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Horst Zimmer, parteilos, will Bürgermeister in Überherrn werden

Bürgermeisterwahl : Gemeinsam für die Zukunft der Dörfer

Horst Zimmer, parteilos, ist Bürgermeisterkandidat in Überherrn.

„Wichtig ist es, dass ein Bürgermeister parteiunabhängig ist und niemandem verpflichtet.“ Der das sagt, ist Horst Zimmer, parteiunabhängiger Bürgermeisterkandidat in Überherrn. Die Idee zur Kandidatur sei langsam gewachsen. „Erst denkt man gelegentlich darüber nach, dann entwickelt sich eine gewisse Dynamik. Und dann hört man aus dem Umfeld: Ja, mach das!“. Horst Zimmer wohnt in Altforweiler. Er hat zunächst einen Magister in Germanistik und Geschichte abgeschlossen, danach folgte eine Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter. Seit einigen Jahren ist er Prokurist bei der Altforweiler Instillo Group.

Welches würden seine ersten Projekte als zukünftiger Bürgermeister sein? „Erst einmal mit den Menschen in der Verwaltung sprechen, was man ändern sollte. Gemeinsam mit der Verwaltung in die Zukunft gehen und eine kundenfreundliche Verwaltung schaffen.“ Aber: „Ich möchte mich nicht auf ein Projekt reduzieren lassen.“ Eine sehr konkrete Idee hat er schon: „Ich möchte die Entscheidungsprozesse transparenter machen. Wir brauchen mehr Kommunikation und mehr Bürgerbeteiligung, und wir müssen mehr miteinander reden. Ich sehe mich da als Teamplayer“. Seine Idee ist ein „Rathaus 2030“, mit öffentlicher Internetplattform und viel Bürgerbeteiligung. Sein Slogan ist: „Es geht um hier.“ Seine Meinung: „Wir leben in einer relativ kleinen Einheit, in der jeder mitreden kann und dies auch sollte.“ Ganz wichtig ist ihm die Unterstützung für die Dorfgemeinschaften. „Jede Initiative, die von einem einzelnen ausgeht, sollte von der Gemeinde unterstützt werden.“ Denn so könne man die Lebensqualität in den Ortsteilen am besten steigern.

Auf Zimmers Agenda stehen auch Themen wie die Erschließung von neuem Bauland, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Ausbau des ÖPNV, die Grundschulen und der Ausbau der freiwilligen Ganztagsschulen in der Gemeinde. „Ich wünsche mir, dass wir trotz knapper Kassen sinnvolle Investitionen in die Infrastruktur und die Menschen machen können.“ Das wichtigste sei, eine Balance zwischen knappen Kassen und soliden Finanzen zu finden und auch Probleme rechtzeitig erkennen, ob fehlende Kitaplätze oder die Kompostierung von Grünschnitt. Dabei müsse man sich auch mit anderen Gemeinden überregional vernetzen. „Die Gemeinden können nicht alles alleine stemmen“, sagt er und denkt dabei beispielsweise an den Grünschnitt. Auch könne der Saarland-Pakt noch nicht alles gewesen sein, was die Gemeinden an finanzieller Unterstützung seitens des Landes erfahren. Hier ist Horst Zimmer ganz Finanzmensch: „Die Decke ist immer noch zu kurz. Wenn man nach oben zieht, bekommt man kalte Füße.“