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Grenzlandmeisterschaften - Text - Fotos stehen im System

Feuerwehr : Fitness, Motivation, Kameradschaft

Mannschaften aus dem In- und Ausland waren bei den internationalen Grenzlandmeisterschaften des Landesfeuerwehrverbandes Saarland im Ludweiler Warndtstadion vertreten. 

Retten, löschen, bergen, schützen - der Aufgabenbereich der Feuerwehr ist in den letzten Jahren immer umfangreicher und aufwändiger geworden. Und trotzdem gibt es etliche Akteure, die darüber hinaus auch noch den sportlichen Wettkampf suchen.

 Bei den internationalen Grenzlandmeisterschaften des Landesfeuerwehrverbandes Saarland im Ludweiler Warndtstadion konnte sich die Mannschaft des Löschbezirks Ost der Feuerwehr Saarlouis erneut gut in Szene setzen. 17 Wettbewerb-Teams aus dem In- und Ausland gingen hier an den Start. Nachdem dieser hochkarätige Wettbewerb des Landesfeuerwehrverbandes coronabedingt wiederholt verschoben werden musste, konnte Ausrichter Völklingen Mannschaften aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich, Luxemburg und Südtirol begrüßen.

 In verschiedenen Wertungsklassen galt es für die jeweils aus einer Löschgruppe bestehenden Mannschaften möglichst schnell einen Löschangriff mit einer Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer und einen Staffellauf in Einsatzkleidung zu absolvieren.

 Beim Löschangriff mussten zudem Saugschläuche gekoppelt und C-Rohre montiert werden, wobei beim Staffellauf ein Strahlrohr weitergereicht wurde. Ein sportlicher Wettbewerb also mit großen feuerwehrtechnischen Herausforderungen – in seiner Struktur also ganz dicht am Realeinsatz.

 Und es war ein gelungener Wiedereinstieg in das Wettbewerbsgeschehen, auch wenn die eine oder andere Mannschaft wegen Corona nicht ins Saarland kommen wollte oder konnte, andere durch die Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal und in Nordrhein-Westfalen in ihrer Heimat unabkömmlich waren.

 Wer aber meint, dass derartige Feuerwehrwettkämpfe nicht mehr zeitgemäß seien, sieht sich getäuscht.

Ganz im Gegenteil: So betont Sascha Roth von der Feuerwehr Saarlouis die große Bedeutung dieser Wettbewerbe für Fitness, Motivation und Kameradschaft der Einsatzkräfte. Nicht anders sieht es Dario Pick von der Feuerwehr in Klarenthal. Quasi spielerisch werde durch das ständige Trainieren der Leistungsstand verbessert und der Teamgeist hochgehalten. Christopher Benkert, Pressesprecher des Landesfeuerverbandes, verweist zudem auf die lange Tradition dieser Wettbewerbe, vor allem im deutschsprachigen Ausland.

Hier gibt es zum Teil reine Wettbewerbsmannschaften, die gar keinen regulären Feuerwehrdienst leisten, sondern nur noch im sportlichen Bereich aktiv sind. „Unter normalen Bedingungen hätten wir in Völklingen an die 100 Mannschaften aus ganz Europa verzeichnen können,“ betont Benkert.

Nachdem viele Feuerwehren coronabedingt noch nicht einmal „normal“ üben konnten, hatten die allermeisten Wettkampfteams keinerlei Möglichkeiten zum gemeinsamen Training. Und so blieben die meisten diesmal noch zu Hause.

 Natürlich gab es in Völklingen auch Sieger. Auf regionaler Ebene siegte in der Leistungsklasse A Saarlouis-Ost vor Völklingen, während in der Leistungsklasse B Völklingen vorne war.

 In der Gesamtwertung siegte erwartungsgemäß Pichl-Gsies aus Südtirol/Italien vor Nidderau-Eichen/ Hessen und Böblingen/Baden-Württemberg. Die Leistungsklasse B gewann Langenbach/Rheinland-Pfalz vor Steinhaus/Südtirol und Osweiler/Luxemburg.

 Die Ehrung der erfolgreichen Mannschaften übernahmen Schirmherr Ministerpräsident Tobias Hans zusammen mit der Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, der Bundestagsabgeordneten Josephine Ortleb, der Völklinger Oberbürgermeisterin Christiane Blatt und dem Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Manfred Rippel.