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Auf dem Rad mit der Familie durch die Region

Familienfreundliche Radtouren, Teil 4 : Durch das idyllische Niedtal

Vorbei an Mühlen und Burgruinen: der Niedtal-Radweg als Familienausflug oder sportlich über 24 Kilometer.

Der Niedtal-Radweg lässt sich sowohl für einen gemütlichen Familienausflug mit kleineren Kindern als auch sportlich nutzen. Wir präsentieren hier die sportliche Variante für Familien mit gut trainierten Kindern. Start und Ziel für die 24-Kilometer-Tour ist der Wander-Parkplatz Niedmündung. Wer sich dagegen für den Ausflug entscheidet, radelt lediglich bis zur Wackenmühle oder startet erst an der Niedtalhalle (oder auch am Bahnhof)  in Siersburg. Dann reduziert sich die Tour auf weitestgehend flache zehn bis 16 Kilometer. Zudem besteht die Möglichkeit, mit der Niedtalbahn von Hemmersdorf nach Siersburg zurück zu fahren.

 Durch das idyllische Niedtal
Durch das idyllische Niedtal Foto: SZ/Müller, Astrid

Von der Niedmündung führt zunächst ein 1,5 Kilometer langer Schotterweg am Siersberg vorbei bis Eimersdorf. Dann ein Stück entlang der Straße, schon ist Siersdorf erreicht. Hinter dem Ort gelangen wir über einen Feldwirtschaftsweg wieder auf eine Schotter-Passage mit teils wunderschönen Ausblicken auf die Nied. Dann geht es durch Hemmersdorf, eine „Perle im Niedtal“. Lothringer Bauernhäuser, das Schloss Großhemmersdorf und ein Heimatmuseum stehen am Wegesrand. Kurz danach folgt bereits die Möglichkeit, die Nied zu queren und an der Wackenmühle zur Rast einzukehren oder sogar schon den Rückweg einzuschlagen.

  Sehenswert: Sonntags öffnet das Heimatmuseum Hemmersdorf.
Sehenswert: Sonntags öffnet das Heimatmuseum Hemmersdorf. Foto: ajk

Wir aber folgen dem Niedtal-Radweg durchs Grafenthal bis zu dem Abzweig ins französische Schwerdorff. Hier biegen wir nach links Richtung Niedaltdorf ab, bewältigen 60 Höhenmeter mit bis zu zwölf knackigen Prozent Steigung. Dann geht es rasant runter in das Dorf an der Grenze, bevor erneut ein kurzer giftiger Anstieg folgt. Auf 300 Meter zum Sportplatz geht es 40 Meter hoch. Wir sind fast wieder auf den Höhen des Saargaues, bevor uns der Radweg runter an die Nied und zurück zur Wackenmühle führt. Spätestens jetzt lohnt die Einkehr zur Rast, die im Biergarten des Gasthofes Gellenberg in der Ortsmitte aber ebenso möglich ist.

 Das macht den Radfahrern sichtlich Spaß – Rast an der Wackenmühle.
Das macht den Radfahrern sichtlich Spaß – Rast an der Wackenmühle. Foto: ajk

Danach folgen wir für fünf Kilometer dem Niedtal-Radweg auf der südlichen Fluss-Seite bis wir den Campingplatz Siersburg erreichen. An der Niedbrücke können wir links abbiegen, um den kürzesten Weg zurück zu nehmen. Halbrechts liegt aber auch schon der Parkplatz Niedtalhalle – und der Siersburger Bahnhof ist ebenfalls nicht mehr weit. Auch die sportliche Variante der Tour führt nun nach rechts durch den Ort, wo Enzos Eisdiele nochmal eine Einkehrmöglichkeit bietet.

 Niedtal-Idylle: Drahtesel trifft Pferd  Foto: Künkeler
Niedtal-Idylle: Drahtesel trifft Pferd Foto: Künkeler Foto: ajk
 Na, wenn sich dieser Anstieg nicht gelohnt hat: Die sportliche Radler-Familie genießt die Aussicht von der Siersburg.
Na, wenn sich dieser Anstieg nicht gelohnt hat: Die sportliche Radler-Familie genießt die Aussicht von der Siersburg. Foto: ajk
  Der Höhepunkt der Tour – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Ruine der Siersburg ist auf der Strecke oft zu sehen – am Schluss geht’s hoch zu ihr.
Der Höhepunkt der Tour – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Ruine der Siersburg ist auf der Strecke oft zu sehen – am Schluss geht’s hoch zu ihr. Foto: ajk

Von dort nehmen wir den Anstieg auf den über 300 Meter hohen Siersberg in Angriff. Mit der Ruine der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Siersburg erreichen wir das sportliche sowie kulturelle Highlight unserer Tour. Während die Kids von alten Ritterzeiten träumen, schweift unser Blick rundum ins Nied- und ins Saartal. Dann freuen wir uns schon auf die Abfahrt über den Panoramaweg zurück an die Niedmündung.