war das Konzert, wie es der Fronts?nger treffend formulierte, ?nach verdammten 15 Monaten B?hnenabstinenz? endlich wieder ein ?ein Traum von Freiheit?. Es war auch f?r mich und die weiteren rund 100 000 virtuellen Zuh?rer ein nach Monaten des Lockdowns-Auf und -Ab dringend notwendiger musikalischer Ausbruch aus dem Corona-Alltag. Wenn auch nur f?r zwei Stunden.

An dieser Stelle beschreiben die Mitarbeiter der SZ-Lokalredaktion im t?glichen Wechsel w?hrend des pandemiebedingten Lockdowns ihre ganz pers?nlichen Gedanken, Eindr?cke und Erlebnisse.