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American Football: Saarlouis Saints treffen auf Bad Kreuznach Warriors

Football : Heilige raufen erstmals um Liga-Punkte

2018 wurde in Saarlouis das Football-Team „Saints“ gegründet. An diesem Sonntag steht die Mannschaft – aufgrund der Corona-Krise später als geplant – erstmals in einem Pflichtspiel auf dem Feld. Eine Woche danach folgt die Heim-Premiere.

Können die „Heiligen“ die „Krieger“ ärgern? Diese Frage werden sich die American-Football-Fans in und um Saarlouis in den kommenden Tagen gleich zwei Mal stellen. Denn das Team des 2018 gegründeten Clubs Saarlouis Saints (Englisch für Heilige) trifft in seinen beiden ersten Pflichtspielen der Vereinsgeschichte gleich zwei Mal auf die Warriors (Englisch für Krieger) aus Bad Kreuznach.

Gespielt wird zunächst an diesem Sonntag ab 15 Uhr in Bad Kreuznach, am Samstag, 11. September, kommt das Team von der Nahe dann zum Rückspiel ins Saarwellinger Weidenbruchstadion. „Die Vorfreude bei uns ist riesig“, berichtet Holger Neumann, Vorsitzender und Trainer der „Saints“ in Personalunion. Was die Sache besonders spannend macht: „Unsere Mannschaft besteht zu 90 Prozent aus Akteuren, die noch nie zuvor in einem Verein gespielt haben“, verrät der ehemalige Erstliga-Spieler der Saarland Hurricanes. „Da ist die Vorfreunde und Spannung besonders hoch.“

Ursprünglich wollte Saarlouis bereits in der vergangenen Spielzeit in der Verbandsliga Mitte  an den Start gehen, doch die Saison wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Die aktuelle Spielzeit sollte dann eigentlich schon im Juli beginnen – wurde aber in den Herbst verlegt.

Diese Verzögerung war ärgerlich für die „Saints“ – hatte aber auch einen Vorteil: So konnte das Team um Kapitän Patrick Horn und die beiden Spielmacher Cedric Aita und Markus Wagner länger an den Spielzügen und der Taktik feilen.

Neumann sieht sein Team nun gut gerüstet für die Pflichtspiel-Premiere. „In den Vorbereitungsspielen haben wir das, was wir vorhatten, gut umgesetzt“, freut sich der Trainer. Und auch die Ergebnisse können sich sehen lassen: Gegen den zwei Klassen höher spielenden Regionalliga-Absteiger Kaiserslautern Pikes gab es ein 18:18-Unentschieden. Die Atomics Amay aus Belgien fegten die Saints mit 65:0 vom Feld.

In einem weiteren Test gegen den eine Klasse höher spielenden Saar-Rivalen South West Wolves (die Wolves sind eine Abteilung des SV Baltersweiler) wurden offiziell keine Punkte gezählt. „Wir haben aber deutlich vorne gelegen“, verrät Neumann grinsend.

Trotz dieser gelungenen Tests warnt der Vorsitzende und Übungsleiter aber vor allzu hohen Erwartungen in den Begegnungen gegen Bad Kreuznach. Denn die „Warriors“ gelten als heißer Anwärter auf die Meisterschaft in der vier Teams umfassenden Verbandsliga. „Bad Kreuznach ist eine Mannschaft, die über jede Menge Erfahrung verfügt“, weiß Neumann. Sein Saisonziel lautet, mehr Spiele zu gewinnen als zu verlieren. Mittelfristig würde der Club gerne in die Oberliga aufsteigen.

Im Mai dieses Jahres hatten die „Saints“ gemeinsam mit dem Fußball-Bezirksligisten FSV Saarwellingen begonnen, den Hartplatz des FSV in einen Naturrasen umzuwandeln. Die „Saints“ sind seitdem Pächter dieses Platzes und wollen dort auch künftig ihre Heimspiele austragen (wir berichteten).

Da die Umbau-Maßnahmen voraussichtlich erst im Spätherbst abgeschlossen sein werden, planten die „Saints“ ursprünglich, diese Saison noch im Dillinger Parkstadion zu spielen. Dort gibt es allerdings seit Sommer Probleme mit der Bewässerungsanlage. Deshalb werden die Footballer jetzt alle ihre drei Heimspiele im Saarwellinger Weidenbruchstadion bestreiten. Dies liegt direkt neben der künftigen Heimat der „Heiligen“.