1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Überherrn

Altforweiler Bürger pflegen den Ort

Serie Bürgerwerkstätten : Altforweiler Bürger pflegen den Ort

Die Mitglieder der Bürgerwerkstatt Altforweiler haben sich zum Ziel gesetzt, ihren Ort zu verschönern. Und das ist ihnen auch gelungen.

„Wir haben schon viele Projekte erfolgreich abgeschlossen und noch so einiges auf unserer Projektliste“, erzählt Gerhard Hewer von der Bürgerwerkstatt Altforweiler. 21 Männer im Alter von 59 bis 80 Jahren engagieren sich, um den Ort in vollem Glanz erscheinen zu lassen. „Wir haben auch Nachwuchs bekommen, denn zwei Ende 20-Jährige haben sich uns angeschlossen. Irgendwann müssen auch mal junge Leute nachkommen“, erzählt Hewer.

Gegründet wurde die Bürgerwerkstatt am 14. Oktober 2009. „Bei uns gibt es keine Hierarchien. Leider hat uns die Corona-Pandemie ausgebremst. Wir konnten immer nur in kleinen Gruppen arbeiten, private Treffen fielen aus, wir haben aber versucht, unserer Arbeit nachzugehen“, erzählt der Ortsvorsteher. In der Kindertagesstätte haben die Ehrenamtlichen einen Sonnenschutz über den Sandkasten gebaut und den Eingangsbereich mit Blumenbeeten verschönert. „Außerdem haben wir auf dem Spielplatz der Kindertagesstätte einen Tunnel gebaut. Hier können die Kleinen mit Rollern und anderen Rädern durchfahren. Dieser Tunnel bereitet allen sehr viel Freude“, sagt der 63-Jährige stolz.

Aus alten Paletten bauen die Männer Hochbeete, Blumenkästen oder Schuppen, um Mülltonnen verschwinden zu lassen. Es wurden Herzen aus Kupfer gebaut, die von Floristen verziert und im Anschluss von den Ehrenamtlichen verkauft wurden. Das Geld spendeten sie an die Flutopfer in der Eifel (wir berichteten). „Doch das ist nicht alles, wir mähen Flächen, säubern Wege, kümmern uns um die Pflege und Reinigung der Ortseingänge oder auch die Ruheplätze. Wir haben schon einige Bänke gebaut und helfen auch beim Aufbau der Sicherheitsmaßnahmen für unsere Dorfkirmes“, erzählt Mitglied Albrecht Lux.

Allerdings kümmern wir uns nicht um private Grundstücke. Dann würden wir nie fertig werden“, scherzt Lux. Man trifft sich donnerstags von 8.30 bis 13 Uhr in den Räumen der ehemaligen Grundschule. „Wir starten meistens mit einer Tasse Kaffee und beenden unser Treffen mit einer Flasche Bier. Manchmal lassen uns die Anwohner Spenden zukommen. Dann wird auch mal gefrühstückt oder zusammen gegessen“, sagt der 72-Jährige.

Besonders sei in Altforweiler der Zusammenhalt, denn auch privat sei man füreinander da. „Wir feiern zusammen, halten zusammen und auch unsere Frauen verstehen sich untereinander. Wenn wir essen gehen, kommen die auch meistens mit“, erzählt der Ortsvorsteher. Auch so helfen die Frauen öfter aus. Ob bei Spendenaktionen oder anderen Tätigkeiten, in Altforweiler hält man zusammen.