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Familienfreundliche Radtouren: von Saarlouis nach Wadgassen und zurück

Familienfreundliche Radtouren, Teil 10 : Im Reich des Sonnenkönigs

Die Saarlouiser Runde kann in diversen Längen gefahren werden. Für die meisten dürfte die mittlere die beste sein.

Stadttore, Festungsanlagen, die malerische Vauban-Insel, der idyllische Taffingsweiher, dazu schöne Waldwege oder Abstecher in einen Tierpark, zur Bouser Kartbahn oder zum Wadgasser Outlet-Center. Die von der Tourismus-Zentrale des Saarlandes (TZS) präsentierte Runde „Im Reich des Sonnenkönigs“ bietet viel, hat es aber auch in sich. Sie führt über knapp 55 Kilometer und 200 Höhenmeter mitten durch den Kreis Saarlouis. Für Familien mit älteren, sportlichen Kindern ist das sicherlich gut machbar, aber für viele doch etwas lang. Deshalb kürzen wir bei unserem Vorschlag über den Saar-Radweg ab, fahren nur die westliche Schleife mit dann 33 weitgehend flachen Kilometern.

 SZ-Familien-Radtour 10: Die Saarlouiser Runde West
SZ-Familien-Radtour 10: Die Saarlouiser Runde West Foto: SZ/Müller, Astrid

Start- und Zielort der Tour bleibt die Festungsstadt Saarlouis, deren Stadttore und Kasernen, Festungsanlagen und historische Verwaltungsgebäude an vergangene Zeiten erinnern. Die Altstadt sowie etliche Biergärten an der Strecke bieten zudem beste Möglichkeiten zur Entspannung – nach der Tour. Ganz entspannt geht’s an der Anlegestelle „Undine“ los über den Saar-Radweg mit Blick auf die Bergehalde Ensdorf und das Saar-Polygon als neuer Landmarke.

  In Bous können wir die zwei Räder mal gegen vier eintauschen.
In Bous können wir die zwei Räder mal gegen vier eintauschen. Foto: Karthalle Bous

Nach vier Kilometern besteht an der Saar-Brücke nach Ensdorf Gelegenheit, aus der Schleife ein „Schleifchen“ zu machen. Wer mag, biegt hier ab nach Lisdorf und ist bereits wieder auf dem Rückweg durch die Innenstadt, wo die Cafés und Eisdielen locken. So wird aus der 33-Kilometer-Runde eine gemütliche, nur neun Kilometer lange „Cappuccino-Tour“.

 Das Deutsche Zeitungsmuseum in Wadgassen lohnt einen Besuch. Geöffnet ist es täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr.
Das Deutsche Zeitungsmuseum in Wadgassen lohnt einen Besuch. Geöffnet ist es täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr. Foto: ajk

Ansonsten geht’s weiter entlang der Saar bis Wadgassen zum Bisttal-Radweg. Dort haben wir die Chance, das Deutsche Zeitungsmuseums zu besichtigen – oder im Outlet-Center das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern. Etwas Schokolade haben wir uns nach den Kilometern auf jeden Fall schon mal verdient. Wer hingegen richtig rasten mag, kann das im Biergarten des Wadgasser Parkbads tun.

 Landschaftliche Idylle am Taffingsweiher – und Zeit für eine Rast
Landschaftliche Idylle am Taffingsweiher – und Zeit für eine Rast Foto: ajk

Uns führt die Route von der Ortsmitte uns auf den gut ausgebauten, meist asphaltierten und nur in kurzen Abschnitten geschotterten Bisttal-Radweg. Durch das idyllische Tal der Bist, das Naturschutzgebiet Eulenmühle und eine zwei Kilometer lange schattige Waldpassage radeln wir Richtung Altforweiler.

 Bei Kilometer 30 am Kleinen Markt ist die Saarlouiser City erreicht. Wir lassen die Räder mal kurz stehen und stärken uns mit einem Eis für den Schluss-Spurt.
Bei Kilometer 30 am Kleinen Markt ist die Saarlouiser City erreicht. Wir lassen die Räder mal kurz stehen und stärken uns mit einem Eis für den Schluss-Spurt. Foto: ajk

Kurz vor dem Ort verlassen wir die Industriestraße, nehmen eine kurze Rampe und gelangen auf Feldwirtschaftswegen in den „Saarlouiser Gemüsegarten“. Hier haben wir herrliche Sicht-Achsen auf Berus und Felsberg sowie zurück zur Ensdorfer Bergehalde. Wir nähern uns schon wieder der Kreisstadt, machen bei Kilometer 25 nochmal Rast im Biergarten der „Taffings Mühle“ bei Picard. Danach geht’s ein kurzes Stück vorbei am idyllischen Taffingsweiher. Über die Brücke der A620 radeln wir nach Lisdorf, folgen der guten Wege-Beschilderung Richtung City und haben diese nach exakt 30 Kilometern am Kleinen Markt erreicht.

 Der Saarlouiser Stadtgarten ist ein letzter Höhepunkt der Tour.
Der Saarlouiser Stadtgarten ist ein letzter Höhepunkt der Tour. Foto: Stadt

Durch die belebte Innenstadt, wo wir auch etwas verweilen können, geht’s zum Saar-Altarm, dem wir bis zu unserem Ziel am Saar-Radweg folgen. Eine kleine Abkürzung durch den reizvollen Stadtgarten ist für müde Radler natürlich eine gute Alternative.

 Am Zusammenfluss von Saaraltarm und Saar sind wir  fast am Ziel.
Am Zusammenfluss von Saaraltarm und Saar sind wir  fast am Ziel. Foto: ajk

Die gesamte „Saarlouiser Runde“ der Tourismuszentrale würde in entgegengesetzter Richtung verlaufen. Also nach dem Start an der Anlegestelle durch die Saarlouiser Altstadt und Lisdorf nach Wadgassen und Bous. Statt über den direkten Weg entlang der Saar zurück nach Saarlouis zu fahren, geht es über Schwalbach und den sogenannten Römerweg nach Saarwellingen mit dem Wildfreigehege Wolfsrath. Von dort aus den Campus Nobel und über Steinrausch zurück zur Anlegestelle.