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Fußball-Verbandsliga: Welz beerbt Reinig bei Rehlingen-Fremersdorf

Fußball-Verbandsliga : Rehlingens neuer Trainer hat mit dem Team viel vor

Tobias Welz wird im Sommer neuer Trainer bei den SF Rehlingen-Fremersdorf. Im Jubiläumsjahr möchte der 29-Jährige mit dem Verbandsligisten vorne mitmischen. Zuvor hofft der aktuelle Trainer Reinig auf ein Ende der Verletzten-Misere.

Tobias Welz, bis zum vergangenen Sommer Trainer des Fußball-Landesligisten SSV Pachten, wird zur kommenden Saison den Verbandsligisten SF Rehlingen-Fremersdorf übernehmen (wir berichteten kurz). „Der Verein ist sehr gut geführt, und ich habe viele kompetente Ansprechpartner für den sportlichen Bereich. Das hat mir sehr imponiert“, erklärt Welz.

Dass der 29-jährige Inhaber der B-Lizenz Elite nach einer Auszeit wieder ins Trainergeschäft einsteigen wird, war von ihm von vornherein geplant. „Mein Abschied in Pachten war ja kein Abschied für immer. Meine Frau und ich haben damals Nachwuchs bekommen und wir sind umgezogen“, erzählt Welz.

Mit seinem neuen Club hat er nun ein ehrgeiziges Ziel. „Der Verein feiert kommendes Jahr seinen 100. Geburtstag – und im Jubiläumsjahr wollen wir so weit wie möglich oben mitspielen.“ Schon jetzt bereitet sich Welz auf die Arbeit vor: „Ich habe mit einem Großteil des Kaders, der weitestgehend zusammenbleibt, schon telefoniert – und die Jungs haben Bock auf ein gutes, aber auch anspruchsvolles Training“, berichtet der 29-Jährige.

Vor der Verpflichtung von Welz hatten sich Rehlingen-Fremersdorf und der aktuelle Amtsinhaber Sven Reinig einvernehmlich darauf geeinigt, den im Sommer auslaufenden Vertrag des 49-Jährigen nicht zu verlängern.

Reinig war im Sommer 2020 von Ligakonkurrent SG Perl-Besch gekommen – und hatte aufgrund der Corona-Pandemie kein leichtes Arbeiten. „Die erste Saison, in der ich hier war, wurde wegen der Pandemie ja bereits nach wenigen Spieltagen abgebrochen. Und jetzt in der zweiten haben wir mit Corona-Nachwehen zu kämpfen“, erläutert Reinig. Diese Nachwehen äußerten sich vor allem in zahlreichen Verletzungen. Die wiederum führten dazu, dass der Club zur Winterpause nur auf Rang zwölf der Verbandsliga Süd/West steht. Reinig musste ständig improvisieren – und das kostete viel Kraft.

„Meine Flamme ist nicht mehr so hell erleuchtet und ich weiß nicht, ob ich das Feuer hier noch einmal entfachen kann“, nennt der 49-Jährige den Hauptgrund, warum er bei Rehlingen nicht mehr weitermacht. Wohin es Reinig nächste Saison ziehen wird, ist noch offen.

„Corona ist ganz schlecht für uns gewesen“, erklärt auch Matthias Kiefer vom Spielausschuss der Sportfreunde. „Von daher ist vielleicht ein neuer Trainer, der neue Energie mitbringt, auch ein Signal an die Mannschaft, dass wieder Aufbruchstimmung herrscht.“ Kiefer betont: „Ich persönlich finde, dass Sven ein Top-Trainer ist, und wir gehen auch nicht im Bösen auseinander.“

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Reinig entschied sich Rehlingen-Fremersdorf für Welz, der schon einmal das Interesse der Sportfreunde geweckt hatte: „Wir hatten Tobias vor zwei Jahren schon mal auf dem Schirm, aber damals hatte er bereits in Pachten verlängert“, verrät Kiefer.

Ob der derzeit verletzte Co-Spielertrainer Christopher Daub (Kreuzbandriss) bei den SF bleibt, ist übrigens noch nicht entschieden. Gespräche hierüber laufen. Daub ist einer von drei Akteuren, auf den die SF wohl auch noch nach der Winterpause auf dem Feld verzichten müssen. Dazu werden dann auch noch Andreas Puttlitz, der sich im neuen Jahr einer Meniskus-Operation unterziehen muss, und Sarhe Ciftci, der sich einem Eingriff an der Patella-Sehne unterzog, ausfallen.

  Sven Reinig wird die Sportfreunde nach zwei von der Corona-Pandemie überschatteten Jahren verlassen.
Sven Reinig wird die Sportfreunde nach zwei von der Corona-Pandemie überschatteten Jahren verlassen. Foto: Ruppenthal

Die zweite Saisonhälfte in der Verbandsliga Süd/West beginnt am Mittwoch, 2. März, mit einem Nachholspiel zwischen dem SSC Schaffhausen und dem SV Ritterstraße. Der erste reguläre Spieltag steigt am 5. und 6. März. Die SF Rehlingen-Fremersdorf sind an diesem Wochenende aber spielfrei. Sie sind erstmals am 13. März beim SSC Schaffhausen gefordert.