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Nikolaus-Groß-Schulen in Lebach freut sich über Wegfall der Masken

Wegfall der Maskenpflicht an Schulen : Lebacher Schüler freuen sich über Ende der Maskenpflicht

Große Erleichterung, aber auch für leichte Verunsicherung: Besuch an den Nikolaus-Groß-Schulen Lebach nach Wegfall der Masken im Unterricht.

„Ich war vom Tempo überrascht – darüber, dass die Maskenpflicht im Unterricht jetzt doch so schnell gefallen ist. Aber für meine Schülerinnen und Schüler freut es mich natürlich“, sagt Verena Laase, Leiterin der Nikolaus-Groß-Grundschule in Lebach. „Für die Kinder war das am Donnerstag schon etwas völlig Neues, schließlich waren sie aber über Monate nichts anderes gewohnt, als Maske zu tragen.“

Einige Kinder hätten deshalb zunächst einmal an den ersten beiden Tagen (Donnerstag und Freitag) weiterhin die Maske auch im Klassenzimmer aufgelassen. Auch die Kolleginnen und Kollegen von Laase hatten noch die eine oder andere Frage an ihre Schulleiterin, wie: „Ab wann und wo dürfen die Masken jetzt abgenommen werden?“ Insgesamt überwiege aber die Erleichterung über die Entscheidung. Einige Lehrerinnen und Lehrer würden auch im Unterricht die Masken anlegen, wenn sie den Kindern sehr nahekommen.

Dass die Maskenpflicht gefallen ist, ist laut Laase angesichts weiter sinkender Inzidenzzahlen der logische nächste Schritt, nachdem die Schulen nach den Pfingstferien zum Präsenzunterricht in kompletter Klassenstärke zurückgekehrt waren und die Maskenpflicht auf dem Schulhof am 11. Juni ebenfalls weggefallen war. Jetzt sei noch ein Stück mehr Freude und Unbeschwertheit an die Schule zurückgekehrt. Auf dem Schulhof hat aber jede Klassenstufe noch ihren eigenen festgelegten Aufenthaltsbereich. Das sieht der aktuell gültige Hygieneplan für die saarländischen Schulen so vor.

Auch von der Elternvertretung sei der jüngste Schritt durchweg positiv aufgenommen worden. Nach wie vor gebe es aber Kinder, die sich bewusst dafür entscheiden, im Unterricht die Maske weiter zu tragen. Dazu gehört auch Jule, neun Jahre: „Mein Opa ist krank und ich habe Angst, mich und dann vielleicht ihn anzustecken.“ Nicht ganz wohl fühlt sich Leander, neun Jahre: „Es ist schon ein unangenehmes Gefühl, wenn man von anderen angesprochen und deren Atemhauch spürt.“

„Es ist noch sehr ungewohnt, und man muss immer dran denken, beim Verlassen der Klasse die Maske wieder anzuziehen“, meint Laurin, neun Jahre. „Ich habe mit der Maske schlecht Luft bekommen, jetzt kann ich wieder richtig durchatmen“, freut sich Heidi, neun Jahre. Darüber freut sich auch die gleichaltrige Lilli, sie findet es aber „doof, dass ich auf den Fluren oder dem Weg zur Toilette den Mund-Nasen-Schutz wieder anziehen muss“.

Leni, neun Jahre, erzählt: „Maske aus, Maske wieder an, das ist schon nervig. Manchmal vergesse ich, dass ich die Maske in der Klasse jetzt ausziehen darf.“ Lenon, ebenfalls neun Jahre, freut sich, weil er unter der Maske immer so geschwitzt hat. Und die gleichaltrige Selina sagt: „Mit der Maske habe ich schlechter Luft bekommen, außerdem ist meine Brille immer angelaufen. Das ist jetzt viel besser.“ Wyn, neun Jahre, freut vor allem, dass er draußen keine Maske mehr tragen muss: „Beim Fußballspielen und beim Toben wird einem sonst immer so schnell sehr warm.“

Befragt wurden Kinder des dritten Schuljahrs, sie kommen unter anderem aus Lebach, Dörsdorf, Eidenborn, Schmelz, Hütersdorf, Michelbach, Dorf im Bohnental, Nalbach, Bubach und Dirmingen. Sorgen um den Leistungsstand ihrer Viertklässler macht sich die Schulleiterin nicht: „Unsere vierten Klassen werden gut vorbereitet in die weiterführenden Schulen entlassen. Die Grundlagen sind gelegt.“

Nina Gerstner, stellvertretende Schulleiterin der Nikolaus-Groß-Gemeinschaftsschule, begrüßt die Änderung ebenfalls: „Ich finde es gut, dass die niedrigen Inzidenzen dazu genutzt wurde, den Schulen ein Stück Normalität zurückzugeben.“ Allerdings sei die Neuregelung für alle noch ungewohnt. „Auch für mich“, wie die Pädagogin gesteht.

Aber es werde an den Schulen weiterhin getestet, und zwar jeder Schüler und jede Schülerin zweimal pro Woche. Davon ausgenommen seien nur wenige, ganz vereinzelte, die bereits komplett geimpft sind, sowie einige Genesene (gegen Vorlage einer Bescheinigung, die ein halbes Jahr gültig ist). Einziger Nachteil durch den Wegfall der Maskenpflicht, sagt Gerstner: „Wird einer positiv getestet, muss gleich die gesamte Klasse, sprich alle Kontaktpersonen, in Quarantäne.“