1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Rehlingen-Siersburg

Auf dem Rad mit der Familie durch die Region

Familienfreundliche Radtouren, Teil 3 : Die sportliche Saargau-Tour

Heute mal etwas für ambitioniertere Familien: vom Saartal auf den Gau und durchs Niedtal zurück. 35 Kilometer mit 220 Höhenmetern.

Das Wichtigste vorneweg: Diese Tour ist nur für Familien mit gut trainierten Kids auf dem Mountainbike geeignet. Für diese Zielgruppe ist es dann aber auch eine zwar herausfordernde, aber landschaftlich sehr reizvolle Tour mit 220 Höhenmetern laut Tour-App. Die von der Tourismus-Zentrale Saar (TZS) präsentierte Tour-Variante ist sogar mit 280 Höhenmetern ausgewiesen.

 Die Saargau-Runde
Die Saargau-Runde Foto: SZ/Müller, Astrid

In einem weiteren Punkt weichen wir vom Vorschlag der TZS ab: Wir starten nicht am Merziger Yachthafen, sondern am Wanderparkplatz Niedmündung. Wer mit der Bahn anreist, wählt den Zustieg ab Bahnhof Fremersdorf über die Fußgängerbrücke auf die linke Saarseite. Beide Einstiege haben den Vorteil, dass man sich auf den ersten Kilometern auf dem Saar-Radweg einrollen kann und nicht sofort nach dem Start den heftigen Anstieg auf den Gau vor sich hat.

 Verkehrte Welt? Im Spiegelbild der Saar wachsen die Bäume scheinbar nach unten.
Verkehrte Welt? Im Spiegelbild der Saar wachsen die Bäume scheinbar nach unten. Foto: ajk

Im Merziger Stadtteil Hilbringen geht es nämlich eine Steigung mit bis zu 13 Prozent nach oben zum Wohngebiet Seitert. Hinter Seitert führt die Tour dann bei herrlichen Fernblicken auf Feldwirtschaftswegen im steten Auf und Ab weiter nach Mondorf, von dort an der Straße bis nach Silwingen. Dort gelangen wir auf den Saarland-Radweg mit dem gelben Logo und radeln von der Hauptstraße nach links abzweigend in Richtung Biringen auf den nächsten Anstieg zu. Hier steigt der Weg erneut um acht Prozent an auf die Höhen des Saargaues.

 Hinter dem Merziger Hafen wartet die heftigste Steigung.
Hinter dem Merziger Hafen wartet die heftigste Steigung. Foto: ajk

Bei Biringen ist der höchste Punkt unserer Tour geschafft. Vorbei am „Alten Waschhaus“, mit EU-Geldern als Rastplatz hergerichtet, geht es leicht kupiert weiter. Zwischen Ober-esch und Fürweiler fahren wir durch den Diersdorfer Hof mit seiner Mariengrotte. Mehrere Höfe mit Pferde-Koppeln liegen am Wegesrand.

 Heftige Anstiege mit über zehn Prozent erwarten uns, wie hier hinter Silwingen. Die traumhafte Aussicht lohnt später aber alle Mühen.
Heftige Anstiege mit über zehn Prozent erwarten uns, wie hier hinter Silwingen. Die traumhafte Aussicht lohnt später aber alle Mühen. Foto: ajk

Hinter Fürweiler folgt schon bald der Abstieg runter ins Niedtal, mit bis zu 18 Prozent teilweise recht steil, aber gut zu fahren. Von oben genießen wir noch den Blick auf Hemmersdorf, dann sind wir auch schon unten.

 In Biringen haben wir den höchsten Punkt der Tour erreicht.
In Biringen haben wir den höchsten Punkt der Tour erreicht. Foto: Künkeler
 Vorbei an der Mariengrotte durchqueren wir den Diersdorfer Hof.
Vorbei an der Mariengrotte durchqueren wir den Diersdorfer Hof. Foto: ajk
 Ländliche Idylle bei Fürweiler. Kühe haben immer Vorfahrt.
Ländliche Idylle bei Fürweiler. Kühe haben immer Vorfahrt. Foto: ajk
 Bei manchen Steigungen hilft nur göttlicher Beistand.
Bei manchen Steigungen hilft nur göttlicher Beistand. Foto: Künkeler

Im Ort mündet eine 180-Grad-Kurve auf den Niedtal-Radweg, dem wir auf den letzten sechs Kilometern zum Ausgangspunkt folgen. Gemütlich einrollen nach dem Start, dann das heftige Mittel-Drittel, nun können wir es wieder entspannt ausrollen lassen. Wer mag, kann noch eine Rast bei Leick’s Hof in Siersdorf oder der Niedmühle in Eimersdorf einlegen.