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Anne Yliniva-Hoffmann will in Überherrn für die SPD Bürgermeisterin werden

Kommunalwahl 2019 : Jugend, Senioren und Verkehrsprobleme

Anne Yliniva-Hoffmann, SPD, will in Überherrn Bürgermeisterin werden.

Beim Fotografieren auf dem Schulhof gucken die Jungs, die dort spielen, neugierig herüber. „Sind Sie nicht die Bürgermeisterkandidatin?“, will einer wissen. „Doch“, antwortet Anne Yliniva-Hoffmann. „Sie waren mal bei uns“, konstatiert der nächste. Yliniva-Hoffmann lacht: „Ja, in der Wohnstadt.“

Die Juristin ist keine Unbekannte im Ort. 2014 wurde sie in Überherrn SPD-Gemeindeverbandsvorsitzende, seit 2014 sitzt sie im Rat. „Im Laufe der Zeit habe ich immer mehr Freude an der Kommunalpolitik gefunden. Dabei hat man unmittelbaren Austausch mit den Menschen“, sagt sie. Irgendwann habe sie die Kommunalpolitik dann nicht nur ehrenamtlich machen wollen, sondern im Hauptberuf, sodass sie jetzt fürs Bürgermeisteramt kandidiert.

Geboren in Finnland, aufgewachsen in Überherrn, kam sie nach Jurastudium in Marburg und Würzburg und Referendariat in München 2010 wieder zurück nach Überherrn. Derzeit leitet sie im Umweltministerium das Referat „Ländlicher Raum“. Sehr am Herzen liegt ihr die Familienpolitik. Etwa die Betreuungseinrichtungen für Kinder. In Überherrn müsse hier schnell gehandelt werden. „Ein Neubau muss her, Felsberg und Berus müssen qualitativ verbessert werden“, sagt Yliniva-Hoffmann.

Auch die Jugendlichen möchte sie ansprechen, bei ihnen ein Bewusstsein für die Abläufe in der Politik wecken. Sie plant eine „Jugendsprechstunde “. Ein weiterer Schwerpunkt: „Senioren müssen die Möglichkeit haben, in ihren eigenen vier Wänden alt zu werden – dazu muss eine Gemeinde Vorsorgesysteme schaffen. Und auch das Ehrenamt einbinden mit Seniorensicherheitsberatern und Seniorenpatenschaften.“

Yliniva-Hoffmann findet: „Wir haben gute Rahmenbedingungen in Überherrn, es gilt jetzt, das Lebendige der Ortsteile beizubehalten und weiterzuentwickeln.“ Dies könne durch das Schaffen moderner Wohnmöglichkeiten für Senioren im Ort einerseits erfolgen, aber auch durch Förderprogramme zur Altbausanierung, damit junge Familien wieder in die Ortskerne ziehen. Innerorts möchte sie „Grüne Oasen zum Verweilen“ sehen.

„Zukunft gestalten“ bedeutet für Anne Yliniva-Hoffman auch den Blick auf den Verkehr. „Wir haben viele Fahrradwege. Hier muss man Lücken schließen und die Radwege als Radwege sichtbarer machen. Die Straßen sind durch den Lkw-Verkehr weitgehend abgenutzt, mit hoher Lärmbelastung. Es müssen geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen getroffen werden.“ Dabei brauche es langen Atem, etwa bei einer Sperrung der Felsberger Bundesstraße für Schwerlaster. „Die Ideen, die ich für Überherrn habe, sind in Gesprächen mit den Menschen entstanden. Ich will mit den Menschen reden, zuhören und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen suchen.“