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Warum d?rfen sich im Coronal-Lockdown zwei plus uwei nicht treffen?

Die SZ-Kolumne zum Lockdown : Zwei plus eins ist viel zu ungerade

In der Kolumne Lock-Buch geht es heute um die Einsicht der Notwendigkeit der Kontaktbeschr?nkungen.

Wir brauchen Reserve. Das wird uns seit Beginn der Corona-Pandemie vor Augen gef?hrt, und es steht zu bef?rchten, dass uns das sehr bald wieder klar wird: Ein bisschen Lockerung wird allzu oft als vollkommenes Macht-doch-alle-was-ihr-wollt missverstanden. Ich m?chte damit diesen Sommer richtig gerne unrecht haben.

Aber eines m?ssen die Verordner ganz schnell ?ndern, um das Durchhalten zu erleichtern. Seit Beginn der Kontaktbeschr?nkungen fragen sich die Eltern mit Schwiegersohn und Tochter, die Enkelin und ihr Partner mit den Gro?eltern, die beiden Paare, die seit Jahrzehnten Freud und Leid teilen ? seit ?ber einem Jahr fragen sich zwei plus zwei, warum sie nur zu dritt beieinander sein d?rfen.

Vielleicht ist der Grund, dass die Sperre vor mehr als vier dadurch sicherer erscheint, Reserve gegen Grenzverletzungen.

Doch das ist bei aller Einsicht in die Notwendigkeit ein gro?er Fehler. Sonst w?chst der ?rger weiter. Und der f?hrt zu viel mehr Verweigerung, die sinnvollen Regeln einzuhalten. Zwei plus zwei ist vier, nicht drei. Es ist Zeit, das gerade zu r?cken.

An dieser Stelle beschreiben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SZ-Redaktion w?hrend des Lockdowns im t?glichen Wechsel ihre ganz pers?nlichen Empfindungen, Eindr?cke und Erfahrungen w?hrend dieser ungew?hnlichen Zeit.