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Fußball-Verbandsliga: Vorschau SF Rehlingen-Fremersdorf

Fußball-verbandsliga : Der Umbruch in Rehlingen geht weiter

In einer Woche startet Sven Reinig in seine zweite Saison als Trainer des Fußball-Verbandsligisten SF Rehlingen-Fremersdorf. Die erste Spielzeit war kurz. Deshalb sieht Reinig den eingeleiteten Umbruch noch in vollem Gange.

Vor einem Jahr blieb bei Fußball-Verbandsligist SF Rehlingen-Fremersdorf kaum ein Stein auf dem anderen, zahlreiche Stammkräfte verließen den Verein. Die Lücken wollten die Sportfreunde überwiegend mit jungen Akteuren schließen. Und das funktionierte gut: Mit dem ebenfalls vor der Saison gekommenen neuen Trainer Sven Reinig lag Rehlingen-Fremersdorf in der Spielzeit 2020/21 nach acht Spieltagen mit 13 Punkten aus acht Begegnungen auf Rang sieben der Tabelle der Verbandsliga Süd/West. Dann wurde die Runde coronabedingt zunächst unter- und später abgebrochen. „Deshalb sind wir auch immer noch im Umbruch“, sagt SF-Trainer Sven Reinig eine Woche vor dem Start in neue Saison.

Die beginnt für die Sportfreunde am Sonntag nächster Woche, 1. August, um 15 Uhr mit einem Auswärtsspiel bei der SG Wadrill-Sitzerath. Das erste Heimspiel bestreitet der Club gleich schon am darauffolgenden Mittwoch, 4. August, um 19.30 Uhr gegen den SC Reisbach.

Allerdings findet Reinig es in seiner zweiten Saison bei Rehlingen-Fremersdorf einfacher, den Umbruch weiter voran zu treiben. „Wir haben jetzt den Vorteil, dass wir uns besser kennen“, erläutert der Übungsleiter. Die „Kurz-Saison“ 20/21 gab ihm schon wichtige Einblicke, wie die Mannschaft „tickt“ und wo ihre Stärken und Schwächen liegen.

Und was ist das Saisonziel des 48-Jährigen? „Auf die Frage kann ich dieselbe Antwort wie vor einem Jahr geben“, erklärt Reinig lachend. „Wir wollen nach dem Umbruch eine gute Klinge schlagen.“ Dann präzisiert der SF-Trainer: „Wenn wir im oberen Drittel mitmischen und uns dort etablieren können, wäre ich sehr zufrieden.“

Das obere Drittel bedeutet für Reinig dabei aber eher einen Platz im Verfolgerfeld. „Für ganz vorne wird es nicht reichen. Dafür sind wir zu grün hinter den Ohren, und dafür haben wir zu wenig erfahrene Spieler im Kader.“

Nach dem Umbruch im Sommer 2020 hielten sich die personellen Veränderungen im Kader zwölf Monate später in Grenzen: Drei Zu- stehen bei den SF drei Abgänge gegenüber. Der wichtigste Neuzugang dürfte dabei Christopher Daub vom Ligakonkurrenten SSC Schaffhausen sein.

Der 32-jährige Offensivspieler wird nämlich auch als Co-Spielertrainer Verantwortung übernehmen. „Ich bin froh, dass Christopher da ist. Er kennt das Geschäft, weil er in Schaffhausen ja auch schon Spielertrainer war“, sagt Reinig. „Zudem ist er auch spielerisch eine absolute Verstärkung für uns.“

Neben Daub ist mit David Anton noch ein junger Außenverteidiger von Landesligist SV Friedrichweiler gekommen. Torwart Romas Peter hat sich von Kreisligist SF Saarfels dem Verbandsligisten angeschlossen.

Nicht mehr an Bord ist Tobias Pohl, der zu Landesligist SF Hostenbach gewechselt ist. Seine Rolle auf der rechten Außenbahn soll künftig Neuzugang Daub einnehmen. Außerdem hat sich Stürmer Daniel Lo Porto entschieden, seine Karriere zu beenden. Vereins-Urgestein Thomas Bonn gehört wegen eines berufsbedingten Umzugs nicht mehr zum Kader.

Vor dem ersten Ligaspiel ist Reinig übrigens nicht ganz frei von Sorgen. Denn nach der langen Zwangspause haben viele Fußballer mit kleineren Blessuren zu kämpfen – auch bei Rehlingen-Fremersdorf. „Unsere Physiotherapeutin Julie Maas leistet derzeit Höchstarbeit“, verrät der 48-Jährige. „Ich konnte auch bislang noch in keinem Vorbereitungsspiel alle Akteure auf die Platte bringen.“

Langfriste Ausfälle gibt es bei den SF vor dem Saisonstart aber nicht zu vermelden. Auch Offensivspieler Niklas Maier ist nach einem Kreuzbandriss aus der Vorsaison wieder einsatzbereit.