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Im Trevi in Überherrn herrscht Besucherflaute

Wegen neuer Regeln : Besucher sind auch im Trevi in Überherrn Mangelware

Seit der Einführung der 2G-Plus-Regeln bleiben in dem Überherrner Lokal, vorher ein beliebter Treffpunkt auch bei Grenzgängern, die Gäste aus.

Die Verschärfung der Corona-Regelungen haben die Gastronomie im Landkreis hart getroffen. Seit 2G Plus, also der Notwendigkeit eines aktuellen negativen Coronatests trotz zweier oder gar dreier Impfungen, bleiben die Gäste aus.

Im Überherrner Trevi herrscht absolute Besucherflaute. „Zwei, maximal vier Gäste pro Schicht sind einfach zu wenig“, konstatiert Betreiber Iqbal Tassawar. „Sich eigens testen zu lassen, um dann essen gehen zu können, ist den meisten einfach zu aufwendig“, ergänzt sein Bruder Adeel Zafar. Und Koch Jamil Ahmed, der Dritte im erfolgreichen Brüder-Team, langweilt sich in der Küche und sorgt sich um die Zukunft.

Das Lokal hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der bevorzugten Adressen französischer Grenzgänger und Feinschmecker entwickelt – bis Corona kam. Besucherbeschränkungen und Lockdown taten ihr Übriges.

Mit einem Abhol- und Bringservice versucht man bislang, dieser negativen Entwicklung Paroli zu bieten. Noch hat das Trevi täglich mittags und abends geöffnet – wenn auch mit reduziertem Service und halbierte Küchenmannschaft. Der albanische Chef-Kellner Adriano Kondo hält noch die Stellung, befürchtet aber bei steigenden Infektionszahlen das Schlimmste. Seine Kollegin Kim Laura Delle Vedove war anfangs noch dabei, macht nun aber gezwungenermaßen Heim-Urlaub. Und Iqbal Tassawar überlegt permanent, wie er das Restaurant weiterhin mit seinen Brüdern über die Runden bringen kann. Im Rahmen eines Kurzlehrgangs will er möglichst bald die Befähigung und die Erlaubnis zur Durchführung von Coronatests erwerben, um Gäste vor Ort selbst testen zu können.

Aber nicht nur Tassawar und seine Brüder leiden im Überherrner Trevi unter dem Ausbleiben der Gäste infolge der Corona-Pandemie. Auch ihre Kollegen und Freunde beklagen die gleiche Problematik. Die Gäste bleiben aus, und es hagelt darüber hinaus Absagen für Weihnachten und Silvester. Auch wenn man Einkaufen und Personal reduziert, laufen dennoch die Kosten weiter. Und nicht wenige machen sich große Sorgen um ihre wirtschaftliche Zukunft. Angesichts weiter steigender Infektions- und Inzidenzzahlen fürchtet man um die Existenz. Und es deutet sich kein Silberstreifen am Horizont an. Manch einer von ihnen wird die Corona-Pandemie wirtschaftlich nicht überstehen.