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Rammelfanger Schlösschen:Wolfgang Meunier zeigt eine nicht alltägliche Ausstellung

Veranstaltungen und Ausstellungen : Klein aber fein - Wolfgang Meunier zeigt im Rammelfanger Schlösschen eine außergewöhnliche Ausstellung (mit Bildergalerie)

Winter-Galerie – unter diesem Titel präsentiert Wolfgang Meunier derzeit im Rammelfanger Schlösschen eine außergewöhnliche und nicht ganz alltägliche Ausstellung. Das Spektrum reicht von zeitgenössischen deutschen und französischen Malern vorwiegend aus dem 20. Jahrhundert – vielen hier mehr oder weniger noch unbekannt, jeder dafür aber ein wahrer Meister seines Fachs mit seinem eigenen und ganz besonderen Stil bis hin zu außergewöhnlichen Design- und Kunstobjekten.

Die „Galerie im Schloss“, also „GimS“, soll Lust auf Kultur und Lebensart machen.

Dafür steht auch der „Schlossherr“, ein inzwischen auch etwas in die Jahre gekommene „älterer“ Herr, der aber alles andere als ein greiser, introvertierter  weltfremder Kunstsammler ist: Wolfgang Meunier (73), gelernter Mediziner, ein Pragmatiker, der in seinem Metier sowohl als praktizierender Hausarzt, aber auch als versierter Standesvertreter in Sachen Medizin in der  Berufspolitik aktiv war, also bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund,  steht nach wie vor mit beiden Beinen mitten im Leben. Nach Jahren engagierten beruflichen Wirkens hat er sich in der „Blüte“ seines Lebens oder besser des Alters aufs Land sprich den Gau in sein Schloss zurückgezogen, um sich verstärkt in der Kunst zu engagieren.

Aber von wegen fernab – zumindest nicht vom Leben: Sein Schloss musste er sich erst einmal (auf)bauen, denn es war durchgängig eine Ruine.

Wie einst, als der junge Wolfgang Meunier - asthmakrank - Medizin studiert, um sich selbst zu helfen, startete er auch sein Projekt „Rammelfanger Schlösschen“ nicht minder zielstrebig und pragmatisch. Und daraus entstand über mehrere Jahre ein denkmalgeschütztes Schmuckstück, das nicht nur als Wohnsitz für den Schlossherrn, sondern auch als Galerie, Werkstatt und Museum dient, dessen bedeutendes Kunstwerk der Gebäudekomplex selbst ist. Inzwischen finden hier neben Ausstellungen und Konzerten auch Fachtagungen, Autorenlesungen und Diskussionsforen, ja sogar Trauungen statt. Das Landschlösschen Dusartz de Vigneuilles am Ortsrand von Wallerfangen, einst 1850 erbaut und ursprünglich ein von symmetrisch angelegten Einzelbauten geprägtes Anwesen mit einem zentralen Corps de Logis und seitlichen Stallungen, Wirtschaftsräumen, Remisen und Speichern, ist inzwischen als lebendiger Kulturtreff ein echter Geheimtipp und somit eine der ersten Adressen auf dem Gau.

Und vieles was er während seiner Jugendzeit handwerklich erlernt hatte, um so sein Studium zu finanzieren, konnte Wolfgang  Meunier nutzbringend bei der Sanierung des historischen Gebäudekomplexes einbringen. Und etliches, was er sich seit seiner Jugendzeit in Sachen Kunst angeeignet und an Exponaten gesammelt hatte, findet sich hier wieder - zum Teil auch in der aktuellen Ausstellung.

Wolfgang Meunier sammelt aber nicht nur Kunst und stellt sie im Rammelfanger Schlösschen aus, er verkauft sie auch. Jedes Ausstellungsstück kann auch gekauft werden – zumindest beinahe jedes.

 Aber nicht genug damit: neben der Galerie im Schloss – „GimS - Kultur und LebensArt“, in einer früheren Remise des Landschlößchens 1856 erbaut und zunächst nur Heuschober, heute nach der Sanierung ein schmucker Veranstaltungsraum für Tagungen Ausstellungen Konzerte, Lesungen und Trauungen, gibt es da auch noch das Unternehmen  „Art & Objet -  Kunst und Design“, sozusagen der geborene Partner von „GimS“,

„Art & Objet“ gibt es seit 2006, und dieses Unternehmen von Wolfgang Meunier beschäftigt sich vornehmlich mit alten Industriemöbeln und Leuchten, die für den modernen Wohnbereich renoviert und umgestaltet. dabei aber fast immer in ihrer schlichten Ästhetik belassen werden. Vor allem sind dies Leuchten, Tische und Deko-Objekte, die so entstehenden. Auch neue Accessoires gibt es, so unter anderem verschiedenartige Möbelstücke, meist aus alten Hölzern in der eigenen Werkstatt gefertigt und mit ausrangierten Gegenständen pragmatisch zu einem nachhaltigen, zweckmäßigen ausgesprochen robusten und langlebigen Möbelstück umgearbeitet – und dabei ein echtes Einzelstück verkörpern. Weitere interessante Artikel sind aber auch Vasen, vom Jugendstil über Art Deco bis zu den 70er Jahren und handbearbeitete Keramik-, Ton- und Steinobjekte aus der Provence.

Mit viel Kreativität, zudem reichlich Lebenserfahrung, aber auch immer wieder neuen Eindrücken von seinen Reisen durch Frankreich mit ständig neuen Errungenschaften präsentiert Wolfgang Meunier mit viel Sammelleidenschaft und vitaler Schaffenskraft in Form von interessanten Bildern und Gegenständen immer wieder etwas Neues, Schönes und sogar Nützliches.

Und all dies präsentiert er derzeit sozusagen unter einem Dach und kann im Rahmen seiner „Winter-Galerie“ in der laufenden Ausstellung noch bis zum 31. Januar besichtigt - und zum großen Teil auch gekauft werden.

Auch die Konzeption für das neue Jahr steht bereits. So soll möglichst im Quartal mindestens ein Konzert stattfinden. Und darüber hinaus sind möglichst                                                                                                                                                            wechselnde Kunstausstellungen geplant. Neu sind dann sogenanntes Soiree-Veranstaltungen, in deren Rahmen Kunstgenuss und Gaumenfreuden ergänzend und in positiver Weise zusammengeführt werden sollen.

Nicht nur coronabedingt hat sich Wolfgang Meunier dabei für kleine Veranstaltungsformate mit maximal 50 Besuchern entschieden. Klein aber fein heißt dann die Devise.

Besuche sind jedoch nur unter Voranmeldung unter den Telefonnummern 06837/444 0 110 oder 0172 30 96 111 möglich.

Info: www.gims-galerie-im schloss.de

Hier geht es zur Bilderstrecke: Winter-Galerie im Rammelfanger Schlösschen