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Im Rahmen der Serie Naturdenkmale heute die Linde auf dem Weiherberg in Niedersaubach

Serie Naturdenkmäler im Kreis Saarlouis : Die Linde auf dem Weiherberg ist ein malerischer Postkartenbaum

Die Linde auf dem Weiherberg in Niedersaubach

Die Linde auf dem Weiherberg ist ein Postkartenbaum und wird auch so behandelt. Der mit einem Wegkreuz versehene sicherlich mehrere hundert Jahre alte Baum steht an einer Weggabelung in der Fortsetzung der Straße „In der Hold“ und lädt dort auf dem Rümmelbach-Humberg-Wanderweg zu einer Rast ein.

Der Weg startet am Rümmelbacher Dorfbrunnen und hat das Naturdenkmal auf dem 290 Meter hohen Weiherberg mit seinem Panorama in alle Himmelsrichtungen als Aussichtsplatz empfohlen. Wer im Uhrzeigersinn wandert, hat gerade den Anstieg von Niedersaubach hinter sich und die weitere Strecke über Tanneck zurück nach Rümmelbach vor sich. Erst 2000 hat der Ortsvorsteher Hans Schmitz die Aufstellung einer neuen Sitzbank gemeldet. Diese Bank ist bereits durch eine weitere neue Bank ersetzt. Ein Abfallkorb verhindert Müll in der Landschaft, die Hecken, die das Naturdenkmal umfrieden, wurden frisch geschnitten. Nur der Baum selbst ist schwer geschädigt.

Der Stamm ist gespalten, ein Stahlseil hält die Hälften zusammen, fortgeschrittene Fäulnis hat das Kernholz ausgehöhlt. Ohne die Hilfe der Baumpfleger wäre der Stamm vermutlich umgestürzt, doch das Landesamt für Umweltschutz kontrolliert Naturdenkmäler jährlich und hält sie so lange am Leben, bis eine Baumfällung aus Gründen der Verkehrssicherheit unausweichlich erscheint.

Hier hatte man sich für eine künstliche Befestigung entschieden, wobei der Baum noch immer eine sattgrüne Krone ausbildet. Auch ein schwer geschädigter Stamm kann, wie man hier gut beobachten kann, die Nährstoffe und das Wasser noch zu den Blättern bringen.

Die schweren Schäden am Baum wurden bereits vor 20 Jahren beschrieben, bis heute haben sie ihn nicht umgebracht. Denkmalstatus hat die Linde seit 1938.

Wer etwas zur Geschichte des Baumes berichten oder ergänzen kann, kann unserer Redaktion gerne schreiben: per E-Mail an redsls@sz-sb.de