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Saarlouis: Kalinski mit "Wurstbraterei" nun am Großen Markt – das gibt es

Aus Saarbrücken bekannt : „Wurstbraterei“ der Gebrüder Kalinski nun auch in Saarlouis – was Kunden am Großen Markt erwartet

Lange war um die Zukunft der freigewordenen Wurstbude diskutiert worden, jetzt geht es auch schon zackig los. Die Saarbrücker haben auch in Saarlouis ein ganz spezielles Angebot parat.

Nach der breiten Diskussion um die Zukunft der freigewordenen Imbissbude am Großen Markt in Saarlouis war die Wiedereröffnung lange erwartet: Unter den fast 50 Bewerbern hatte sich die Saarbrücker Wurstbude „Gebrüder Kalinski“ schließlich durchgesetzt. Denn gewünscht war, nach dem Streit, ob es dort künftig ein klassisches Wurstangebot oder eine vegane Alternative geben soll, ein Anbieter, der beides hat. Zudem legen die Betreiber nach eigener Auskunft großen Wert auf regionale und selbstgemachte hochwertige Produkte.

Gut 38 Jahre hatten der frühere Altstadt-Wirt Schwaggi, Ferdinand Schwagmeier, und sein Sohn Jörg die Rostwurstbude in bester Lage betrieben. Seit Februar stand sie leer. Neu vermietet an Kalinski hatte die Stadt sie ab 1. Juni, nach Auskunft der Verwaltung musste die Bude zuvor noch grundsaniert werden.

Und die neuen Inhaber, die Brüder Joseph und Elias Klein und Martin Neyman, haben nochmal ordentlich Arbeit reingesteckt: Den Innenausbau im Stil ihrer Saarbrücker „Wurstwirtschaft“, mit passenden Tapeten, Lampen und Eichenholz, erledigte ihr Ladenbauer in den letzten Wochen, erst am Donnerstag kamen die Fritteusen, erzählt Elias Klein. Vor der Bude sollen ein paar Stehtische für zusätzliche Essplätze sorgen.

Den Verkauf am Samstag, 4. September, mit einem „Soft Opening“, quasi einem Probetag, eine große Eröffnungsfeier für ihre „Wurstbraterei“, so heißt die Bude nun, sei unter Corona-Bedingungen schwierig. Geöffnet ist die neue Bude mit dem gleichen Angebot wie in Saarbrücken, also von Curry- und Rostwurst, Pommes, Käsespätzle und Co, natürlich auch in vegan und halal erhältlich, wie Neyman betont, vorerst von Montag bis Samstag von 11 bis 19 Uhr; die Öffnungszeiten werden aber noch an die Nachfrage in Saarlouis angepasst, hieß es.

„Wir sind echt gespannt, wie es hier in Saarlouis läuft“, sagt Elias Klein. Die Diskussionen über die inhaltliche Ausrichtung hat er aufmerksam mitverfolgt. In Saarbrücken macht der Verkauf der veganen Produkte übrigens inzwischen schon 20 Prozent der Gesamtmenge aus.

Die Neuvermietung der Bude am Großen Markt hatte im Frühjahr in Saarlouis für viel Diskussion gesorgt. Im Ausschuss waren sich die Koalitionspartner im Rat, CDU und Grüne, nicht darüber einig geworden, ob dort künftig ein klassisches Rostwurstangebot oder eine vegetarische/vegane Alternative verkauft werden soll. Beflügelt wurde die Debatte von einer Umfrage der CDU Saarlouis bei Facebook, bei der sich, neben Hunderten Kommentaren, eine große Mehrheit für ein alternatives Angebot ausgesprochen hatte. Der Ausschuss hatte sich deswegen für die öffentliche Ausschreibung des Mietobjekts entschieden. Die Entscheidung fiel im April.